Abfallverwertungsanlage Augsburg

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Abfallverwertungsanlage Augsburg
Abfallverwertungsanlage Augsburg.JPG
Lage
Abfallverwertungsanlage Augsburg (Bayern)
Abfallverwertungsanlage Augsburg
Koordinaten 48° 24′ 10,9″ N, 10° 55′ 58,6″ OKoordinaten: 48° 24′ 10,9″ N, 10° 55′ 58,6″ O
Daten
Typ Müllverbrennungsanlage
Brennstoff Restmüll
Betreiber Abfallverwertung Augsburg GmbH
Betriebsaufnahme 1996
Eingespeiste Energie 2014 Strom: 64 GWh
Fernwärme: 211 GWh
Solarstrom: 0,8 GWh
Website Website der Abfallverwertung Augsburg GmbH

Die Abfallverwertungsanlage Augsburg ist eine Müllverbrennungsanlage im Augsburger Stadtteil Hammerschmiede, die von der Abfallverwertung Augsburg GmbH betrieben wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der Abfallverwertung Augsburg GmbH

Im Jahr 1980 wurde von der Stadt Augsburg und den Landkreisen Aichach-Friedberg und Augsburg der Zweckverband zur Vorbereitung der Errichtung einer zentralen Abfallbeseitigungsanlage für die Stadt Augsburg und die Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg gegründet, der heute als Abfallzweckverband Augsburg geführt wird. Dieser Verband widmete sich in den folgenden Jahren den Standortgutachten, Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren bis es schließlich nach Erlass des Planfeststellungsbeschlusses durch die Regierung von Schwaben am 20. Dezember 1991 zur Gründung der Abfallverwertung Augsburg GmbH kam.[1]

Nach einer vierjährigen Bauzeit gingen die einzelnen Komponenten der Abfallverwertungsanlage schrittweise in Betrieb, was schließlich in der Inbetriebnahme des Abfallheizkraftwerks am 17. Januar 1996 gipfelte. Eine am 1. Januar 2004 gegründete Tochtergesellschaft für den Abfallsortierbereich – die AVA Re.Sort GmbH – wurde 2009 wieder stillgelegt und schließlich zurück in die Abfallverwertung Augsburg GmbH überführt.[1]

Seit Januar 2013 wird im Rahmen eines Modellprojektes ein Teil der bei der Verbrennung entstehenden Abwärme in Containern mit Natriumacetat gespeichert (Latentwärmespeicher). Diese werden dann mit dem LKW ins nahe Friedberg transportiert, wo die Wärme zur Beheizung eines Schulzentrums verwendet wird.[2]

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Abfallverwertung Augsburg GmbH waren bis Ende 2014 zwei Gesellschafter beteiligt: Zu 74,99 Prozent der öffentlich-rechtlich organisierte Abfallzweckverband Augsburg, der aus der Stadt Augsburg, dem Landkreis Aichach-Friedberg und dem Landkreis Augsburg besteht, und zu 25,01 Prozent die private Schwäbische Entsorgungsgesellschaft mbH (SE), eine hundertprozentige Tochter der Lechwerke AG. Seit dem 1. Januar 2015 ist die AVA Augsburg zu 100 Prozent in kommunaler Hand.[1]

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Abfallverwertungsanlage Augsburg waren im Jahr 2014 159 Mitarbeiter beschäftigt. Im selben Jahr wurden im Abfallheizkraftwerk 297.968 Tonnen Restmüll und Abfälle verbrannt – damit waren alle Ofenlinien ausgelastet. Dadurch wurden 64.167 Megawattstunden (MWh) Energie in das Stromnetz der Stadtwerke Augsburg eingespeist.[3]

In den Sonderverbrennungsöfen wurden 3.363 Tonnen Krankenhausmüll verbrannt und in den Kompostieranlagen 9.319 Tonnen Kompost hergestellt.[3]

Seit September 2013 wird außerdem Biogas gewonnen und in das örtliche Gasnetz eingespeist.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Abfallverwertung Augsburg GmbH: Historie, abgerufen am 7. Februar 2016.
  2. Augsburger Allgemeine: Die mobile Wärme kommt gut an im Container, Artikel vom 31. Januar 2014, abgerufen am 7. Februar 2016.
  3. a b Abfallverwertung Augsburg GmbH: Zahlen & Fakten, abgerufen am 7. Februar 2016.