Abfangen von Daten

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Das unbefugte Abfangen von Daten ist gemäß § 202b des deutschen Strafgesetzbuches (StGB) ein Vergehen, welches mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bestraft wird.

Wortlaut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wortlaut des § 202b StGB ist:

Wer unbefugt sich oder einem anderen unter Anwendung von technischen Mitteln nicht für ihn bestimmte Daten (§ 202a Abs. 2) aus einer nichtöffentlichen Datenübermittlung oder aus der elektromagnetischen Abstrahlung einer Datenverarbeitungsanlage verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.

Tatbestand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschützt sind Daten gemäß (§ 202a Abs. 2) und das Geheimhaltungsinteresse des Verfügungsberechtigten. Zudem ist die nichtöffentliche Übermittlung von Daten geschützt. Entscheidend ist dabei die Art des Übermittlungsvorganges.[1]

Die Tat wird gemäß § 205 StGB auf Antrag verfolgt es sei denn, dass die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält. Der Tatbestand des Abfangens von Daten trat am 11. August 2007 in Kraft.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marco Gercke, Phillip W. Brunst: Praxishandbuch Internetstrafrecht, S. 71
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