Ablader

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Der Ablader ist derjenige, der im Auftrag des Befrachters die Güter dem Verfrachter zur Beförderung effektiv übergibt. Es ist vertraglich auch zulässig, dass der Verfrachter den Ablader beauftragt, die Güter ein- und/oder abzuladen.

Den Ablader gibt es nur nach deutschem Recht. Da international nicht zwischen Befrachter und Ablader unterschieden wird, gibt es auch keine eigene englischsprachige Bezeichnung für den Ablader. Er wird daher, wie der Befrachter, als Shipper bezeichnet.

Der Ablader kann zum Befrachter werden, wenn er von seinem Vertragspartner den Auftrag erhält, auch den Seefrachtvertrag zu schließen oder indem er die Güter am Schiff oder dem Kaischuppen anliefert, ohne dass vorher ein Seefrachtvertrag abgeschlossen worden ist (konkludentes Handeln).

Der Ablader hat nach Verladung an Bord Anspruch auf das Konnossement oder bereits nach Abladung Anspruch auf ein so genanntes Übernahmekonnossement.

In Häfen wird der Ablader häufig auch als Kaianstalt bezeichnet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ramming, Klaus, Ablader & Co., in: Recht der Transportwirtschft (RdTW) 12/2013, 464
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