Ableton

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Ableton AG
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Rechtsform AG
Gründung 1999
Sitz Berlin (Hauptsitz), Pasadena
Leitung Gerhard Behles (CEO)
Jan Bohl (CFO)
Mitarbeiter ~200
Umsatz 14,7 Mio. EUR (2009)[1]
Branche Software
Website www.ableton.com

Ableton AG ist ein Berliner Unternehmen für Musiksoftware. Mit einem Marktanteil von 20 % gehört das Unternehmen im Premiumbereich der Sequenzerprogramme zu den drei führenden Anbietern.[1]

Neben Live, das als Hauptaushängeschild gilt, entwickelten sie die Software-Instrumente Operator und Sampler, die optionale kostenpflichtige Bestandteile des Programms Live sind.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ableton AG wurde von dem Informatiker und Musiker Gerhard Behles sowie dem Informatiker Bernd Roggendorf gegründet. Beide arbeiteten zusammen bei der Berliner Software-Firma Native Instruments. Die Firma Ableton AG wurde mit dem Ziel gegründet, eine live- und improvisationstaugliche Musiksoftware zu entwickeln. Weiterhin ist Robert Henke an der Entwicklung der Software beteiligt. Er und Gerhard Behles stellten gemeinsam die Gruppe Monolake dar. Nach der Gründung von Ableton konzentrierte sich Gerhard Behles ausschließlich auf Ableton, während Robert Henke weiterhin als Monolake Musik erschafft und bis heute bei Ableton mitarbeitet.

1998 wurde Ableton Hauptpreisträger beim Gründerwettbewerb Multimedia des Bundesministeriums für Wirtschaft und konnte durch die Hilfe des FUTOUR-Förderprogramms die Gründung des Unternehmens finanzieren. 2005 wurde eine Niederlassung in New York eröffnet. 2011 ist diese Niederlassung nach Pasadena umgezogen.

Ableton erzielte 2012 einen Umsatz von 14,7 Mio. Euro, davon über 90 % im Ausland.[1]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Live[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Live ist ein Sequenzer und wie Logic, Pro Tools oder Cubase ein Werkzeug/"Sequencing-Instrument" zur Musikproduktion. Seine Stärken liegen im modularen Ansatz sowie in der Echtzeitbearbeitung von Samples, was das Komponieren und Improvisieren in Echtzeit vereinfacht. Dadurch kann es gleichermaßen von Musikern, DJs und Produzenten als Instrument verwendet werden. Mit der Einführung der Schnittstelle "Max For Live" (ab Version 8) wurde 2009 das Konzept der Modularität erheblich erweitert.

Operator[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Operator ist ein auf FM-Synthese basierter Synthesizer, maßgeblich entwickelt von Robert Henke.

Sampler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Multisampler ist ein Instrument, das zeitgleich mit Live 6 erschienen ist.

Push[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Push ist ein von Ableton entwickelter und mit der Version 9 von Ableton Live auf den Markt gebrachter Hardware-Controller für Live. Ableton selbst bezeichnet ihn als Instrument. Am 2. November 2015 stellte Ableton die neue Version Push 2 mit Verbesserung des Displays und der Pads vor, zusammen mit einem darauf ausgelegten Update von Live auf die Version 9.5.

Max For Live[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2009 erschien als Produkt der Zusammenarbeit von Ableton mit Cycling '74 (San Francisco) "Max For Live". Als Schnittstelle zur graphischen Entwicklungsumgebung "Cycling '74 Max/MSP" ermöglicht M4L den Benutzern die Gestaltung und den Austausch von leistungsfähigen MIDI und Audio-Devices für Ableton Live.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Electronic Musician: 2003 Editor’s Choice (ebenso: 2005 und 2006)
  • PC Pro: PC Pro Recommendet Award
  • Macworld: Five Mice Rating
  • Remix: Remix Technology Award 2003, 2004, 2005
  • Musikmesse: m.i.p.a. 2004, 2005, 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.