Abnutzung

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Unter Abnutzung versteht man die Wertminderung oder die qualitative Minderung einer Sache, die durch ihren Gebrauch herbeigeführt wird. In der einschlägigen Fachliteratur werden neben dem Begriff der Abnutzung auch die Begriffe Alterung, Ermüdung, Veränderung, Verschleiß, Versagen, Zerstörung und Ausfall verwendet.[1] Gemäß DIN 31051 wird unter der Abnutzung der Abbau des Abnutzungsvorrats verstanden, welcher durch chemische, biologische bzw. physikalische Vorgänge hervorgerufen wird.[2] Die Veränderung der Abnutzung über die Zeit wird über den Abnutzungsverlauf visualisiert.

Technik[Bearbeiten]

Der technische Begriff für die ungewollte Minderung der Eigenschaften heißt Verschleiß. Im Auto nutzen sich beispielsweise Teile wie Reifen oder Bremsscheiben naturgemäß ab. Sie müssen als Verschleißteile nach einer gewissen Zeit ersetzt werden.

Recht[Bearbeiten]

Rechtlich unterscheidet man normale Abnutzung, also Abnutzung bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, von übermäßiger Abnutzung. Für die normale Abnutzung kann die Gewährleistung eingeschränkt werden, Vorerben schulden die Wertminderung nicht an eventuelle Nacherben, Mieter nicht an Vermieter usw.

Buchführung[Bearbeiten]

In der Buchführung in einem Unternehmen wird die Wertminderung durch einen Posten namens AfA (Absetzung für Abnutzung) berücksichtigt. Steht die Sache auf der Aktivseite der Bilanz, muss hierfür ein passives Absetzungskonto verwendet werden. Wertminderungen von Positionen auf der Passivseite werden dagegen auf ein aktives Absetzungskonto gebucht. Nur so tritt tatsächlich eine Bilanzminderung ein.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Uwe Schönfelder: Zustandsermittlung von Immobilien mittels Verfahren ERAB – Grundlagen für Instandhaltungsstrategien. Dortmund: Werner Verlag, 2012; ISBN 978-3-8041-5253-3.
  2. DIN (Hrsg.): DIN 31051 – Grundlagen der Instandhaltung. Berlin: DIN Deutsches Institut für Normung e. V., Juni 2003.