Abolitionismus (Kriminologie)

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Abolitionismus ist im kriminalsoziologischen Sinne ein theoretischer Ansatz, der den Verzicht auf die totale Institution des Gefängnisses oder in einem noch umfassenderen Sinne die Abschaffung des Strafrechts fordert.

Die kriminalsoziologischen Abolitionisten sind grundsätzlich der Meinung, dass der Staat nicht das richtige Organ sein kann, um die Art und Weise der Bestrafung festzusetzen. Ihrer Ansicht nach sollten das nähere Umfeld eines Täters oder eines Opfers die Möglichkeit haben, eine geeignete Reaktion festzusetzen. Geeignete Modelle hierfür könnten Community Accountability, Restorative Justice oder Transformative Justice darstellen.

Klassische Vertreter des kriminologischen Abolitionismus sind Fay Honey Knopp, Ruth Morris, Nils Christie, Thomas Mathiesen, Herman Bianchi und Louk Hulsman. Zu den bekanntesten neueren Abolitionisten gehören u. a. Angela Davis, Ruth Wilson Gilmore (USA) und David Scott (England).

Zu den abolitionistischen Organisationen gehören KROM (Norwegen), Inquest (England), Critical Resistance (USA), Justice Action (Australien) und das Anarchist Black Cross,

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]