Abprallschuss

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Aus einem Browning-M2-MG geschossene .50-BMG-Leuchtspur und Abpraller von einem Panzer

Zu einem Abprallschuss oder Abpraller kommt es, wenn ein Geschoss nicht in sein Ziel oder ein Hindernis eindringt, sondern abprallt und in eine andere Richtung fliegt. In der Regel taumelt dieses abgeprallte Geschoss und fliegt wie ein Querschläger weiter. Die geneigte Panzerung hat unter anderem das Ziel, das Geschoss abprallen zu lassen.

Mit auf Verzögerung eingestellten Aufschlagzünder detonierten bestimmte Sprengkörper erst nach dem Abprallen und dem Ablauf der Verzögerungszeit in einer Abprallhöhe von ca. 5 bis 15 Metern. Abpraller werden wegen der Splitterwirkung zur Bekämpfung ungepanzerter Ziele eingesetzt.

Bewusst wurde der Abprallschuss früher bei der Vorderladerartillerie eingesetzt. Bei diesem flach vor die feindliche Truppe abgegebenen Rikoschettschuss wurde versucht, die Wirkung des Geschosses gegen weiche Ziele durch mehrfaches Aufschlagen zu vergrößern.

Einen Abpraller als "Querschläger" zu bezeichnen, ist unrichtig, da ein Querschläger ein quer zur Längsachse im Ziel einschlagendes Geschoss bezeichnet. Von diesem Abpraller zu unterscheiden ist der beim Einsatz von Vorderladerartillerie geübte Rikoschettschuss (deutsch: Prellschuss) mit Kugelgeschossen.

In Österreich gibt es eine Variante des Scheibenschießens, die sich den Abprallschuss auf einer Wasseroberfläche zunutze macht: Beim Wasserscheibenschießen („Gellerschießen“) wird nicht auf die Zielscheibe, sondern auf deren Reflexion auf der Wasseroberfläche geschossen (Preberseeschießen, Schattenseeschießen).[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • George, Erdmann: Waffenlehre. Ein Hand- und Lehrbuch für Offiziere und Offizieraspiranten, Berlin, E.S. Mittler & Sohn 1919, S. 34-35 [1]
  • Oberstleutnant Heinz Dathan Waffenlehre für die Bundeswehr 2. Auflage, Ziff. 203, Verlag Offene Worte Bonn, ohne Jahresangabe
  • Oberst Wilhelm Speisebecher Taschenbuch für Artilleristen 2. Folge, S. 90 Ziff. 39, Wehr und Wissen, 1974, ISBN 3-8033-0231-5

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schattenseeschießen beim Jagawirt im Krakautal, Steiermark