Abraham Harkavy

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Abraham Harkavy (vor 1906)

Abraham Harkavy (Avraam / Albert Yakovlevich Harkavy, Avraham Eliyahu ben Yaakov Harkavy, russisch Авраа́м Я́ковлевич Гарка́ви; * 27. Oktober 1835 in Novogrudok, Weißrussland; † 15. März 1919 in Petrograd) war ein russisch-jüdischer Historiker und Orientalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abraham Harkavy wurde an der Jeschiwa von Waloschyn und am Rabbinerseminar in Wilna ausgebildet. Er studierte Orientalische Sprachen, Ägyptologie und Assyriologie in Sankt Petersburg, Berlin und Paris.[1] Er forschte unter anderem über Gaonat, Karäer und Juden in Russland.

Er war lange Jahre Bibliothekar der Kaiserlichen öffentlichen Bibliothek in St. Petersburg, was in Anbetracht des damaligen judenfeindlichen Klimas im zaristischen Russland als außergewöhnlicher gesellschaftlicher Erfolg galt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lexikon des Judentums, Bertelsmann-Lexikon-Verlag, Gütersloh 1971, ISBN 3-570-05964-2, Sp. 272.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mirjam Thulin: Kaufmanns Nachrichtendienst.Ein jüdisches Gelehrtennetzwerk im 19. Jahrhundert. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2012, ISBN 978-3-525-36995-1, S. 371.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]