Abraxas (Band)

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Abraxas
Allgemeine Informationen
Herkunft Mössingen, Deutschland
Genre(s) Melodic Metal, Power Metal, Progressive Metal
Gründung 1985
Auflösung ca. 1998
Gründungsmitglieder
Axel Braun
Nicolai Mehl
E-Gitarre
Alexander Gemsa
Jan Müller
Heiko Burst
Letzte Besetzung
Gesang
Chris Klauke
E-Gitarre
Stephan Rohner
E-Gitarre
Siggi Maier
E-Bass
Jan Müller
Andreas Hittinger
Schlagzeug
Heiko Burst
Ehemalige Mitglieder
E-Gitarre
Oliver Mindner
Gesang
Joachim Hittinger
Gesang
Martin Gauger

Abraxas war eine deutsche Progressive-Metal- und Power-Metal-Band, die 1985 in Mössingen in Baden-Württemberg gegründet wurde und etwa 1998 ihre Aktivitäten einstellte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abraxas wurde 1985 von Bassist Jan Müller und Schlagzeuger Heiko Burst gegründet.[1][2] Nach einigen An- und Abgängen verschiedener Musiker im Jahr 1988 nahm die Band ihr erstes Demo Vampire auf. Nach der Aufnahme des Demos fand Sänger Joachim Hittinger den Gitarristen Oliver Mindner, der zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre alt war.[1] Im April 1989 veröffentlichte die Band die EP Shattered by a Terrible Prediction in einer Auflage von 1.000 Exemplaren, die die Musiker bei ihren Konzerten verkauften und in Eigenregie vertrieben.[1][3]

Bis Ende 1989 änderte sich die Zusammensetzung: Es gab in Stephan Rohner einen neuen, zweiten Gitarristen und neuerdings auch einen Keyboarder: Andreas Hittinger, Joachims Bruder.[3] Im Juni 1990[1] waren die Stimmprobleme von Joachim Hittinger so massiv, dass ihm die Ärzte rieten, aufzuhören.[3] Deshalb verpflichtete die Band für die Fertigstellung des brachliegenden Albums den Sänger Chris Klauke, der zuvor in der Hamburger Metal-Band Mania spielte.[1][3] Im Dezember desselben Jahres wurde ein neues Demo-Tape, Gates to Eden, veröffentlicht.[1][4] Im Jahr 1991, und zwar wieder im Dezember, wurde das preisgekrönte Demo Signs nachgeschoben.[1][3][4] Im Dezember 1992 erreichte Abraxas den dritten Platz des deutschlandgrößten Rock-Nachwuchsfestivals der Rockfabrik Ludwigsburg, zuvor war es im März sogar der erste Platz beim Festival junger Künstler in Reutlingen.[1][3] Im September 1993 veröffentlichte die Gruppe mit The Liaison ihr erstes Studio-Album, welches zuerst in Japan erschien.[1][3] Nachdem gleich drei europäische Plattenverträge nicht zustande gekommen waren (zweimal konkursbedingt), wurde es schließlich im Februar 1998 vom frisch gegründeten Label LMP – Limb Music Products & Publishing (Hamburg) unter dem neuen Namen Tomorrow’s World und komplett neuem Coverdesign sowie drei Bonustiteln veröffentlicht.[3] Siggi Maier hatte die Zeit, in der es für Abraxas nicht rund lief, mit einer Anstellung bei Stormwitch überbrückt. Als das Album in den Metal-Magazinen besprochen wurde, war noch nichts von einer Auflösung bekannt, im Gegenteil, das Rock Hard war gespannt, wie sich die Band entwickeln würde.[5] Dennoch gab es daraufhin kein Lebenszeichen mehr. Maier und Burst tauchten Jahre später bei We are Legend wieder auf.[6][7] Klauke ging nach Berlin und schloss sich Steam an,[2][8] dann wechselte er 2007 zu Project X.[9]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Online-Magazin Underground Empire nannte den Stil „Melody’n'Power“[10] beziehungsweise „melodischen Power Metal“.[4] Letztere Bezeichnung wählte auch Frank Trojan im Rock Hard. Er zog zum Vergleich Heavens Gate, Fair Warning und Helloween heran, relativierte dies jedoch, da Abraxas nur ansatzweise deren Klasse erreiche.[5] In der Bandbiografie der Iron-Pages-Lexikon-Reihe fällt lediglich am Rande der Name Queensrÿche.[3] Im Metal Hammer empfahl Andreas Schöwe die Band allen Hörern von Running Wild, Primal Fear und Gamma Ray.[11]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

EP[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989: Shattered by a Terrible Prediction

Demos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1988: Vampire
  • 1990: Gates to Eden
  • 1991: Signs

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Abraxas. Biography. Limb Music Products, archiviert vom Original am 5. Dezember 2008; abgerufen am 14. Mai 2014 (englisch).
  2. a b Abraxas. Biography. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Rockdetector. Musicmight (Gary Sharp-Young), archiviert vom Original am 15. Mai 2014; abgerufen am 14. Mai 2014 (englisch).
  3. a b c d e f g h i Oliver Loffhagen: Abraxas. In: Matthias Mader, Otger Jeske, Arno Hofmann et al. (Hrsg.): Heavy Metal made in Germany. 1. Auflage. I.P. Verlag Jeske/Mader, Berlin 1998, ISBN 3-931624-08-0, S. 26–28.
  4. a b c Stefan Glas: Abraxas (D) – Tomorrow’s World. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Underground Empire. Archiviert vom Original am 15. Mai 2014; abgerufen am 14. Mai 2014.
  5. a b Frank Trojan: Abraxas. Tomorrow’s World. In: Rock Hard. Nr. 131, April 1998, S. 102.
  6. R.A.T.S. Metalnight Tübingen. (Nicht mehr online verfügbar.) rats-music.com, archiviert vom Original am 15. Mai 2014; abgerufen am 14. Mai 2014.
  7. Shylock: We are Legend. (Deutschland) „We are Legend“ CD. In: Metalglory. 24. Juni 2012, abgerufen am 14. Mai 2014.
  8. Steam – der Bass! Das ist Chris – Der Basser… steam-rock.com, abgerufen am 14. Mai 2014.
  9. Project X (D, Berlin [I]. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Underground Empire. 9. Januar 2011, archiviert vom Original am 15. Mai 2014; abgerufen am 14. Mai 2014.
  10. Stefan Glas: Abraxas. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Underground Empire. Archiviert vom Original am 15. Mai 2014; abgerufen am 14. Mai 2014 (aus Print-Ausgabe Nr. 7).
  11. Andreas Schöwe: Abraxas. Tomorrow’s World. In: Metal Hammer. Juni 1998, S. 77.