Abteilung Fremde Heere

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Die Abteilung Fremde Heere war eine im Großen Generalstab des deutschen Heeres im Ersten Weltkrieg eingerichtete Dienststelle zur Bewertung der Feindlage. Unter Tarnnamen wurde die Stelle nach 1918 weitergeführt. Sie war auch im Nationalsozialismus aktiv; im Jahr 1938 kam es zu zwei Generalstabsabteilungen, eine für Fremde Heere West und eine für Fremde Heere Ost. Der Leiter der letzteren, Reinhard Gehlen, arbeitete nach dem Zweiten Weltkrieg für die amerikanische Besatzungsmacht. Seine Organisation wurde die Keimzelle für den heutigen Bundesnachrichtendienst, den deutschen Auslandsgeheimdienst.

Die Stelle wertete im Ersten Weltkrieg in erster Linie Informationen aus, die durch Feindlageoffiziere an den Fronten und die Abteilung III b geliefert wurden. Sie ging im Mai 1917 aus der bisherigen „Nachrichtenabteilung“ hervor.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Abteilung formell aufgelöst (wie viele offiziell wegen der Bestimmungen des Versailler Vertrages aufgelöste Dienststellen), aber unter dem Tarnnamen „Heeresstatistische Abteilung“ als „Abteilung T 3“ des Truppenamtes der Reichswehr weiterbetrieben. Dieser Abteilung war bis 1928 die „Gruppe Abwehr“ angegliedert, die anschließend als eigenständige Abteilung direkt dem Reichswehrminister unterstellt wurde. Diese Umstellung wurde zur Trennung von Nachrichtenbeschaffung und -auswertung vorgenommen. 1931 erfolgte die offizielle Rückbenennung in Abteilung Fremde Heere.

1938 kam es zu internen Umstrukturierungen, die zur Aufteilung in zwei getrennte Abteilungen des Generalstabs, nämlich Fremde Heere West (3. Abteilung) und Fremde Heere Ost (12. Abteilung) führten. Beide Abteilungen standen zusammen mit der Attaché-Gruppe unter der Leitung des Oberquartiermeisters IV (O Qu IV) im Generalstab des Heeres. Die Abteilung Fremde Heere Ost wurde von 1942 bis April 1945 von Reinhard Gehlen geleitet, der zuletzt den Rang eines Generalmajors bekleidete.

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ergab sich Gehlen den Streitkräften der Vereinigten Staaten, trat in ihre Dienste und übernahm wenig später von den Besatzungsbehörden in der Amerikanischen Besatzungszone den Auftrag, einen Geheimdienst nach amerikanischen Vorbild mit deutschem Personal aufzubauen, welcher später nach ihrem Leiter Organisation Gehlen genannt wurde. In dieser Eigenschaft gewann Gehlen eine namhafte Zahl seiner früheren Mitarbeiter dafür, nunmehr für diesen neuen Dienst zu arbeiten. Durch Übernahme der nichtstaatlichen Organisation Gehlen in die bundesdeutsche Verwaltung entstand 1956 der Bundesnachrichtendienst.

Leiter der Abteilung Fremde Heere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leiter der Abteilung T 3/Fremde Heere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leiter der FHO[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leiter der FHW[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]