Abteilung Fremde Heere

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Die Abteilung Fremde Heere war eine im Großen Generalstab des deutschen Heeres im Ersten Weltkrieg eingerichtete Dienststelle zur Bewertung der Feindlage. Unter Tarnnamen wurde die Stelle nach 1918 weitergeführt. Sie bestand auch bei der Wehrmacht in der Zeit des Nationalsozialismus; 1938 wurden zwei Generalstabsabteilungen gebildet, eine für Fremde Heere West und eine für Fremde Heere Ost. Der Leiter der letzteren, Reinhard Gehlen, arbeitete nach dem Zweiten Weltkrieg für die US-amerikanische Besatzungsmacht. Seine Organisation Gehlen wurde die Keimzelle für den späteren Bundesnachrichtendienst, den deutschen Auslandsgeheimdienst.

Die Stelle wertete im Ersten Weltkrieg in erster Linie Informationen aus, die durch Feindlageoffiziere an den Fronten und die Abteilung III b geliefert wurden. Sie ging im Mai 1917 aus der bisherigen „Nachrichtenabteilung“ hervor.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Abteilung formell aufgelöst (wie auch andere Dienststellen, wegen der Bestimmungen des Versailler Vertrages), aber unter dem Tarnnamen „Heeresstatistische Abteilung“ als „Abteilung T 3“ des Truppenamtes der Reichswehr weiterbetrieben. Dieser Abteilung war bis 1928 die „Gruppe Abwehr“ angegliedert, die anschließend als eigenständige Abteilung direkt dem Reichswehrminister unterstellt wurde. Diese Umstellung wurde zur Trennung von Nachrichtenbeschaffung und -auswertung vorgenommen. 1931 erfolgte die offizielle Rückbenennung in Abteilung Fremde Heere.

1938 kam es zu internen Umstrukturierungen, die zur Aufteilung in zwei getrennte Abteilungen des Generalstabs, nämlich Fremde Heere West (3. Abteilung) und Fremde Heere Ost (12. Abteilung) führten. Beide Abteilungen standen zusammen mit der Attaché-Gruppe unter der Leitung des Oberquartiermeisters IV (O Qu IV) im Generalstab des Heeres. Die Abteilung Fremde Heere Ost wurde von 1942 bis April 1945 von Reinhard Gehlen geleitet, der zuletzt den Rang eines Generalmajors bekleidete.

Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stellte sich Gehlen der US-Armee, trat in ihre Dienste und übernahm wenig später von den Besatzungsbehörden in der Amerikanischen Besatzungszone den Auftrag, einen Geheimdienst nach amerikanischen Vorbild mit deutschem Personal aufzubauen. Er wurde später nach ihrem Leiter Organisation Gehlen genannt. In dieser Eigenschaft gewann Gehlen eine namhafte Zahl seiner früheren Mitarbeiter dafür, nunmehr für diesen neuen Dienst zu arbeiten. Durch Übernahme der nichtstaatlichen Organisation Gehlen in die bundesdeutsche Verwaltung entstand 1956 der Bundesnachrichtendienst.

Leiter der Abteilung Fremde Heere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leiter der Abteilung T 3/Fremde Heere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leiter der FHO[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leiter der FHW[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]