Abu Abbas

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Muhammad Zaidan (* 10. Dezember 1948 in Safed, Israel; † 8. März 2004 nahe Bagdad, Irak), besser bekannt unter seinem Kampfnamen (Kunya) Abu Abbas, war der Gründer und Führer der Palästinensischen Befreiungsfront (PLF). Er gilt als Drahtzieher der Entführung des italienischen Kreuzfahrtschiffes Achille Lauro am 7. Oktober 1985.

Zaidan trat 1968 der Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP–GC) unter der Führung von Ahmad Dschibril bei. 1977, im Zeichen wachsender Spannungen zwischen der PFLP-GC, der PLO und anderer Splittergruppen der Palästinenser, verließ er die PFLP, da er das syrische Eingreifen im Libanesischen Bürgerkrieg ablehnte, und gründete die PLF. Diese spaltete sich später temporär in drei eigene Gruppen. Zaidans Flügel der PLF verlagerte sein Hauptquartier nach Tunesien.

Italien verurteilte Zaidan in Abwesenheit zu einer lebenslangen Haft.

Am 15. April 2003 wurde Zaidan von US-Spezialtruppen in Bagdad festgenommen, wo er jahrelang unter dem Schutz des gestürzten Machthabers Saddam Hussein lebte.[1] Er starb am 8. März 2004 im US-Militärgewahrsam nahe Bagdad an den Folgen einer Herzkrankheit.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amerikaner verhaften Terroristenchef Abu Abbas . In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. April 2003. Abgerufen am 11. November 2015.
  2. Abu Abbas. In: Encyclopædia Britannica Online, abgerufen am 11. November 2015.