Abzugsgewicht

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Das Abzugsgewicht (auch Abzugswiderstand[1]) ist ein Maß für die Kraft, die ein Schütze am Abzug aufwenden muss, um eine Schusswaffe abzufeuern. Je geringer das Abzugsgewicht umso besser ist die Präzision beim Schießen. Sie wird in den Regelwerken als Masse in Gramm angegeben.

Bei den meisten Sportwaffen lässt sich das Abzugsgewicht in gewissen Bereichen einstellen. Besondere Beachtung findet das Abzugsgewicht bei Kurzwaffen.

Typische Abzugsgewichte in den Pistolendisziplinen im Schießsport (nach DSB Sportordnung) sind:

  • 30 g für eine Freie Pistole (entspricht 0,2943 N)
  • 500 g für eine Luftpistole (4,905 N)
  • 1000 g für eine Olympische Schnellfeuerpistole (9,81 N; das minimale Abzugsgewicht war bis Ende 2004 nicht reglementiert und lag bis dahin bei etwa 50 g/0,4905 N)
  • 1000–1400 g für eine Sportpistole (9,81–13,734 N) das minimale Abzugsgewicht betrug bis vor ein paar Jahren in den Männerdisziplinen 1360 g – seither liegt das Gewicht wie in den Frauendisziplinen bei 1000 g)
  • 1000–1400 g für eine Standardpistole
  • 1000–1400 g für eine Zentralfeuerpistole (das minimale Abzugsgewicht betrug bis 2004 1360 g, aktuell[1] 1000 g)
  • 1000–1500 g für Großkaliberpistole und -revolver

Typische Werte für Gebrauchspistolen liegen im Bereich von ca. 2500 bis 3500 g. Diese hohen Werte erhöhen die Sicherheit beim rauen Umgang mit der Waffe.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b 8.9 Festlegungstabelle Pistole (Internationaler Schieß-Sportverband, Offizielle Statuten) (PDF; 15,0 MB)