Acățari

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Acățari
Aschdorf
Ákosfalva
Wappen von Acățari
Acățari (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Koordinaten: 46° 29′ N, 24° 38′ OKoordinaten: 46° 28′ 47″ N, 24° 37′ 58″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 322 m
Fläche: 74,09 km²
Einwohner: 4.738 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km²
Postleitzahl: 547005
Telefonvorwahl: (+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen: MS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Acățari, Corbești, Găiești, Gruișor, Murgești, Roteni, Stejeriș, Suveica, Vălenii
Bürgermeister: Csaba Osváth (UDMR)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 100
loc. Acățari, jud. Mureș, RO–547005
Website:

Acățari [acəˈtzarʲ] (veraltet Acoșfalău; deutsch Aschdorf oder auch Achsdorf, ungarisch Ákosfalva)[2] ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Acățari im Kreis Mureș

Die Gemeinde Acățari liegt nördlich des Kokeltals (Podișul Târnavelor) im südlichen Teil des Kreises Mureș. Am Niraj, ein linker Nebenfluss des Mureș (Mieresch) und der Nationalstraße Drum național 13 – Teil der Europastraße 60 – befindet sich der Ort Acățari zehn Kilometer südöstlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.

Das Gebiet der Gemeinde wird auf etwa 22 Kilometer von dem Vețca-Kanal durchquert.[3]

Bis etwa 2010 verkehrte auf dem Areal der Gemeinde eine Schmalspurbahn der ursprünglichen Schmalspurstrecke von Cristești nach Sovata (Szováta).[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Acățari wurde erstmals 1497 als ein Szeklerort urkundlich erwähnt.[5] Auf eine Besiedlung des Gemeindeareals ab etwa dem 13. Jahrhundert deuten Nekropolen um die Dorfkirche des eingemeindeten Dorfes Vălenii (ungarisch Székelyvaja).

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Maros alsó („Unter-Maros“) in der Gespanschaft Maros-Torda, anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 5.026 647 4.080 - 299
1900 5.503 98 5.239 57 109
1941 6.295 25 6.121 5 144
2002 4.781 75 4.424 1 281
2011 4.738 91 4.067 2 578 (Roma 483)

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Magyaren 1941 registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Rumänen (793) wurde 1920, die der Roma 2011 und die der Rumäniendeutschen 1900 ermittelt.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zwischen den eingemeindeten Dörfern Murgești (ungarisch Nyárádszentbenedek) und Roteni (ungarisch Harasztkerék) befindet sich ein Römerweg und steht unter Denkmalschutz.[7]
  • Im eingemeindeten Szeklerdorf Vălenii (veraltet Oaia) die reformierte Kirche im 13. Jahrhundert errichtet und im 19. erneuert, und die Holzkirche Sfântul Nicolae 1696 errichtet, stehen unter Denkmalschutz.[7]
  • Im eingemeindeten Szeklerdorf Murgești die reformierte Kirche.
  • Im eingemeindeten Szeklerdorf Roteni die neue reformierte Kirche[8] – an der Stelle eine ältere bis 1794 stand – 1838 errichtet,[5] und die orthodoxe Kirche.[9]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Acățari pflegt Gemeindepartnerschaften mit: [10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Acățari – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Arcanum Kézikönyvtár: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium. Abgerufen am 3. Februar 2018 (ungarisch).
  3. Investitionsziele der Hydrotechnischen Anlagen des Einzugsgebiet von Niraj im Kreis Mureș. (PDF; 303 kB) Abgerufen am 11. Februar 2018 (rumänisch).
  4. Trecerile la nivel cu soseaua E60 din Ungheni si Acatari au fost desfiintate bei transira.ro, abgerufen am 12. Februar 2018 (rumänisch)
  5. a b Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  6. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch)
  7. a b Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch)
  8. Angaben zur reformierte Kirche in Roteni bei biserici.org, abgerufen am 12. Februar 2018 (rumänisch)
  9. Angaben zur orthodoxen Kirche in Roteni bei biserici.org, abgerufen am 12. Februar 2018 (rumänisch)
  10. Localități infrățite. Gemeinde Acățari, abgerufen am 11. Februar 2018.