Access Music Electronics

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Access Music Electronics

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Rechtsform GmbH
Gründung 1997
Sitz Recklinghausen
Leitung

Christoph Kemper, T. Matuschowski

Branche Elektronische Musikinstrumente
Website www.virus.info
Stand: 30. Juni 2018

Die Firma Access Music Electronics GmbH ist ein deutscher Hersteller von Synthesizern mit Sitz in Recklinghausen. Der internationale Vertrieb wird durch die Kemper GmbH abgewickelt.

Die Access-Virus-Serie ist die bis heute bekannteste Produktreihe der Firma. Frühere Produkte waren Programmiergeräte für diverse andere Synthesizer, zum Beispiel von Oberheim. Die Synthesizer werden als Hardware sowie als Portierung für diverse DSP-Plattformen (TC Powercore, Protools TDM) angeboten. Große Verbreitung erfuhr der Virus-Synthesizer vor allem in Dance-, House- und Techno-Produktionen.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Access Virus B

Christoph Kemper (* 1969) war Mitte der 1980er Jahre Keyboarder diverser lokaler Bands rund um Recklinghausen und spielte regelmäßig mit Musikern wie Christian Jendreiko und Stefan Werni zusammen.[1] Nach seinem Abitur am Gymnasium Petrinum im Jahr 1988 begann er ein Studium der Elektrotechnik an der Ruhr-Universität Bochum; für den Fall, dass er es als Musiker nicht „schaffen“ sollte, schwebte ihm eine Arbeit als Tontechniker im Musikgeschäft vor. Während dieser Zeit entwickelte und baute er seine ersten virtuell analogen Synthesizer.[2] Um sein Instrument erfolgreich zu vertreiben, tat er sich mit Guido Kirsch, dem Geschäftsführer der damals schon bestehenden Access Midi Tools zusammen.[3]

Begonnen wurde 1997 mit dem Access Virus Serie A, der noch im gleichen Jahr auf der Frankfurter Musikmesse vorgestellt wurde. Ein Jahr später präsentierte Access den Virus A auf der NAMM Show in Los Angeles. Im ersten Jahr wurden 300 Synthesizer verkauft, im Jahr 2003 waren es bereits 4200 verkaufte Einheiten. Access profitierte von dem Höhepunkt von Dance-, Techno- und House-Musik Ende der 1990er.

Die Virus-Serie ist mittlerweile weltbekannt und findet in zahlreichen Produktionen Verwendung. Kemper ist aktuell (2018) noch immer Geschäftsführer und zeichnet inzwischen auch für den Vertrieb verantwortlich.

Bekannte Benutzer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Nutzer der Virus-Synthesizer sind u. a. Madonna, Céline Dion, Depeche Mode, Deftones, Dr. Dre, Limp Bizkit, Lou Reed, Nine Inch Nails, No Doubt, Steve Porcaro (Toto), Stevie Wonder, Craig David, Daniel Bedingfield, Dido, Faithless, Fatboy Slim, Massive Attack, Pet Shop Boys, Phats & Small, Radiohead, The Sisters of Mercy, Gary Numan, Sugababes, Sophie Ellis-Bextor, The Prodigy, Hans Zimmer, Die Ärzte, Die Fantastischen Vier, Helmut Zerlett, Paul van Dyk, Scooter, Xavier Naidoo, Jean Michel Jarre.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Virus A
  • Virus B
  • Virus C
  • Virus Classic
  • Virus Indigo
  • Virus Indigo 2
  • Virus KB
  • Virus KC
  • Virus Powercore (für TC Powercore)
  • Virus Rack XL
  • Virus Rack Classic
  • Virus TDM (für Protools TDM)
  • Virus Ti Desktop
  • Virus Ti Keyboard
  • Virus Ti Polar / Virus DarkStar (limitierte Auflage in anthrazit mit roten LED)
  • Virus TI Snow

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gespräch mit Christian Jendreiko auf michaelundalbert.de
  2. Christoph Kemper über die Geschichte von Access Music Electronics auf namm.org, 8. April 2011 (engl.)
  3. Interview mit Christoph Kemper zur Firmengründung auf amazona.de, 8. Juni 2013