Achel

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Trappistenabtei St. Benedictus Achel

Achel ist eine Trappistenabtei (St. Benedictus-Abdij; dt. Abtei Sankt Benedikt; lat. Abbatia B. M. de Sancto Benedicto) in Achel (Provinz Limburg), in der das gleichnamige belgische Trappistenbier gebraut wird.

Kloster- und Brauereigeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde Achel 1648, als niederländische Mönche eine Kapelle in Achel errichteten. 1686 wurde die Kapelle zu einer Eremitage erweitert, allerdings wurde diese in den Jahren der Französischen Revolution zerstört.

Erst 1844 wurde das Kloster von Trappisten-Mönchen aus der Abtei Westmalle am Ort der 1794 aufgehobenen Einsiedelei wieder aufgebaut und 1846 eröffnet sowie die Landwirtschaft wieder aufgenommen.

Am 12. Juli 1850 erteilt König Leopold I. dem Kloster die Genehmigung, Bier zum Eigenbedarf zu brauen. Zwei Jahre später wurde das erste Bier, Patersvaatje, gebraut.

1871 wurde das Kloster zur Abtei erhoben und das Bierbrauen wurde zu einer regelmäßigen Aktivität. In der Folge gingen von der Abtei Achel etliche Klostergründungen aus: 1883 die niederländischen Abteien Echt und Diepenveen, in Belgien 1887 die Abtei Rochefort, im 20 Jh. die Frauenabtei Notre Dame de Klaarland in Bochholt und in Zaïre 1958 das Kloster Kalahari in Kasanza.

Flasche und Glas Achel

1914 mussten die Mönche des Klosters vor der deutschen Besatzung im Ersten Weltkrieg flüchten. Die Besatzer zerstörten die Brauerei 1917, um circa 700 kg Kupfer zu erbeuten. In den Jahren 1945 bis 1949 wurde eine neue Abteikirche errichtet, aber erst 1998 wurde beschlossen, die Brauerei wieder zu errichten. Dies geschah mit Hilfe von Trappisten aus Westmalle und Rochefort.

Biersorten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brauerei stellt derzeit zwei Fassbiere her (Hell 5 %, Dunkel 5 %), sowie seit 2001 drei Flaschenbiere (Tripel 8 %, Dunkel 8 %, Dunkel Extra 9,5 %). Die Abfüllung wird in der Brauerei BIOS-Van Steenberge, in Ertvelde durchgeführt.

Der Jahresausstoß beträgt ca. 4.500 hl, somit ist Achel die kleinste der aktiven Trappistenbrauereien. Der Verkaufserlös kommt dem Kloster und karitativen Einrichtungen zugute.

Neben Achel dürfen in Belgien nur fünf weitere Trappistenbiere das gesetzlich geschützte Label Authentic Trappist Product tragen: Westvleteren, Chimay, Orval, Rochefort und Westmalle; sowie La Trappe in den Niederlanden und seit 2012 Stift Engelszell in Österreich.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Suso Frank: Artikel Achel, in: LThK, 3. Aufl., Bd. 1, Sp. 112.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]