Achinoam Nini

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Achinoam Nini auf der 21. UNESCO Charity Gala in Düsseldorf (2012)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[1]
There Must Be Another Way (& Mira Awad)
  CH 93 31.05.2009 (1 Wo.)

Achinoam Nini (hebräisch אחינועם ניני‎; * 23. Juni 1969 in Tel Aviv) ist eine israelische Sängerin und Liedermacherin. Außerhalb Israels ist sie auch unter ihrem Kurznamen Noa (hebräisch: נועה) bekannt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Israel als Kind jemenitischer Juden geboren, lebte sie zwischen ihrem zweiten und 17. Lebensjahr in der New Yorker Bronx. Sie kehrte nach Israel zurück, um dort den auch für Frauen obligatorischen zweijährigen Militärdienst abzuleisten. Danach begann sie ein Studium an der Rimon School, einer Musikhochschule für Jazz und zeitgenössische Musik in Ramat haScharon, wo sie den Gitarristen Gil Dor, ihren langjährigen musikalischen Partner, kennenlernte. Alle bisher erschienenen Alben hat sie mit Gil Dor gemeinsam produziert oder komponiert.

Die Musik-Stile dieses Erfolgs-Duos umfassen Pop, Rock, Blues, R&B, Country, Country Western, Folk, Yemenite & Italian folk. Noa hat eine große Anzahl Lieder eingespielt, darunter solche in Italienisch, Französisch, Spanisch, Englisch, Arabisch, Hebräisch, in Thai, Hindi, im jemenitisch-jüdischen Dialekt, auch jüdische und christliche Gebetstexte, ggf. übersetzt in Hebräisch oder Englisch.

Sie hatte gemeinsame Auftritte oder Einspielungen mit (u. a.) Sting, Stevie Wonder, Carlos Santana, Sheryl Crow, George Benson, Johnny Clegg, Zucchero, Peter Maffay, Pino Daniele, Rita Marcotulli, Rita Kleinstein, Massimo Ranieri, Carlo Fava, Florent Pagny, Jean-Jacques Goldman, Khaled, Amine, Lokua Kanza, Jorge Drexler, Joan Manuel Serrat, mit Meir Banai, Miguel Bosé, Donovan, Maurane, Éric Serra, Pascal Obispo, Patrick Bruel, Mike Mainieri, Chava Alberstein, Gil Dor, Gil Ofarim, Nini Band, Solis String Quartet, Al Di Meola oder Bustan Abraham.

Noa vertrat im Jahr 2009 ihr Heimatland Israel beim Eurovision Song Contest in Moskau. Sie trat im Duett mit der palästinensischen Christin Mira Awad auf und interpretierte das Lied There Must Be Another Way zum Thema Friedensprozess im Nahen Osten. Im ESC-Finale erzielten Noa und Mira Awad den 16. Platz.

Achinoam Nini beim Bardentreffen 2014
Achinoam Nini mit Gil Dor beim Bardentreffen 2014

Sie ist mit Asher Barak, einem Kinderarzt, verheiratet und hat drei Kinder, Ayehli, Enea und Yum.

Politisches und gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Achinoam Nini setzt sich immer wieder für Frieden und Ausgleich zwischen Juden und Palästinensern ein. So stand sie auch mit Jitzchak Rabin kurz vor dessen Ermordung durch einen israelischen Extremisten auf der Bühne einer Friedenskundgebung in Tel Aviv (4. November 1995). Darüber hinaus gehört sie dem 24-köpfigen Direktorium des New Israel Fund (NIF) an – eines internationalen Fonds, der sich über die Förderung zahlreicher zivilgesellschaftlicher Projekte für Gleichheit und Demokratie in Israel einsetzt.[2] Sie fördert den NIF auch durch ihre künstlerische Arbeit, so beispielsweise im Februar 2017 in Zürich mit einem als PR- und Benefizkonzert abgehaltenen Konzert.[3][4]

Weiterhin ist sie in mehreren Gremien von Einzelprojekten aktiv, die sich für ein friedliches Miteinander von Juden und Palästinensern einsetzen, darunter den Beiräten des Kunstmuseums von Umm al-Fahm,[5] des Arava Institute for Environmental Studies[6] und des in Nazareth gegründeten internationalen Musikprojekts Polyphony Foundation.[7] Sie engagiert sich für die palästinensisch-jüdischen Jugendprojekte Bridge over the Wadi und Kids Creating Peace (in Neve Shalom),[5] sowie die Begegnungsprojekte Combatants for Peace und Parents’ Circle, unter anderem bei der von diesen jährlich zum israelischen Opfergedenktag organisierten alternativen Gedenkveranstaltung.[8] Nini unterstützt weiterhin öffentlich die israelischen Organisationen Schalom Achschaw, Arik Institute for Reconciliation, Tolerance and Peace und Rabbis for Human Rights, die israelisch-palästinensischen Organisationen Genfer Initiative und Ta’ayush sowie weitere zivilgesellschaftliche Initiativen und Institutionen.[9]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Achinoam Nini and Gil Dor Live (Juli 1991)
  • Achinoam Nini and Gil Dor (September 1993)
  • Noa (März 1994)
  • Calling (Mai 1996)
  • Achinoam Nini (April 1997)
  • Achinoam Nini & the Israel Philharmonic Orchestra (April 1998)
  • Blue Touches Blue (März 2000)
  • First Collection (März 2001)
  • Now (September 2002)
  • Noa Gold (Oktober 2003)
  • Noa Live (Oktober 2005)
  • Live In Israel (International) (April 2006)
  • Genes & Jeans (März 2008)
  • Noa & Mira Awad - There Must Be Another Way (Mai 2009)
  • Noapolis - Noa Sings Napoli (Mai 2012)
  • Love Medicine (2015)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Achinoam Nini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Charts CH
  2. People, auf der Webseite des New Israel Fund, abgerufen am 18. Dezember 2017 (englisch)
  3. Ein grossartiges NOA Konzert!, Webseite des NIF Schweiz, abgerufen am 18. Dezember 2017
  4. Erfahrungsbericht Noa Konzert, NIF Schweiz, abgerufen am 18. Dezember 2017
  5. a b Singing for Peace/The Human Connection, offizielle Webseite von Achinoam Nini, abgerufen am 18. Dezember 2017 (englisch)
  6. Israeli Public Council, Webseite des Arava Institute, abgerufen am 18. Dezember 2017 (englisch)
  7. Our People, Webseite der Polyphony Foundation, abgerufen am 18. Dezember 2017 (englisch)
  8. Israeli Icon Noa Shares The Truth Behind Israel’s Alternative Memorial Day, in: Forward vom 19. Mai 2017, abgerufen am 18. Dezember 2017 (englisch)
  9. Noa supports, offizielle Webseite von Achinoam Nini, abgerufen am 18. Dezember 2017 (englisch)