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Acht (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Film
Titel Acht
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 90 Minuten
Produktions­unternehmen Film AG
Stab
Regie Marie Kreutzer
Drehbuch Marie Kreutzer
Produktion Alexander Glehr,
Johanna Scherz
Musik Mira Lu Kovacs
Kamera Leena Koppe
Schnitt Ulrike Kofler
Besetzung

Acht ist ein österreichischer Fernsehfilm aus der Landkrimi-Filmreihe aus dem Jahr 2025 von Marie Kreutzer mit Regina Fritsch und Thomas Prenn als Ermittler-Duo. Nach Die Frau mit einem Schuh (2014), Vier (2021) und Der Schutzengel (2022) ist dies der vierte Landkrimi aus Niederösterreich. Der Film ist eine Fortsetzung von Vier.[1][2]

Im niederösterreichischen Langenlois wird Radiologe Dr. Harald Wolf vor seinem Haus durch einen Schuss in die Brust getötet. Das Opfer war mit Sandra Wolf verheiratet und Vater von Heinrich Wolf. Chefinspektorin Marion Geyer vom Landeskriminalamt Niederösterreich übernimmt gemeinsam mit dem örtlich zuständigen Polizisten Patrick Brandl die Ermittlungen, unterstützt von Bezirksinspektorin Elvira Zoric. Brandl hatte das Opfer von den Langenloiser Schützen gekannt.

Auf dem Oberarm des Toten findet sich eine Acht tätowiert. Die Tatwaffe, eine Luger P08 S/42, war eine in den 1930er-Jahren in kleiner Stückzahl hergestellte Pistole aus der Waffensammlung des Opfers und wurde acht Wochen zuvor als gestohlen gemeldet. Tischlermeister Otto Wolf, der Vater des Opfers, lebt in Altenburg und betrachtete seinen Sohn als Weichling.

Vorsitzender des Schützenvereines ist Heinz Rettenbacher, laut ihm war Harald für eine Lockerung des Waffengesetzes. Außerdem soll Dr. Wolf während der COVID-19-Pandemie in Österreich gefälschte Impfzertifikate ausgestellt haben. In Internetvideos der Infinity Freedom Community präsentierte er sich als frei denkender Systemkritiker. Symbol der Community war das Unendlichzeichen, unter seinen Followern waren mehrere den Behörden bekannte Personen, die sich bei den Identitären oder beim Staatenbund engagieren. Harald Wolf war selbst im Staatenbund engagiert. Deren Präsidentin Birgit Hofer wurde wegen Hochverrats zur Haft verurteilt.

Laut eines Nachbarn wurde einige Zeit vor der Tat ein Fahrzeug mit tschechischem Kennzeichen in der Nähe des Hauses gesehen. Sandra Wolf äußert das Gefühl, seit einziger Zeit beobachtet zu werden, ihr Mann hielt sie für paranoid. Sandra hat ebenfalls einen Online-Auftritt und sich mit Nummerologie beschäftigt. Laut Sandras Nachbarin und Freundin Lissy gibt es Personen, die meinen, dass Harry Affären hatte und der Täter ein eifersüchtiger Ehemann war. Lissy selbst glaubt das allerdings nicht, laut ihr hatte Harry Sandra vergöttert und war selbst eifersüchtig.

Von Bezirksinspektorin Zoric erfährt Geyer, dass Brandl zuvor eine Grundausbildung der Militärpolizei absolviert hatte. Dabei wurden zwei Kollegen nach der Vergewaltigung einer Kollegin suspendiert. Brandl wollte dem Opfer helfen und wurde zusammengeschlagen. Das Opfer ist am Tag nach der Vergewaltigung gestorben. Marion Geyer ersucht ihren Mann Jörg um Recherchen.

Brandl findet heraus, dass Sandra Wolf vor 17 Jahren vorbestraft für Diebstahl und Raub war. Sie war damals heroinabhängig. Bei der Sinnsuche hatte sie ihren späteren Ehemann auf einem Seminar kennengelernt. Nachdem Chefinspektorin Geyer Brandl als "Hausübung" drei Mordtheorien aufträgt, präsentiert der am nächsten Tag Otto Wolf und Sandra Wolf als mögliche Täter sowie Birgit Hofer als mögliche Auftragsmörderin und erntet dafür als Benotung ein "1+".

Geyer vermutet, dass Sandra Wolf von ihrem Mann misshandelt und unterdrückt wurde und sie ihn deshalb umgebracht hat, allerdings fehlen ihr dafür die Beweise. Sandra gibt an, dass ihr Mann sie irgendwann erschlagen hätte. Danach wäre er ins Gefängnis oder hätte sich erschossen, Heinrich wäre dann ohne Eltern gewesen. Brandl nimmt an, dass Sandra jemanden im Darknet für einen Auftragsmord an ihrem Mann engagiert hat. In einem Weingarten kommt es zu einem impliziten Geständnis Sandras, doch Marion Geyer will die Sache mangels Beweisen offenbar nicht weiter verfolgen und macht das später auch Brandl, der den Sachverhalt ebenfalls durchblickt, gegenüber deutlich.

Die Dreharbeiten fanden ab dem 22. Februar 2024 in Niederösterreich und Wien statt.[3] Drehorte waren unter anderem Langenlois und Tulbing.[1][4]

Produziert wurde der Film von der Film AG Produktions GmbH, als Produzenten fungierten Alexander Glehr und Johanna Scherz. Beteiligt waren der Österreichische Rundfunk und das ZDF. Unterstützt wurde die Produktion von FISA+, Film in Austria, dem Fernsehfonds Austria und dem Land Niederösterreich.[1][2]

Die Kamera führte Leena Koppe, die Montage verantwortete Ulrike Kofler, die Musik schrieb Mira Lu Kovacs. Für das Kostümbild zeichnete Monika Buttinger verantwortlich, für das Szenenbild Martin Reiter, für Ton und Sound-Design Claus Benischke-Lang und Veronika Hlawatsch, für das Maskenbild Martha Ruess und Helene Lang und für das Casting Rita Waszilovics.[2][3]

Für Regisseurin und Drehbuchautorin Marie Kreutzer war dies nach Vier der zweite ORF-Landkrimi.[1][2]

Veröffentlichung

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Premiere war am 28. März 2025 am Filmfestival Diagonale in Graz.[2][5][6] Auf ORF ON wurde der Film am 22. September 2025 veröffentlicht, die Erstausstrahlung auf ORF 1 war am 23. September 2025.[7]

Die Erstausstrahlung auf ORF 1 am 23. September 2025 verfolgten bis zu 668.000 Zuseher, durchschnittlich waren 651.000 Personen dabei bei einem Marktanteil von 26 Prozent.[8]

Einzelnachweise

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  1. a b c d Regina Fritsch nimmt erstmals mit Thomas Prenn Landkrimi-Ermittlungen auf. In: ots.at. 2. März 2024, abgerufen am 3. März 2024.
  2. a b c d e Acht. In: diagonale.at. Abgerufen am 14. März 2025.
  3. a b Acht bei crew united, abgerufen am 14. März 2025.
  4. Franz Aschauer: Schauspieler-Größen für Dreh in Langenlois. In: noen.at. 7. März 2024, abgerufen am 14. März 2025.
  5. Diagonale-Premiere für ORF-Landkrimi „Acht“. In: ots.at. 29. März 2025, abgerufen am 29. März 2025.
  6. Der ORF auf der Diagonale 2025. In: ORF.at. Abgerufen am 14. März 2025.
  7. Acht. In: wunschliste.de. Abgerufen am 30. August 2025.
  8. Bis zu 668.000 sahen ORF-Premiere des Landkrimis „Acht“ mit Regina Fritsch, Thoma Prenn und Verena Altenberger in ORF 1. In: ORF.at. 24. September 2025, abgerufen am 24. September 2025.