Achtelsbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Achtelsbach
Achtelsbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Achtelsbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 38′ N, 7° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Birkenfeld
Verbandsgemeinde: Birkenfeld
Höhe: 403 m ü. NHN
Fläche: 9,7 km2
Einwohner: 428 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55767
Vorwahl: 06782
Kfz-Kennzeichen: BIR
Gemeindeschlüssel: 07 1 34 002
Adresse der Verbandsverwaltung: Schneewiesenstraße 21
55765 Birkenfeld
Webpräsenz: www.gemeinde-achtelsbach.de
Ortsbürgermeister: Albert Wild
Lage der Ortsgemeinde Achtelsbach im Landkreis Birkenfeld
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Über dieses Bild

Achtelsbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Birkenfeld an und liegt etwa 6 km westlich der gleichnamigen Kreisstadt. Idar-Oberstein liegt 22 km nordöstlich, St. Wendel rund 25 km südlich von Achtelsbach.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt am Traunbach, am Fuße des Schwarzwälder Hochwalds. Südlich und nördlich des Ortes liegen bewaldete Berge von 525 bzw. 500 m über NN. Unmittelbar westlich des Ortes verläuft die Landesgrenze zum Saarland. Achtelsbachs Nachbarorte sind Brücken, Traunen, Meckenbach sowie der saarländische Ort Eisen (Gemeinde Nohfelden, Landkreis St. Wendel).

Zu Achtelsbach gehört auch der Wohnplatz Forsthaus Neuhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Achtelsbach wurde erstmals 1256 als Achtelsbach erwähnt. Bereits in den folgenden Jahrzehnten erlangte es eine Zentrumsfunktion für die umliegenden Orte und wurde 1315 Sitz einer Pflege, die neben Achtelsbach auch die Nachbardörfer Dambach, Meckenbach und Trauen verwaltete.[3] Diese Pflege stand als Afterlehen von Trier zunächst unter der Herrschaft der Vögten von Hunolstein. 1480 wurde dieses Herrschaftsverhältnis beendet, als der Herzog von Zweibrücken einen eigenen Schultheißen nach Achtelsbach entsendete. Das Territorium der Pflege Achtelsbach wurde erst um den Ort Ellweiler und ab Ende des 18. Jahrhunderts um die Orte Eisen und Eckelhausen erweitert. Im Zuge der Übernahme des Linken Rheinufers durch französische Truppen nach der dortigen Revolution wurde Achtelsbach Hauptort einer Mairie im Kanton Birkenfeld, die nach 1817 als oldenburgische Bürgermeisterei bis 1876 bestand hatte.

Das Kirchspiel Achtelsbach war ursprünglich deckungsgleich mit der Pflege, bis die Orte Brücken und Abentheuer dazukamen. Es verlor nach der Reformation an Einfluss und wurde an Birkenfeld und Sötern abgetreten. Seit 1334 ist ein Pfarrer in der Achtelsbacher St. Ulrich geweihten Kirche belegt, deren Ursprünge jedoch älter sind. Diese, seit dem 16. Jahrhundert evangelische Kirche mit dem ortsbildprägenden Kirchturm ist heute das markanteste Bauwerk der Ortschaft. 1922 wurde in Wickenrodt für die dortige Kirche eine mit 1466 datierte Glocke aus Achtelsbach erworben. Am 9. Januar 2010 wurden der Glockenturm und die gesamte Kirche bei einem Brand schwer beschädigt.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Achtelsbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5][1]

Jahr Einwohner
1815 269
1835 309
1871 307
1905 393
1939 391
1950 406
Jahr Einwohner
1961 420
1970 456
1987 436
1997 499
2005 489
2015 428

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Achtelsbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In geteiltem Schild oben in Silber eine rote, sechsblättrige Rose mit goldenen Butzen, unten ein wachsender, rotgekrönter, -bewehrter und -gezungter goldener Löwe in Schwarz.“ Es wurde 1965 vom rheinland-pfälzischen Innenministerium genehmigt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Achtelsbach hat keinen Eisenbahnanschluss. Der nächste Bahnhof liegt sieben Kilometer südöstlich in Neubrücke an der Nahetalbahn. Es bestehen Straßenverbindungen nach Birkenfeld, ins saarländische Nonnweiler und nach Hermeskeil jenseits des Hochwaldes. Die A 62 (KaiserslauternTrier) verläuft rund fünf Kilometer südlich an Achtelsbach vorbei, Anschlussstellen befinden sich in Neubrücke und Nohfelden-Türkismühle. Die Bundesstraßen 41 und 269 verlaufen von Birkenfeld nach Neubrücke wenige Kilometer östlich von Achtelsbach.

Landheim Achtelsbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das frühere Pfadfinderlandheim des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Idar-Oberstein wurde im Mai 2011 von der Gemeinde Achtelsbach übernommen. Das Landheim Achtelsbach wird weiterhin als Jugend- und Freizeitzentrum angeboten und an Selbstversorger vermietet.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Lueg (1914–1984), deutscher Elektrotechniker und Hochschullehrer

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Achtelsbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 18 (PDF; 2,3 MB)
  3. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Die Karte von 1789 (2. Band), Bonn 1898. S. 404
  4. www.allgemeine-zeitung.de. Abgerufen am 9. Januar 2010.
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen