Act of War: Direct Action

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Act of War: Direct Action
AoWDA logo.png
Studio Eugen Systems
Publisher Atari SA
Erstveröffent-
lichung
17. März 2005
Plattform PC, Windows 98, Windows 2000, Windows ME, Windows XP
Genre Echtzeit-Strategiespiel
Spielmodus Einzelspieler und Mehrspieler
Steuerung Maus und Tastatur
Systemvor-
aussetzungen
1500 MHz, 512 MB RAM
Medium CD-ROM, Download
Sprache Diverse, u. a. Deutsch
Aktuelle Version 1.06
Kopierschutz CD-Key, SecuROM
Altersfreigabe
USK ab 16 freigegeben
PEGI ab 16+ Jahren empfohlen

Act of War: Direct Action ist ein Computerspiel, das Mitte März 2005 erschienen ist. Es wird zum Genre der Echtzeit-Strategiespiele gezählt. Der Entwickler dieses Spiels ist Eugen Systems.

Kontext[Bearbeiten]

Die Geschichte von Act of War spielt um das Jahr 2010 und stammt aus der Feder des amerikanischen Bestsellerautors Dale Brown. Da in dieser Zeit die Benzinpreise gestiegen sind, verdienen die Rohöllieferanten Milliarden. Mit einem Teil ihres Geldes beauftragen sie eine international operierende Terrororganisation damit, diverse Anschläge in aller Welt zu verüben. So wollen sie die Weltwirtschaft zusammenbrechen lassen und den Spritpreis weiter in die Höhe treiben. Der amerikanische Geheimdienst erfährt jedoch von den Plänen der Terroristen.

In der 35 Missionen umfassenden Kampagne übernimmt man als Spieler die Rolle von Major Jason Richter und bekämpft an zahlreichen Schauplätzen in aller Welt den Terror mit der Task Force Talon.

Spielmechanik[Bearbeiten]

Act of War setzt auch, aber nicht ausschließlich auf den im Strategie-Genre üblichen Basenaufbau. Um eine Einheit zu produzieren, muss man das entsprechende Produktionsgebäude errichten. Das Spiel enthält ca. 60 reale und futuristische Kampfeinheiten, die alle spezifische Schwächen und Stärken aufweisen (Beispiel: wenn sich Infanteristen auf Hausdächern oder in Wäldern verschanzen, erhöht sich deren Feuerkraft). Nach jeder Auseinandersetzung mit dem Gegner gewinnen die eigenen Einheiten an Erfahrung. Dadurch werden sie allmählich stärker. Um Einheiten produzieren zu können, benötigt der Spieler Geld. Dieses erhält der Spieler durch das Abbauen von Öl, das Besetzen von Banken oder durch das Gefangennehmen von feindlichen Kämpfern.

Act of War lässt den Spieler neben klassischen Missionen auch spezielle Missionen spielen, bei denen er nur auf eine kleine Eingreiftruppe zurückgreifen kann, um die Lage schnellstmöglich unter Kontrolle zu bringen. Die Missionen bestehen aus Haupt- und Nebenzielen. Wenn Bonus-Ziele, etwa die Befreiung verschleppter Polizisten, erfolgreich absolviert werden, so wird der Spieler mit zusätzlichen Einheiten belohnt. In Act of War lässt sich jedes Gebäude komplett zerstören, um so dem Feind die Deckung zu nehmen. Das Spiel ist verloren, wenn der Held Ray Jefferson im Kampf fällt. Der Spielstand lässt sich zu jedem Zeitpunkt speichern.

Die Steuerung mit Maus und Tastatur lässt sich den Vorlieben des Spielers anpassen.

Act of War enthält sowohl einen Einzelspielermodus als auch einen Mehrspieler-Onlinemodus. Im Mehrspielermodus kann der Spieler sich für die US-Army mit der Task Force "Talon" oder für das so genannte Konsortium entscheiden. Mit den Amerikanern hat der Spieler Zugriff auf Spezialeinheiten und kann eine Luftwaffe ausbilden. Die "Task Force Talon" als Anti-Terror-Einheit ist geeignet für den Häuserkampf und besitzt experimentelle High-Tech-Waffen, dafür hat sie - bis auf die Drohnen-Technologie - keine schwere Kavallerie (Panzer). Das Konsortium (der Bund der Terroristen) ist dagegen in quantitativer Überzahl und besitzt Einheiten russischen Ursprungs.

Technik[Bearbeiten]

Die Game-Engine ist frei drehbar und der Spieler kann stufenlos ins Geschehen hineinzoomen. Die Animationen der verschiedenen Einheiten waren seinerzeit sehr detailliert. Zum Spiel gehören auch Videos mit echten Schauspielern und mithilfe der Spielengine erstellte Zwischensequenzen, welche die Story wiedergeben. Viele Schauplätze wurden getreu ihren realen Vorbildern ins Spiel integriert. So kann man beispielsweise das Weiße Haus oder den Buckingham Palace im Spiel entdecken.

Das Spiel hat Probleme bei der Verarbeitung von mehr als 3 Gigabyte Arbeitsspeicher des Systems, was zu Performanceproblemen, Abstürzen und Fehlern während des Startens bzw. Spielens führen kann. Eine funktionierende Lösung in Form eines Patches o.Ä. von Seiten der Entwickler existiert nicht. Die einzige Vorgehensweise zur möglichen Behebung des Problems stellt momentan die manuelle Entfernung oder Begrenzung des Arbeitsspeichers auf höchstens 3 GB RAM dar.

Spätere Windows-Versionen[Bearbeiten]

Das Spiel ist unter Windows Vista und Windows 7 spielbar, allerdings dürfen nicht mehr als 3 Gigabyte Arbeitsspeicher im System (Grafik- und Arbeitsspeicher) adressiert sein.

Pressespiegel[Bearbeiten]

Bewertungen in Spielezeitschriften[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • PC PowerPlay Award für Atmosphäre

Act of War: High Treason (Add-on)[Bearbeiten]

Am 29. März 2006 wurde das Add-on Act of War: High Treason veröffentlicht, das die Geschichte um Sergeant Major Ray Jefferson fortführt. Es ist ohne das Basisspiel Direct Action nicht lauffähig. Eine Neuerung in High Treason ist die Möglichkeit, Schiffe zu befehligen sowie Söldner zu beauftragen. Der Schwierigkeitsgrad von "High Treason" ist gegenüber dem Vorgänger stark angestiegen. Das Spiel erschien nicht mit deutschen Dialogen, sondern nur mit Übertitelung und ausschließlich mit animierten Zwischensequenzen.

Quelle[Bearbeiten]