AdBlue

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AdBlue
AdBlueLogo.jpg
Besitzer/Verwender 182 Lizenznehmer (Stand Juli 2018)[1]
Inhaber Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA)
Einführungsjahr 2009
Produkte Abgasnachbehandlung
Märkte Weltweit
Website VDA (deutsch)
Ein Pkw-Hersteller nutzt die Marke an einem Tankeinfüllstutzen.
Lizenzfreies Produkt Diesel exhaust fluid (DEF) aus dem nordamerikanischen Markt

AdBlue ist eine weltweit[2] eingetragene Marke des deutschen Verbandes der Automobilindustrie e. V. Sie kann von Unternehmen lizenziert werden, die sie für Produkte und Dienstleistungen in Bezug auf Abgasnachbehandlung bei Dieselmotoren mittels selektiver katalytischer Reduktion (SCR) ergänzend nutzen möchten.[3] Die Abgasnachbehandlung in dieser Form ermöglicht dabei eine Reduktion der ausgestoßenen Stickoxide (NOx) um bis zu 90 Prozent.[4] Die hierfür u. a. notwendige wässrige Harnstofflösung ist in ISO 22241[5] als AUS 32 genormt.

Zur technischen Wirkungsweise der Abgasnachbehandlung siehe SCR bei Dieselmotoren

Lizenzbedingungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die eigenen Vergaberichtlinien werden vom Markeninhaber selber wie folgt beschrieben:

„AdBlue® ist eine eingetragene Marke des VDA (Verband der Automobilindustrie) und wird in Lizenz vor allem von Fahrzeugherstellern, Zulieferern und Unternehmen der chemischen Industrie sowie der Mineralölwirtschaft zur Verfügung gestellt. Die Marke AdBlue® ist u.a. anwendbar auf Kraftfahrzeuge, Kfz-Teile, in Bedienungsanleitungen von Kfz und für den Harnstoff AUS 32.“

Verband der Automobilindustrie e. V.: [3]

Die aktuellen Lizenzbedingungen können beim Inhaber angefragt werden.[3] Zur Einführung 2009 wurden die Lizenz- und Zertifizierungskosten exemplarisch für einen Hersteller der Harnstofflösung genannt.[6]

Die der Marke zugrunde liegende ISO-Norm standardisiert und benennt wässrige Lösung dabei international mit AUS 32 für aqueous urea solution. Die Norm beschreibt weiterhin notwendige Test- und Qualitätssicherungsverfahren, sowie Lager- und Logistikanforderungen. Der Verband lizenziert die Marke nur in Verbindung mit umfangreichen Auditierungsmaßnahmen, die vom jeweiligen Lizenznehmer zu tragen sind.[7]

Lizenznehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marke wird weltweit von vielen Industriebetrieben lizenziert, die sie für Benennung und Qualifizierung der Harnstofflösung nutzen. Die Anzahl an Lizenznehmern wuchs von 124 im Oktober 2014[8] auf 177 im Mai 2018.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]