Adam Łopatka

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Adam Łopatka im Jahr 1980

Adam Łopatka (* 10. November 1928 in Szlachcin bei Środa Wielkopolska, Polen; † 14. Juni 2003)[1] war ein polnischer Jurist, Politiker und Träger des Menschenrechtspreis der Vereinten Nationen 1988.

Wissenschaftliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1951 graduierte Łopatka am Institut für Recht und Wirtschaft an der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen. An gleicher Stelle erhielt er 1958 den Doktortitel. Mit dem Thema Staats- und Rechtstheorie habilitierte er 1962. 1968 wurde er außerordentlicher, 1973 ordentlicher Professor. 1967 gründete er das Institut für politische Studien, dessen Direktor er bis 1969 war. Bis 1987 war er Direktor des Instituts der Rechtskunde an der Polnischen Akademie der Wissenschaften.

An den Universitäten in Mexiko, Frankreich, Jugoslawien, Russland, USA, Japan und der Volksrepublik China lehrte und forschte Łopatka. Er schrieb einige Bücher und über 200 wissenschaftliche Artikel im In- und Ausland.

Politische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Zeit von 1971 bis 1981 saß er der Gesellschaft der polnischen Juristen als Präsident vor, dessen Mitglied er bis zu seinem Tode war. 1976 und 1980 wurde er in das Sejm, das polnische Parlament, gewählt. Von Mai 1982 bis Mitte 1987 wurde er zum Minister für Glaubensfragen gewählt. Anschließend übernahm er bis Mitte 1990 den Vorsitz des Obersten Gerichtshofes von Polen.

Vereinte Nationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1977 war er Delegierter auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Zwischen 1978 und 1983 repräsentierte Lopatka Polen in der UN-Menschenrechtskommission. 1978 startete er den Entwurf zur Kinderrechtskonvention, die 1989 verabschiedet wurde. 1988 erhielt er den Menschenrechtspreis der Vereinten Nationen.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Łopatka war verheiratet, hat zwei Söhne und vier Enkelkinder.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1980 Ehrendoktor für Rechtswissenschaften an der University of Florida
  • 1988 Menschenrechtspreis der Vereinten Nationen

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adam Łopatka: Die Verwaltungsreform in der VRP; Poln. Agentur Interpress 1975
  • Adam Łopatka: Die jüngsten Änderungen in der Verfassung der Volksrepublik Polen in Probleme der Gesetzlichkeit im Staatsapparat der Volksrepublik Polen von Adam Lopatka und Roman Schnur, Duncker & Humblot 1977 ISBN 978-3-428-03937-1
  • Adam Łopatka: Revolution and socialist renewal in Poland in Revolution and human rights von Werner Maihofer und Gerhard Sprenger; Franz Steiner Verlag 1990; ISBN 978-3-515-05612-0
  • Adam Łopatka: The Rights of the Child Are Universal: The Perspective of the UN Convention on the Rights of the Child in The Ideologies of children's rights von Michael Freeman und Philip Veerman; Martinus Nijhoff Publishers 1992; ISBN 978-0-7923-1800-2
  • Adam Łopatka: Appropriate Direction and Guidance in the Exercise by a Child of the Rights to Freedom of Expression, Thought, Conscience and Religion in Monitoring children's rights von Eugeen Verhellen, Martinus Nijhoff Publishers 1996; ISBN 978-90-411-0161-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. XIX Pan American Child Congress. Instituto Interamericano del Niño, 2004, archiviert vom Original am 13. Oktober 2008; abgerufen am 6. Januar 2014 (englisch).