Adam Taubitz

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Adam Taubitz (2013)

Adam Taubitz (* 7. Oktober 1967 in Chorzów, Oberschlesien) ist ein deutscher Violinist, Trompeter, Gitarrist und Komponist der klassischen Musik und des Jazz.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alter von fünf Jahren erhielt Taubitz den ersten Violinunterricht bei seinem Vater. Mit elf Jahren debütierte er als Solist mit der Schlesischen Philharmonie; später setzte er sein Studium in Freiburg im Breisgau bei Wolfgang Marschner fort. Taubitz war Preisträger zahlreicher Wettbewerbe wie z.B. bei Tibor Varga, Sion; Nicolò Paganini, Genua oder dem Ludwig Spohr Wettbewerb in Freiburg. 1989 wurde er 1. Konzertmeister des Sinfonieorchesters Basel unter Nello Santi. 1992 übernahm er die künstlerische Leitung der Chamber Symphonie Basel und dazu von 1994 bis 1996 die Camerata de Sa Nostra in Palma de Mallorca.

Ab 1997 war er als erster Stimmführer der Zweiten Violinen bei den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado engagiert. Seine musikalische Neugier führte ihn schon als Jugendlicher in verschiedene Musikrichtungen, wobei Jazz immer an erster Stelle stand. Aus diesem Grund lernte er autodidaktisch Trompete. 1999 gründete er The Berlin Philharmonic Jazz Group, mit der er als Violinist und Trompeter in ganz Europa und Japan auftritt. Zudem ist er auch festes Mitglied des Absolute Ensemble New York City unter Kristjan Järvi und Primarius des Aura Quartetts Basel.

Taubitz machte zahlreiche CD-Einspielungen sowohl als klassischer Solist wie auch als Jazzmusiker. Er spielte unter anderem mit Kirk Lightsey, Philip Catherine, Roman Dyląg, Daniel Schnyder, Jean-Paul Brodbeck, Marcin Grochowina, Daniel Pezzotti, Andy Scherrer, Emmanuel Pahud, Makaya Ntshoko, Heiner Althaus, Thomas Hampson, Ole Edvard Antonsen, Dieter Hallervorden, Angelika Milster, Famoudou Don Moye, Thomas Quasthoff und Nigel Kennedy[1].

Er lebt derzeit als freischaffender Musiker in der Schweiz.

Festivals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Festivals, auf denen Adam Taubitz aufgetreten ist, zählen unter anderem: das Lucerne Festival, das Menuhin-Festival Gstaad, die Salzburger Festspiele, das Bremer Musikfest-Preis, das Jazz Festival Willisau, das Zelt-Musik-Festival, das JazzFest Berlin, das Engadin Festival und das Montreux Jazz Festival.

Auswahldiskographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adam Taubitz im Moods (Zürich 2013)

Jazz & Pop[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Daniel Schnyder Mythen – Koch Schwann (1991)
  • Daniel Schnyder Tarantula – Enja (1992–1996)
  • Stephan Kurmann Strings Alive in MontreuxTCB Records (1996)
  • Stephan Kurmann Strings Okan Laye – TCB Records (1998)
  • Dagmar Herzog/Berlin International Orchestra Die Kraft der Emotionen – DMH (2001)
  • Angelika Milster & The Berlin International Orchestra Milster – EMI Electrola (2002)
  • Daniel Schnyder Four Winds – MGB CTS-M 128 (2010)
  • Belleville Entre ciel et terre mit Heiner Althaus, Matthias Baldinger und Florenz Hunziker (2013)
  • World of Strings Pyhä – MGB Jazz 14 Musiques Swisses (2014)
  • Compulsion DahaanaUnit Records mit Marc Ullrich, Simone Bollini, Dominik Schürmann, Christoph Mohler (2015)

Klassische Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Escher: Ein Portrait des Komponisten (Aura Quartett) - Ars musica (1996)
  • Edward Elgar: Klavierquintett op.84 und Streichquartett op.83 (Aura Quartett) - Koch Discover (1997)
  • Daniel Schnyder Daniel Schnyder - MGB CTS-M 128 (2011)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Adam Taubitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Berliner Zeitung