Adelaide-Klasse

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Adelaide-Klasse
Die Darwin
Die Darwin
Schiffsdaten
Land AustralienAustralien (Seekriegsflagge) Australien
Schiffsart Fregatte
Bauwerft Todd Pacific Shipyards, Seattle
AMEC, Williamstown
Bauzeitraum 1977 bis 1992
Stapellauf des Typschiffes 21. Juni 1978
Gebaute Einheiten 6
Dienstzeit Seit 1980
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
139,0 m (Lüa)
Breite 14,0 m
Tiefgang max. 6,7 m
Verdrängung 4.100 ts (max.)
 
Besatzung 176–221 Mann
Maschinenanlage
Maschine GE-Gasturbine
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
30.600 kW (41.604 PS)
Höchst-
geschwindigkeit
30 kn (56 km/h)
Propeller 1
Bewaffnung
Sensoren
  • AN/SPS-49 Radar
  • Mk 92 Feuerleitsystem
  • AN/SPS-55 Radar
  • AN/SQS-56 Sonar

Die Adelaide-Klasse ist eine Klasse von sechs Mehrzweckfregatten der australischen Marine (RAN). Die Schiffe basieren auf den Oliver-Hazard-Perry-Fregatten der US Navy. Vier der sechs zwischen 1977 und 1993, als Nachfolger der Zerstörer der Daring-Klasse, gebauten Schiffe wurden bei Todd in Seattle in den Vereinigten Staaten gebaut, während die letzten beiden Einheiten auf der Werft Australian Marine Engineering Consolidated (AMEC) gebaut wurden. In der Ursprungsausführung waren die australischen Einheiten praktisch identisch mit den US-Einheiten. Durch zwei Modernisierungen unterscheiden sich die australischen Einheiten heute jedoch stark von denen der US Navy.

Modernisierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rumpfverlängerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fregatten der Oliver-Hazard-Perry-Klasse wurden in zwei Versionen gebaut: Die ersten Schiffe waren 133,5 m lang, während die späteren Einheiten mit einer Länge von 136 m gebaut wurden, um einen größeren Helikopter einzusetzen. Während sich die US Navy entschied, die kleineren Einheiten auszumustern, um eine homogene Flotte zu erreichen, entschloss sich die RAN, ihre drei kürzeren Einheiten zu verlängern.

FFG-Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Mk. 41 VLS der bereits umgerüsteten Sydney

Anfang des 21. Jahrhunderts zeigte sich jedoch immer mehr, dass die Fregatten den neuen Herausforderungen nicht mehr gewachsen waren. Die US Navy entschloss sich deshalb die veralteten Mk-13-Raketenstarter für SM-1 und RGM-84 Harpoon komplett zu entfernen, was aber bedeutete, dass die Schiffe praktisch unbewaffnet waren. Australien mit seiner kleinen Marine konnte es sich aber nicht leisten, fast die Hälfte seiner Überwasserflotte unbewaffnet zu lassen, weshalb das FFG-Programm ins Leben gerufen wurden. Da eine Modernisierung für alle sechs Schiffe zu teuer war, wurde beschlossen, die ältesten beiden Einheiten auszumustern und nur die neueren vier zu modernisieren. Das Programm umfasste eine weitgehende Modernisierung der Elektronik, eine Umrüstung der Mk-13-Starter von SM-1 auf die wesentlich moderneren SM-2 sowie die Einrüstung eines Acht-Zellen-MK-41-VLS für 32 RIM-162 Evolved Sea Sparrow Missile.

Einheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kennung Name Kiellegung Stapellauf Indienststellung Außerdienststellung Bemerkung
FFG 01 HMAS Adelaide (II) 29. Juli 1977 21. Juni 1978 15. November 1980 19. Januar 2008 am 13. April 2011 als künstliches Riff versenkt[1]
FFG 02 HMAS Canberra (II) 1. März 1978 1. Dezember 1978 21. März 1981 12. November 2005 am 4. Oktober 2009 als künstliches Riff versenkt[2]
FFG 03 HMAS Sydney (IV) 16. Januar 1980 26. September 1980 29. Januar 1983 7. November 2015[3] 2017 verschrottet
FFG 04 HMAS Darwin 3. Juli 1981 26. März 1982 21. Juli 1984 Aktiv
FFG 05 HMAS Melbourne (III) 12. Juli 1985 5. Mai 1989 15. Februar 1992 Aktiv
FFG 06 HMAS Newcastle 21. Juli 1989 21. Februar 1992 11. Dezember 1993 Aktiv

Die beiden Amphibischen Angriffsschiffen der Canberra-Klasse erhielten die Namen der ersten beiden außer Dienst gestellten Schiffe, die als künstliche Riffe versenkt wurden. Die übrigen vier Fregatten sollen in der Zukunft durch die drei geplanten Flugabwehrzerstörer der Hobart-Klasse ersetzt werden.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Adelaide-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. HMAS Adelaide (II). Archiviert vom Original am 20. Juni 2016; abgerufen am 20. Juni 2016 (englisch).
  2. HMAS Canberra (II). Archiviert vom Original am 20. Juni 2016; abgerufen am 20. Juni 2016 (englisch).
  3. HMAS Sydney (IV) – Part 4. Archiviert vom Original am 20. Juni 2016; abgerufen am 20. Juni 2016 (englisch).
  4. Air Warfare Destroyer (AWD). Archiviert vom Original am 20. Juni 2016; abgerufen am 20. Juni 2016 (englisch).