Aderlass

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Aderlass. England, 14. Jahrhundert. Miniatur aus dem Luttrell-Psalter.[1]

Der Aderlass oder das (Zur-Ader-)Lassen, auch Phlebotomie (mittelhochdeutsch lâze, lâzen bzw. bluot lâzen; griechisch phlebotomia; mittellateinisch venaesectio)[2] ist ein seit der Antike bekanntes und bis ins 19. Jahrhundert häufig bei Menschen und Tieren[3] angewandtes Heilverfahren. Beim Aderlass wird dem (erwachsenen) Patienten etwa zwischen 50 und 1000, heute meist maximal 500 ml Blut entnommen. Heute ist belegt, dass der Aderlass nur bei sehr wenigen Krankheitsbildern eine positive Wirkung hat, sodass er weitgehend aus dem medizinischen Alltag verschwunden ist.

Der Aderlass ist, wie auch das Schröpfen, eine der ältesten medizinischen Behandlungsformen. Er war schon vor der Zeit des Hippokrates (ca. 460–370 v. Chr) bekannt und galt bis ins 19. Jahrhundert als eine der wichtigsten, wenn auch umstrittenen, medizinischen Therapieformen.

Umgangssprachlich wird gelegentlich auch die Blutspende als Aderlass bezeichnet. Auch finanzielle Einbußen oder Verluste an Soldaten und Material können im übertragenen Sinn gemeint sein.

Theorie und Praxis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anwendung des Aderlasses beruhte auf dem System der Säftelehre, welches Krankheit als Ungleichgewicht (Dyskrasie) in der Vermischung der Säfte (Blut – Cholera/gelbe Galle – Melancholia/schwarze Galle – Phlegma/Schleim) oder als Degeneration einzelner dieser Säfte deutete.[4]

Zwei Aderlass-Verfahren wurden unterschieden:

  1. Die „Derivation“ (derivatio) = Ableitung, die von der Vorstellung ausging, die „verdorbenen Säfte“ oder die „fehlerhafte Säftemischung“ müssten aus dem Körper auf direktem Wege entfernt werden. Dazu wurde der Aderlass in der Nähe der erkrankten Region mit der Ausleitung von großen Blutmengen ausgeführt.
  2. Die „Revulsion“ (revulsio) = Umwälzung, die von der Befürchtung ausging, bei der „Derivation“ würden mit den „schlechten Säften“ auch die „guten Säfte“ entfernt. Bei der „Revulsion“ wurde der Aderlass weit entfernt von der erkrankten Region mit der Ausleitung von geringen Blutmengen ausgeführt. Das Ziel war, die in der erkrankten Region angesammelten „schlechten Säfte“ von dort abzuleiten und durch „besser durchmischte Säfte“ zu ersetzen.

Die frühesten exakten Angaben über vermutete Beziehungen zwischen dem Aderlass und der Stellung der Planeten finden sich im Regimen sanitatis der Schule von Salerno. Es enthält die Anweisung, den Aderlass vornehmlich im April, Mai und September auszuführen, sowie die Feststellung, dass Jupiter und Venus dem Eingriff günstig, Saturn und Mars ihm hingegen ungünstig sind. Überdies müsse auch den verschiedenen Mondphasen Rechnung getragen werden. Ausdrücklich wird jedoch gesagt, dass in dringlichen Fällen diese Regeln außeracht gelassen werden dürfen.[5]

Zodiak-Mann mit Tierkreiszeichen in Analogie zu den Körperteilen und mit Ratschlägen zum Aderlass. Kalender, Straßburg 1518.[6]

Jedes der 12 Tierkreiszeichen beherrscht eine Region des menschlichen Leibes:

  1. Widder – Haupt und Antlitz
  2. Stier – Hals und Kehle
  3. Zwillinge – Arme und Hände
  4. Krebs – Brust
  5. Löwe – Magen und Niere
  6. Jungfrau – die übrigen Eingeweide
  7. Waage – Rückgrat und Gesäß
  8. Skorpion – Weichen und Schamglieder
  9. Schütze – Hüften und Schenkel
  10. Steinbock – Knie
  11. Wassermann – Schienbein
  12. Fische – Knöchel und Fußsohle

In dieser Hinsicht galt vor allem als Grundsatz, den Aderlass zu vermeiden, wenn der Mond in jenem Zeichen des Tierkreises steht, welches den betreffenden Körperteil regiert. So zum Beispiel hielt man es für kontraindiziert, an Armen und Händen zur Ader zu lassen, wenn der Mond sich im Zeichen der Zwillinge bewegt.

Es finden sich jedoch auch andere, mehr oder weniger davon abweichende Anweisungen, so etwa bei dem Salernitaner Arzt Archimatheus, der um 1165 schrieb: „Ferner achte beim Aderlaß auf die Zeit der Krankheit, die Jahreszeit, die Kräfte und das Alter des Kranken. Vom Beginn des Herbstes an bis zum Frühling entnimm das Blut aus dem linken Arm, vom Frühlingsanfang an aus dem rechten Arm. Wegen einer Erkrankung des Gehirn schneide in die Vena cephalica, bei einer Erkrankung der Atmungsorgane in die Vena mediana, bei einem Leiden der ernährenden Organe in die Vena hepatica; wenn du den Kranken zur Ader läßt, halte alle Sorgen von ihm fern“.[7]

Praxis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aderlassmann. Abbildung aus einer Handschrift des 15. Jh.[8]
Abbildung von Messern für den Aderlass an der Stirn. Abulcasis (10. Jh.). Druck des 16. Jh. einer lateinischen Übersetzung [9]
Abbildung von zeitgenössischen Aderlassinstrumenten 1749.[10]

Beim Aderlass wurde das Blut meist durch die Eröffnung von Venen entfernt (Phlebotomie). Spätestens seit Galen (2. Jh. n. Chr.) wurde der Aderlass aber auch, wenn auch selten, durch die Eröffnung von Arterien (Arteriotomie) praktiziert. Ob die Arteriotomie bereits von den Griechen ausgeführt wurde, kann nur vermutet werden, da nicht sicher abzuklären ist, ob vor Galen mit der Bezeichnung „Arterien“ auch wirklich diese Gefäße gemeint waren. Galen verordnete die Arteriotomie an den Schläfenarterien bei chronischem Kopfschmerz. Er beschrieb das Vorgehen genau. Für den Fall, dass die Blutung nach dem Eingriff nicht durch einfache Kompression des Blutgefäßes zu stillen war, empfahl er die Exzision eines Teils der Arterie mit anschließender doppelter Ligatur der Gefäßenden.[11][12]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als für die praktische Ausführung bezüglich etwa der Schnitttechnik, der Lassstellen (bis zu 25 Aderlass-Stellen waren geläufig[13]) und der Indikationen beim Aderlass wichtige Schrift im Mittelalters gilt die (pseudo-hippokratische) Phlebotomia Hippocratis, ein als Quästionentext vorliegender Aderlass-Traktat, der sich bis ins 8. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, von Maurus von Salerno bearbeitet wurde, bearbeitet ins Deutsche übersetzt wurde und Einfluss auf weitere mittelalterliche Aderlasstexte nahm.[14][15] Der zu Beginn des 12. Jahrhunderts in einer rheinfränkischen Handschrift erstmals belegte und vielleicht eher entstandene lateinische Kurztraktat Laus phlebotomiae (Lob des Aderlasses), unter anderem auch als De minutionis utilitate (wörtlich: Über den Nutzen des Aderlasses) überliefert, findet sich im Anhang zur Phlebotomia Hippocratis und hatte ebenfalls großen Einfluss auf die spätmittelalterliche Medizinliteratur.[16][17]

Die Ausführungen im Chirurgieteil der Schrift At-Tasrif des andalusisch-arabischen Arztes Abulcasis (10.-11. Jh.) haben die europäische Chirurgie- und Aderlass-Praxis bis ins 16. Jahrhundert, teilweise bis ins 19. Jahrhundert geprägt. Abulcasis hat auch diverse zum Eingriff benötigte Geräte, so die Lasseisen (deutsch „fliete“ aus griechisch-lateinisch „phlebotom“), bereits beschrieben.

Im Frühmittelalter und im Hochmittelalter praktizierten Mönchen den Aderlass zunächst im Rahmen der Klostermedizin. Nachdem jedoch der 18. Canon der Beschlüsse des vierten Laterankonzils aus dem Jahre 1215 festgelegt hatte, dass „kein Subdiakon, Diakon oder Priester den Teil der Chirurgie ausüben dürfe, der Kauterisation und Schneiden umfasst,“ wurde der Aderlass an die außerhalb der Klöster lebenden Barbiere und Wundärzte delegiert. Im Spätmittelalter boten dann auch Klöster wieder den Aderlass an.[18][19]

Neben dem therapeutischen Aderlass existierte bereits im Mittelalter ein diagnostischer Aderlass, die Blutschau (Hämatoskopie), welche vor allem von Maurus von Salerno, beruhend auf der ins 8. Jahrhundert zurückreichenden pseudohippokratischen Phlebotomia Hippocratis, geprägt war und in Lehrwerken von Bernhard von Gordon, Heinrich von Mondeville und Ortolf von Baierland verbreitet wurde. Zur Blutschau wurde das in einem sogenannten Lassbecher aufgefangene Blut vom Arzt inspiziert und daraus für den Patienten die Krankheit bestimmt.[20][21] Entwickelt hatte sich die Blutschau gemäß Friedrich Lenhardt „aus den Anweisungen zur Bemessung der Menge des Aderlaßblutes […], als deren Kriterien u. a. Konsistenz und Farbe des frischen Aderlaßbluts genannt werden“.[22]

Möglicher Risiken eines Aderlasses war man sich auch schon im Mittelalter bewusst und hatte auch ein Repertoire zur Behandlung unerwünschter Nebenwirkungen.[23]

Für den praktischen Arzt des (Spät-)Mittelalters gab es sogenannte Lasszettel und Aderlassbüchlein, in welchen – meist im „Kitteltaschenformat“ – die wichtigsten Aderlassvorschriften (Lassregeln) verzeichnet waren.[24][25]

In den Aderlassbüchlein wurden oft sowohl die Anweisungen zum Aderlass als auch die zur Blutschau beschrieben. Ein vor 1480 verfasstes sogenanntes Bairische Aderlaßbüchlein (überliefert im Heidelberger cpg 558)[26] enthält wie auch das etwa zur gleichen Zeit entstandene rheinfränkische Genter Aderlaßbüchlein[27] unter anderem Exzerpte aus Ortolf von Baierland und diente als kompiliertes Nachschlagewerk der schnellen Information des zur Ader lassenden Arztes. Im um 1520 (zwischen 1516 und 1531)[28] in Südböhmen aus spätmittelalterlichen Quellen zusammengestellten Asanger Aderlaßbüchlein[29] sahen die Verfasser (wohl zwei Wundärzte) den Aderlass als „wichtigste Methode heilkundlichen Handelns“ an.[30][31][32]

Auch ohne Arzt in Eigentherapie bei Pest durchführbare Aderlässe, beispielsweise nach der derivierenden Methode eines Jakob Engelin von Ulm, wurden um 1400 von Laienärzten mittels von diesen publizierten sogenannten Pestlassmännlein empfohlen, welche in Demonstrationszeichungen die entsprechenden Lassstellen anhand einer Ganzkörperfigur („Aderlassmann“) übermittelten.[33]

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 16. Jahrhundert trugen „Humanisten“ und „Arabisten“ eine Fehde unter dem Titel „Aderlassstreit“ aus. Der französische Arzt und Humanist Pierre Brissot (1478–1522) forderte unter Berufung auf den „ursprünglichen Hippokrates“, dass der Aderlass bei Erkrankungen des Brustraums immer auf der Seite der Erkrankung, also „derivativ“ auszuführen sei. Der „revulsive“ Aderlass sei erst durch die Araber eingeführt worden. Obschon einige Vertreter der Pariser Fakultät sich den Lehren Brissots anschlossen, gelang es deren Gegnern dennoch, ein Dekret zu erwirken, das die Anwendung des derivativ wirkenden Aderlasses verbot. Der Kampf um den Aderlass führte zu einer Spaltung in der medizinischen Welt. Brissot starb in der portugiesischen Verbannung. Seine Schriften wurden jedoch kommentiert und je nach der Einstellung des Kommentators überaus gelobt oder heftig bekämpft. Damit war aber das Ende der Aderlass-Therapie noch nicht angebrochen.

Trotz aller Fortschritte der anatomischen und physiologischen Forschung seit dem 16. Jahrhundert prägten die Praxisanweisungen von Aderlass-Befürwortern wie Pierre Brissot (1478-1522), Leonardo Botallo („König der Aderlasser“ 1530–1570), Jean Riolan der Jüngere (1580-1657) Guy Patin (1601–1672), Thomas Sydenham (1624–1689), Lorenzo Bellini (1643-1704), Georg Ernst Stahl (1659-1734), Friedrich Hoffmann (1660-1742), Hermann Boerhaave (1668-1738) Jean-Baptiste Silva (1682-1742), Georg Erhard Hamberger (1697-1755), Gerard van Swieten (1700-1772), William Cullen (1710-1790), Jean-Nicolas Corvisart (1755-1821), Giovanni Rasori (1766–1837), François Joseph Victor Broussais (1772–1838) und Jean-Baptiste Bouillaud (1796-1881) den medizinischen Alltag bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts.

Nur wenige Ärzte, wie z. B. Johann Baptist van Helmont (1577–1644), Bernardino Ramazzini (1633–1714), Johann Gottlieb Wolstein (1738-1820), Samuel Hahnemann (1755-1843) und René Laënnec (1781–1826), sprachen sich offen gegen die Anwendung der Aderlass-Therapie aus. Andere, wie z. B. Théophile de Bordeu (1722-1776), Christoph Wilhelm Hufeland (1762-1836), Pierre Charles Alexandre Louis (1787-1872) und Marshall Hall (1790-1857), schränkten deren Anwendung auf wenige Indikationen ein.

Aderlass und Akupunktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

China[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der traditionellen chinesischen Medizin wird therapeutische Blutentnahme als „Trakt-Stechen“ (luòcì 絡刺) im Rahmen der Akupunktur eingesetzt. Dabei wird nach dem Grundprinzip der „Revulsion“ behandelt, das heißt, die therapeutische Einwirkung findet weit entfernt vom Krankheitsort statt und das „verdorbene Blut“ (yūxuè 瘀血) wird nur tropfenweise aus den Kapillaren entfernt. Zwei Beispiele:

  1. Bei der Behandlung von Lendenschmerzen werden oberflächliche Venen in der Kniekehle zur Entnahme von geringen Blutmengen eröffnet.
  2. Zur Behandlung von beginnenden Halsschmerzen wird am inneren Nagelrand des Zeigefingers mit einer kleinen Nadel ein Stich angebracht, durch den einige Tropfen Blut entnommen werden.[34][35][36]

Die Quellen legen die Vermutung nahe, dass das „Trakt-Stechen zur Blutentnahme“ älter als die Therapieform ist, welche wir heute Akupunktur nennen.

Europa 17. bis 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antoine Pierre Demours 1819. Schröpfgerät. Es ermöglichte Schröpfen und gleich­zeitigen Aderlass oder Schröpfen und gleichzeitige Akupunktur [37]

Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Akupunktur in Europa besonders durch zwei Ärzte der Niederländischen Ostindien-Kompanie bekannt gemacht: Willem ten Rhijne und Engelbert Kaempfer. Es lag nahe, dass sie dieses für sie neue Therapieverfahren mit dem ihnen aus Europa vertrauten Aderlass verglichen. Die als Leitbahnen (jīngluò) bezeichneten Verbindungslinien der Akupunkturpunkte verglichen sie mit den ihnen bekannten Blutgefäßen. Bei der Beurteilung des Wirkungsmechanismus der Akupunktur schwankten sie zwischen „derivativer“ Wirkung (ten Rhijne) und „revulsiver“ Wirkung (Kaempfer).

In die europäische Praxis wurde die Akupunktur erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch den französischen Arzt Louis Berlioz eingeführt. Über seine seit 1810 mit diesem Therapiemittel gesammelten Erfahrungen berichtete er 1816 in einer „Denkschrift über chronische Krankheiten, den Aderlass und die Akupunktur“.[38] Ab 1819 – schwerpunktmäßig um 1825 unter Jules Cloquet – ausklingend in den 1830er Jahren – wurde die Akupunktur in Frankreich zu einer häufig angewendeten Therapieform. Gleichzeitig wurden der Aderlass und die Behandlung mit Blutegeln durch François Broussais und seine Schüler exzessiv betrieben.

Die Akupunktur wurde in dieser frühen europäischen Praxis als „derivativ“ wirkendes Verfahren verstanden, d. h., es wurden Punkte in der Nähe des Krankheitssitzes mit großer Stichtiefe und langer Verweildauer der Nadeln behandelt. Einzig der Pariser Augenarzt Antoine Pierre Demours verwendete ein „revulsiv“ wirkendes Verfahren, das er von der europäischen Behandlung von Augenerkrankungen durch das Haarseil ableitete.[39]

Japan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stimuliert durch den von Ärzten der Niederländischen Ostindien-Kompanie vorgestellten und an Europäern in Japan praktizierten Aderlass, griffen Ärzte der im 18. Jahrhundert aufgekommenen „Schule der alten Praxis“ (ko-ihōha) das bereits in den klassischen chinesischen Schriften beschriebene „Trakt-Stechen“ (shiraku, 刺絡) erneut auf. Eigentlich wurden dabei an Kapillargefäßen und einigen Stellen an den Finger- und Fußnägeln wenige Tropfen „verdorbenen Blutes“ (oketsu, 瘀血) entnommen. Nunmehr aber nahmen Pioniere wie der Hofarzt des Tenno, Ogino Gengai, in Fällen, in denen sofortige Maßnahmen zur Rettung des Patienten nötig waren, Mengen von einer Teeschale ab. Ogino, der kein Anhänger der „Holland-Studien“ (Rangaku) war, schrieb hierzu ein einflussreiches „Buch über das Traktstechen“ (Shiraku-hen, 1771), in dem er westliche Techniken und traditionelle Krankheitskonzepte kombiniert.[40] Seit 1994 widmet sich eine wissenschaftliche Gesellschaft (Nihon Shiraku Gakkai, Japan Association for Shiraku Acupuncture) der Modernisierung und Verbreitung dieses Ansatzes.[41]

Aderlass in der ayurvedischen Medizin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ayurvedische Medizin kannte den Aderlass ebenfalls, wie in der Sushruta-Samhitâ (Buch III, Kapitel 8) dargestellt ist.[42] So wurden Aderlässe beispielsweise bei der Behandlung von „Blut-entstandenen“ Geschwüren eingesetzt.[43]

Unfreiwilliger Aderlass[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Senecas Tod in der Schedelschen Weltchronik

„… do wardt dem Seneca von Nerone gesagt das er imselbs einen tod erwelet. do Seneca den willen Neronis erkennet begeret er das er in ein lawes wasser gesetzt vnd ime alle adern geoeffent werden solten bis ime der gaist entgienge. maynende das es gar eins sueß geslecht des todts wer. also von eroffnung der adern zesterben. vnd also endet er sein leben …“

Hartmann Schedel: Weltchronik, 1493

Aulus Gellius berichtete in seinen Noctes Atticae, dass der Aderlass eine der schmachvollsten Strafen bedeutete, zu der die römischen Soldaten verurteilt werden konnten.[44] Auch noch im Tristan des Gottfried von Straßburg wird ein unfreiwilliger Aderlass erwähnt.[45]

Einsatz in der heutigen Medizin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlauf der beiden Venenstämme des Armes

Der Aderlass spielt heute bei wenigen Erkrankungen eine wichtige Rolle:

  • Bei der Polycythaemia vera, einer Erkrankung, die insbesondere zu einer krankhaft vermehrten Bildung von Erythrozyten (rote Blutkörperchen) und damit zu einer Erhöhung der Blutviskosität führt, ist der Aderlass die Therapie der Wahl. Zur Behandlung der Erkrankung werden anfänglich häufig sechs bis acht Aderlässe im wöchentlichen Abstand (jeweils bis zu 500 ml) durchgeführt, um den lebensbedrohlich hohen Hämatokritwert (teilweise über 60 %) auf einen Normalwert (ca. 45 %) abzusenken. Danach erfolgt diese Maßnahme in sechs- bis zwölfwöchigen Abständen, wenn nicht andere medizinische Schritte eingeleitet werden.[46]
  • Bei der Hämochromatose, einer Erkrankung des Eisenstoffwechsels, werden lebenslang Aderlässe zur Senkung des Eisengehaltes im Körper durchgeführt.[47]
  • Bei einer Polyglobulie[48] kann eine Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes durch Aderlass erforderlich werden, wenn beispielsweise eine Zentralvenenthrombose im Auge droht oder bereits aufgetreten ist. Bei reaktiven Formen der Polyglobulie ist die Aderlass-Therapie jedoch kontraindiziert, da die Patienten die vermehrten Sauerstoffträger benötigen.[49]
  • Bei Porphyria cutanea tarda, einer Störung der Synthese des roten Blutfarbstoffs Häm, kann durch Aderlässe Eisen entfernt werden, das ansonsten in der Leber Schäden anrichtet.[50]
  • Klinische Studien deuten darauf hin, dass häufige Blutspenden eine nicht nur vorübergehende, deutlich blutdrucksenkende Wirkung bei Bluthochdruck zeigen. Diese Beobachtung wurde noch nicht durch ausreichend große, randomisierte kontrollierte Studien überprüft.[51][52][53]

Einsatz in der Alternativmedizin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In der Alternativmedizin zählt der Aderlass (wie auch das Schröpfen) zu den ausleitenden Verfahren.
  • Der sogenannte Aderlass nach Hildegard von Bingen soll den Körper durch die Entnahme von „schlechtem Blut“ von Giften befreien, die durch übermäßiges Essen, Diätfehler, Stress, Sorgen, Angst und Enttäuschungen entstanden seien (vgl. Humoralpathologie). Das Blut soll dadurch von „krankmachenden Schlacken und Fäulnisstoffen“ gereinigt werden.[54]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erwin Heinz Ackerknecht: Therapie. Von den Primitiven bis zum 20. Jahrhundert, Enke, Stuttgart 1970, ISBN 3-432-01621-2
  • Josef Bauer: Geschichte der Aderlässe. E. H. Gummi, München 1870 (Digitalisat)
  • Arturo Castiglioni: Der Aderlaß, in: Ciba-Zeitschrift 66, Band 6, Wehr / Baden 1954, S. 2186–2216.
  • P. Eichenberger. Johann Jakob Wepfer und seine Einstellung zum Aderlasse. Ein Briefentwurf an Georg Frank von Frankenau. In: Gesnerus. Swiss Journal of the history of medicine and sciences. Band 24 (1967), S. 108–134 (Digitalisat)
  • Konrad Goehl, Johannes Gottfried Mayer und Gundolf Keil: Der Aderlaßmann aus Michelstadt – Ein Plakat aus dem Mittelalter, in: Bewahren und Erforschen, Beiträge aus der Nicolaus-Matz-Bibliothek (Kirchenbibliothek Michelstadt, Festgabe für Kurt Hans Staub zum 70. Geburtstag), herausgegeben von Wolfgang Schmitz, Michelstadt 2003, S. 56–74.
  • Friedrich Lenhardt, Gundolf Keil: Lob des Aderlasses, Laus phlebotomiae, Utilitas phlebotomiae und De minutionis utilitate, in: Verfasserlexikon., 2. Aufl., Band 5, Spalte 862–865.
  • Antoine Louis und Louis de Jaucourt: Saignée. In : Denis Diderot. Encyclopédie, ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers. Band 14 (1751), S. 501–516 (Digitalisat)
  • Karl Sudhoff. Laßtafelkunst in Drucken des 15. Jahrhunderts. In: Archiv für Geschichte der Medizin. I (1907), S. 219-288 (Digitalisat)
  • Ortrun Riha: Der Aderlaß in der mittelalterlichen Medizin, in: Medizin in Gesellschaft und Geschichte 8, 1989 (veröffentlicht 1991), S. 93–118.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aderlass – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Aderlass – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen


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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Luttrell-Psalter, London, Brit. Mus., Add. Ms. 42130, fol. 61r (Digitalisat)
  2. Gundolf Keil: Phlebotomie (Aderlaß). In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1155.
  3. Kurt Engert: Geschichte des Aderlasses bei den Haustieren bis zur Gründung wissenschaftlicher Pflegstätten der Tierheilkunde. Dresden 1912.
  4. Lorenz Fries. Spiegel der Artzny. Straßburg 1518, Blatt 21v-22r (Digitalisat)
  5. Arnoldus ‹de Villa Nova›: Regimen sanitatis Salernitanum, mit Kommentar des Pseudo-Arnaldus de Villanova und der Doctores Montispessulani regentes, 1480 (?), [Lyon], [ca. 1486/87], Kapitel 92 (Digitalisat)
  6. Ähnlich in: Kalender, iatromathematisches Hausbuch. Ulm 1498, Blatt 28v (Digitalisat)
  7. Die Schrift ‚De adventu medici ad aegrotum‘ nach dem Salernitaner Arzt Archimatheus. Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Hermann Grensemann. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 14, 1996, S. 233–251; hier zitiert: S. 245.
  8. Cpg 291, Bayern, 2. Hälfte des 15. Jh. (Digitalisat)
  9. Abulcasis. Chirurgie. Teil II, Kapitel 97: De phlebotomia venarum. Druck Schott, Straßburg 1532, S. 262 (Digitalisat)
  10. Julius Walbaum. Disputatio medico-chirurgica, de venae sectione. Praeside Alberto de Haller, Göttingen, 30. September 1749. In: Disputationes physico-medico-anatomico-chirurgicae selectae, quas collegit, editit, praefatus est Albertus Hallerus. Band X, Neapel 1757, S. 119–163. Erklärung der Tafel S. 157–163: (Digitalisat)
  11. Galen. Ausgabe Karl Gottlob Kühn. Leipzig 1821, Band X, De methodo medendi 13, S. 940 (Digitalisat). Band XI, S. 312–315 (Digitalisat)
  12. Josef Bauer: Geschichte der Aderlässe. E. H. Gummi, München 1870, S. 76 (Digitalisat). Arturo Castiglioni. Der Aderlaß, in: Ciba-Zeitschrift 66, Band 6, Wehr / Baden 1954, S. 2195
  13. Konrad Goehl, Johannes Gottfried Mayer: Variationen über den Phlebotomie-Traktat ›Venarum minutio‹. Die Vorlage des sogenannten ›24-Paragraphen-Textes‹. In: Konrad Goehl. Johannes Gottfried Mayer (Hrsg.): Editionen und Studien zur lateinischen und deutschen Fachprosa des Mittelalters. Festgabe für Gundolf Keil. Königshausen und Neumann, Würzburg 2000. ISBN 3-8260-1851-6, S. 45–65.
  14. Gundolf Keil: ‚Phlebotomia Hippocratis‘. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1154 f.
  15. Friedrich Lenhardt: ‚Phlebotomia Hippocratis‘ (‚Epistula de phlebotomia I‘). In: Verfasserlexikon. 2. Aufl., Band 7, Sp. 616–620.
  16. Friedrich Lenhardt, Gundolf Keil: ‚Lob des Aderlasses‘. In: Verfasserlexikon. 2. Aufl., Band 5, Sp. 862–865.
  17. Gundolf Keil: ‚Lob des Aderlasses‘. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/ New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 859.
  18. Claudius F. Mayer. A medieval english leechbook and its 14th century poem on bloodletting. In: Bulletin of the history of medicine. Band 7 (1939), Johns Hopkins Press, Baltimore S. 380–391
  19. Gerhard Jaritz: Aderlaß und Schröpfen im Chorfrauenstift Klosterneuburg (1445–1533). In: Jahrbuch des Stiftes Klosterneuburg, Neue Folge, 9 (Wien/Köln/Graz 1975), S. 67–108.
  20. Friedrich Lenhardt: Blutschau. Untersuchungen zur Entwicklung der Hämatoskopie. Königshausen & Neumann, Würzburg 1980 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen, 22).
  21. Johannes Gottfried Mayer: Die Blutschau in der spätmittelalterlichen deutschen Diagnostik. Nachträge zu Friedrich Lenhardt aus der handschriftlichen Überlieferung des ‚Arzneibuchs‘ Ortolfs von Baierland. In: Sudhoffs Archiv. Band 72, 1988, S. 225–233.
  22. Friedrich Lenhardt: Hämatoskopie-Traktate (Blutschau-Traktate). In: Burghart Wachinger u. a. (Hrsg.): Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2., völlig neu bearbeitete Auflage, Band 3. De Gruyter, Berlin/ New York 1981, ISBN 3-11-007264-5, Sp. 422–425.
  23. Friedrich Lenhardt: „Wann ain mensch geswillet von lassen“. Anweisungen zur Therapie von Komplikationen beim Aderlaß. In: „gelêrter der arzeniê, ouch apotêker“. Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte. Festschrift zum 70. Geburtstag von Willem F. Daems. Hrsg. von Gundolf Keil, Horst Wellm Verlag, Pattensen/Hannover 1982 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen, 24), ISBN 3-921456-35-5, S. 269–300
  24. Gundolf Keil: Nachträge zum Verfasserlexikon: Aderlassbüchlein. In: Studia neophilologica. Band 43, Nr. 2, 1971, S. 377–383.
  25. Gundolf Keil, Gerrit Bauer: ‘Haager Aderlaßbüchlein’. In: Burghart Wachinger u. a. (Hrsg.): Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2., völlig neu bearbeitete Auflage, ISBN 3-11-022248-5, Band 3: Gert van der Schüren – Hildegard von Bingen. Berlin/ New York 1981, Sp. 357 f.
  26. Wolfgang Wegner: Bairisches Aderlaßbüchlein. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/ New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 133. cpg 558, Medizinische Sammelhandschrift, Nordbayern, um 1470 – um 1485, Blatt 27v-30r (Digitalisat)
  27. Friedrich Lenhardt, Gundolf Keil: Genter Aderlaßbüchlein. In: Burghart Wachinger u. a. (Hrsg.): Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2., völlig neu bearbeitete Auflage, ISBN 3-11-022248-5, Band 2: Comitis, Gerhard – Gerstenberg, Wigand. Berlin/ New York 1980, Sp. 1192 f.
  28. Wolfgang Wegner: ‚Asanger Aderlaßbüchlein‘. In: Werner E. Gerabek u.a. (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. 2005, S. 109.
  29. Gerhard Eis, W. Schmitt: Das Asanger Aderlaß- und Rezeptbüchlein. Stuttgart 1967 (mit Edition des Textes).
  30. Friedrich Lenhardt: Oberdeutsches Aderlaßbüchel. In: Verfasserlexikon. 2. Aufl., Band 6, Sp. 1274–1276.
  31. Gundolf Keil: ‚Bairisches Aderlaßbüchlein‘. In: Verfasserlexikon. 2. Aufl., Band 1, Sp. 581 f.
  32. Gundolf Keil: ‚Asanger Aderlaßbüchlein‘. In: Verfasserlexikon. 2. Aufl., Band 1, Sp. 507.
  33. Gundolf Keil: Pestlaßmännlein. In: Verfasserlexikon. 2. Aufl., Band 7, Sp. 416–418.
  34. Lu Gwei-Djen und Joseph Needham. Celestial lancets. A history and rationale of acupuncture and moxa. Cambridge University Press, London 1980, S. 5, 8, 129
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  38. Louis Berlioz: Mémoire sur les maladies chroniques, les évacuations sanguines et l'acupuncture. Croullebois, Paris 1816
  39. Michael Eyl: Chinesisch-japanische Akupunktur in Frankreich (1810–1826) und ihre theoretischen Grundlagen (1683–1825). Dissertation. Zürich 1978.
  40. W. Michel-Zaitsu: Wechselwirkungen – Zum Traité inédit de l'acupuncture et du Moxa chez les Japonais in J. B. Sarlandières Mémoires sur l'Électro-Puncture (1825). In: Deutsche Zeitschrift für Akupunktur, Vol. 58 (4), 2015; Vol. 59 (3), 2016; Vol. 59 (4), 2016;
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  42. An English translation of the Sushruta Samhita … Bd. II, Calcutta 1911, S. 198–208
  43. Heinrich Wallnöfer: Der Arzt in der indischen Kultur. J. Fink, Stuttgart 1966; Sonderausgabe Esslingen a. N., S. 50.
  44. Buch X, Kapitel 8 Übersetzung Fritz Weiss, Leipzig 1875
  45. Gerhard Eis: Der Aderlaß in Gottfrieds Tristan. In: Medizinische Monatsschrift 2, 1948, S. 162 ff.
  46. Polycythaemia Vera (PV). Leitlinie. (PDF) Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie, S. 10.
  47. Hämochromatose-Therapie. Universitätsklinikum Ulm.
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  49. D. Köhler, D. Dellweg: Polyglobulie. In: Deutsche medizinische Wochenschrift. 2010; 135(46): 2300–2303. doi:10.1055/s-0030-1267515
  50. Wie kann die PCT behandelt werden? Europäische Porphyrie-Initiative (EPI) (Memento vom 18. Mai 2015 im Internet Archive)
  51. Michalsen et al.: „Effects of phlebotomy-induced reduction of body iron stores on metabolic syndrome: results from a randomized clinical trial“. In: BMC Medicine, 10.1186/1741-7015-10-54
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  53. Sundrela Kamhieh-Milz et al. Regular blood donation may help in the management of hypertension: an observational study on 292 blood donors. In: Transfusion. Band 56, Heft 3 (März 2016), S. 637–644.
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