Adersleber Kalvill

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Adersleber Kalvill
Malus Adersleber Kalvill 4595.jpg
Art Kulturapfel (Malus domestica)
Gruppe Kalvill
Herkunft Kloster Adersleben, Deutschland
Züchtungsjahr 1839
Abstammung

Kreuzung aus
Weißer Winter-Calville’ × ‘Gravensteiner

Liste von Apfelsorten

Der Adersleber Kalvill (oder kurz Adersleber) ist eine alte Sorte des Kulturapfels Malus domestica, die in West- und Mitteleuropa angebaut wird. Die Sorte wurde 1839 im Kloster Adersleben selektiert. Sie soll Namensgeber des Adersleber Weges im früheren Dorf Marzahn sein.[1]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sorte 'Adersleber Kalvill' ist aktuell auf der Roten Liste der gefährdeten einheimischen Nutzpflanzen in Deutschland aufgeführt. Diese Rote Liste umfasst alle Artengruppen von einheimischen Nutzpflanzen und deren Sorten, Landsorten und Varietäten, die in Deutschland an lokale Bedingungen angepasst und von Bedeutung waren.[2]

Baum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Baum ist von mittelstarkem Wuchs und bildet eine breite Krone. Der Ertrag setzt früh ein und ist regelmäßig hoch. Die Sorte ist windfest, bei zu feuchtem Standort etwas anfällig für Schorf, sonst aber recht robust. Sie ist auch als Niederstamm geeignet.

Frucht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Adersleber Kalvill trägt mittelgroße, fahlgrün bis gelbliche, rot überlaufene Früchte. Sie sind etwas kantig geformt. Das Fruchtfleisch ist hellgelb, mild süß und feinaromatisch. Besonderes Merkmal sind die mit feinen hellen Streifen versehen Kerne. Ab Mitte bis Ende Oktober ist die Sorte pflückreif und ab November bis März ist sie genussreif.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Hartmann (Hrsg.): Farbatlas alte Obstsorten. Stuttgart 2000, S. 35, ISBN 3-8001-3173-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Adersleber Weg. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)
  2. http://pgrdeu.genres.de/rlist, Rote Liste der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, abgerufen am 28. April 2016