Adil Abd al-Mahdi

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Adil Abd al-Mahdi

Adil Abd al-Mahdi al-Muntafiki, auch Adil Abdelmahdi (arabisch عادل عبد المهدي المنتفكي, DMG ʿĀdil ʿAbd al-Mahdī al-Muntafikī; * 1942 in Bagdad) ist ein irakischer Politiker und seit dem 25. Oktober 2018 Ministerpräsident des Landes. Der Schiit war von 2005 bis 2011 Vizepräsident des Irak und somit Mitglied des irakischen Präsidialrates, dem auch noch der sunnitische Vizepräsident Tariq al-Haschimi und der kurdische Präsident Dschalal Talabani angehörten.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Al-Mahdis Vater Abdul Mahdi Shobar führte Guerilla-Einheiten gegen die britische Besatzung nach dem Ersten Weltkrieg und war später Erziehungsminister unter König Faisal. Al Mahdi besuchte eine Jesuitenschule in Bagdad. Schon in jungen Jahren Mitglied der Baath-Partei überwarf er sich mit dieser, wurde gefoltert und zum Tode verurteilt, konnte aber 1969 nach Frankreich fliehen. Dort studierte er und wurde in Wirtschaftswissenschaft promoviert.

Politisch schloss sich al-Mahdi zunächst maoistischen Kommunisten an und gehörte einer Abspaltung der Irakischen Kommunistischen Partei (IKP) an, ehe er sich dem politischen Islam zuwandte. Er war Gründungsmitglied des SCIRI, aus der die heutige einflussreiche Partei Oberster Rat für die Islamische Revolution im Irak hervorging, die auch Teil des bei der Parlamentswahl am 30. Januar 2005 siegreichen Bündnisses Vereinigte Irakische Allianz ist. Ab 2004 war er Finanzminister, später für sechs Jahre Vizepräsident und schließlich von 2014 bis 2016 Ölminister. 2017 verließ er seine Partei und tritt seither als Unabhängiger an. Er versteht sich heute als säkularer Politiker und gilt als Mann des Ausgleichs sowie als Technokrat.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]