Adler (Sternbild)

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Sternbild
Adler
Legende
Adler (Sternbild)
Karte des Sternbilds Adler
Lateinischer Name Aquila
Lateinischer Genitiv Aquilae
Kürzel Aql
Rektaszension 18411818h 41m 18s bis 20384420h 38m 44s
Deklination 1884841−11° 51′ 59″ bis 2184118+18° 41′ 18″
Fläche 652 deg²
Rang 22
Voll­stän­dig sicht­bar 78° Nord bis 71° Süd
Beob­achtungs­zeit für Mittel­europa Mai – September
Anzahl der Sterne heller als 3 mag 3
Hellster Stern (Größe) Altair (Atair) (0,8)
Meteorströme

keine

Nachbarsternbilder
(von Norden im
Uhrzeigersinn)
Quellen IAU,

Der Adler (lateinisch Aquila) ist ein markantes Sternbild des nördlichen Sommer- und Herbsthimmels.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sternbild Adler, wie man es an Herbstabenden im Südwesten sieht

Der Adler gehört mit Schwan und Leier zu den markantesten Sommersternbildern. Durch den auffallend hellen Hauptstern Altair (α Aquilae), dem südlichen Eckpunkt des ausgedehnten Sommerdreieckes, kann er leicht am Sommer- und Herbsthimmel gefunden werden. Oberhalb und unterhalb von Altair liegen die hellen Sterne Tarazed (γ Aquilae) und Alschain (β Aquilae). Die drei Sterne bilden den Kopf des Adlers, wie er nach Nordosten fliegt, dem Schwan entgegen. Die übrigen Sterne sollen die ausgebreiteten Schwingen des Vogels darstellen.

Das Band der Milchstraße zieht -- vom Sternbild Schwan kommend -- durch den Adler hindurch und weiter zum Schützen, wo sich das Zentrum unserer Galaxis befindet. Wenn man mit dem Fernglas durch die Sternbilder streift, erkennt man in der Milchstraße interessante Strukturen: äußerst sternreiche, aber auch dunkle Gebiete, 3-4 helle Gasnebel und mehrere Sternhaufen.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Adler gehört zu den 48 Sternbildern der antiken griechischen Astronomie, die bereits von Claudius Ptolemäus beschrieben wurden.

Die Araber übersetzten im 8. und 9. Jahrhundert seine Umschreibungen. Der Name stellt deshalb eine Mischung aus alten arabisch-mythologischen und griechischen Bezeichnungen dar. Der lateinisch Name Aquila entstammt als übersetzte Kurzform der ursprünglichen arabischen Bezeichnung arabisch النسر الطائر, DMG an-Nasr aṭ-Ṭāʾir ‚Der fliegende Adler‘, wobei sich aṭ-Ṭāʾir auf die Bedeutungen „der Fliegende“ und „der Flüchtende“ bezieht. Die Araber unterschieden das Sternbild damit von der Leier, das sie "Der fallende (oder herabstoßende) Adler" (النسر الواقع / an-nasr al-wāqiʿ) nannten.

Die auch als Synonym mögliche Einzelverwendung des Wortes aṭ-Ṭāʾir für „Vogel“ beinhaltet alle damit verbundenen Flugeigenschaften, kann aber nicht anachronistisch auf die frühere Namensgebung „wörtlich“ übertragen werden.[1]

Die astronomische Bezeichnung hat daher ihre Wurzel aus der arabischen Nennung an-Nasr ("Der Adler").

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptstern Altaïr (auch Ataiïr) wurde bereits von den Sumerern und Babyloniern der Adlerstern genannt. Der südliche Teil des Adlers war bis ins frühe 19. Jahrhundert auch als Antinous bekannt. Antinous war ein Liebhaber des Hadrian, dessen legendenhafte Selbstopferung im Nil für seinen Imperator durch dieses Sternbild gewürdigt wurde. Antinous wurde damit dem Ganymed gleichgesetzt. Die untere Abbildung stammt von 1782 aus Johann Elert Bodes Atlas Vorstellung der Gestirne und zeigt das Sternbild, wie es in den antiken Quellen beschrieben wird.

Mythologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur mythologischen Herkunft des Namens gibt es mehrere Deutungen.

Zum Einen soll der Adler aus der Sage um Herakles stammen. Prometheus, der den Menschen gegen den Willen der Götter das Feuer gebracht hatte, war zur Strafe von Zeus im Kaukasus-Gebirge an einen Fels gekettet worden. Jeden Tag erschien ein Adler und fraß von der Leber des Unglücklichen, die bis zum nächsten Tag wieder vollständig nachwuchs. Als Herakles Prometheus fand, befreite er ihn von den Ketten und schoss den Adler mit einem Pfeil ab.

Einer anderen Deutung nach handelt es sich um den Adler, der die Blitze des Zeus trug, und den Jüngling Ganymed (dargestellt durch das Sternbild Wassermann) in den Olymp entführte, um dort als Mundschenk zu dienen.

Einer weiteren Deutung nach handelt es sich bei den Sternbildern des Sommerdreiecks (Adler, fallender Geier (Leier) und Schwan) um die Stymphalischen Vögel.

Himmelsobjekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sterne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch Liste von Sternen im Sternbild Adler

Stich des Sternbildes Adler
B F Namen o. andere Bezeichnungen Größe Lj Spektralklasse
α 53 Altair (Atair) 0,76m (var) 16,7 A7 Vn
γ 50 Tarazed 2,72m 390 K3 II
ζ 17 Deneb el Okab Australis 2,99m 83 A0 IV–Vnn
θ 65 3,22m 290 B9,5 III
δ 30 3,36m 51 F0 IV + K(?)
λ 16 3,43m 124 B9 Vn
β 60 Alschain 3,71m 44,7 G9,5 IV + M3
η 55 3,80m 1.400 F6 Iab + B9,8 V
ε 13 Deneb el Okab Borealis 4,02m 150 K1 III
i 12 4,02m 144 K1 III
l 71 4,33m 340 G7,5 III
ι 41 4,36m 400 B5 III
μ 38 4,45m 108 K3 III
ξ 59 4,71m 180 G9,5 III
ν 32 4,72m 3.000 F2 Ib
70 4,88m 1.300 K4 III
69 4,90m 200 K1–2 III
κ 39 4,96m 1.700 B0,5 IIIn
f 26 4,99m 150 G8–K0 IV
4 5,01m 470 B9 V
e 36 5,03m 530 K5 III
18 Y 5,09m (var) 700 B8 III
ο 54 5,10m 63 F8 V
37 5,12m 460 G8,5 III
23 5,15m 370 K1 II–III
21 V1288 5,15m (var) 700 B7 III
b 31 5,16m 49,5 G7 IV
σ 44 5,17m 800 B3 V
19 5,23m 150 F0 III–IV
57 5,26m 500 B7 Vn + B8 V
11 5,26m 158 F8 V
φ 61 5,28m 220 A1 IV
ω1 25 5,28m 410 F8 V
HR 7794 5,30m 250 G8 III–IV
χ 47 5,31m 850 G2 Ib + B5,5
20 5,34m 1.000 B2–3 II
FF 5,38m (var) 1.300 F6 Ib
h 15 5,39m 290 K0–1 III
51 5,39m 91 F5 V
g 14 5,42m 500 B9 IV
d 27 5,45m 440 B9 III
66 5,47m 700 K4 III
τ 63 5,51m 460 K0 III
A 28 V1208 5,52m (var) 340 F0 III + G5
22 5,57m 540 A1 V
62 Serpentis 5,57m 280 G9 III
HR 7300 5,57m 700 G8 II–III
V1291 5,62m (var) 260 F0 VpSrCrEu
58 5,63m 370 B9 IV
HR 7307 5,63m 400 B9,5 V
45 5,64m 350 A2 V
14 Sagittae 5,66m 600 B9pHgMn
5 5,68m 350 kA3hA5VmA6 + kA4hF0VmF
42 5,68m 105 F3 IV–V
62 5,68m 420 K3 III
π 52 5,74m 500 G8 III + A2 V
HR 7389 5,75m 180 F6 III
c 35 V1431 5,78m (var) 200 A0 IVp
56 5,79m 600 K5 III
HR 7349 5,81m 340 K1 III
HR 7214 5,82m 180 A4 IV–V
HR 7397 5,84m 1.000 B7 III
HR 7637 5,88m 72 F9 V
10 V1286 5,89m (var) 260 A7 VpSrEu
υ 49 5,91m 170 A3 IV
HR 7648 5,91m 700 K5 III
64 5,97m 150 K1 III–IV
HR 7456 5,98m 1.200 G0 Ib–II
QS 6,00m (var) 1.100 B6 V + F1 V + B6
ω2 29 6,01m 270 A2 V
8 V1729 6,06m (var) 270 F0 IV
R 6,09m (var) 700 M6,5–9e
68 6,12m 600 B9 V:
ψ 48 6,24m 1.000 B9 III–IV
46 6,32m 700 B9 III
V1472 6,34m (var) 1.400 M2,5 III
24 6,40m 510 K0 IIa:
HD 192699 6,45m 230 G8 IV
7 V1728 6,88m (var) 370 A9 IV
HD 192263 (V1703) 7,77m (var) 64 K1–2 V
HD 183263 7,86m 180 G2 IV
V603 (Nova Aquilae 1918) 11,64m (var) 800 OB+e:
IRC+10420 (V1302) 11,66m (var) 15.000 F8 Ia+e
CoRoT-2 12,57m 740 G7 V + K9 V
SS 433 (V1343) 13,0m (var) 18.000 A7 Ib:
V1494 17,1m (var) 6.500
VB 10 (V1298) 17,3m (var) 18,7 M8 V
V500 (Nova Aquilae 1943) 19,3m (var) 16.000
V604 19,6m (var)
V606 20,4m (var)
PSR B1913+16 22,5m 21.000
SGR 1900+14 20.000
GRS 1915+105 (V1487) 40.000

Der Hauptstern des Adlers heißt Altair (α Aquilae). Altair ist ein weißer Hauptreihenzwerg mit einer scheinbaren Helligkeit von 0,76m und gehört dem Spektraltyp A7n und der Leuchtkraftklasse V an. Er ist nicht nur der hellste, sondern mit 16,7 Lichtjahren Entfernung auch der sonnennächste aller Sterne im Sternbild Adler. Anhand der Oberflächentemperatur von 7.800 K sowie dem 1,7-fachen Sonnendurchmesser lässt sich seine Leuchtkraft auf die 11-fache Sonnenleuchtkraft berechnen. Altair dreht sich in nur wenigen Stunden um die eigene Achse, weshalb der Sternglobus eine deutliche Abplattung aufweist.

Der zweithellste Stern im Adler, Tarazed (γ Aquilae), zählt zu den hellen Riesensternen. Dementsprechend hat sich der Stern auf den etwa 100-fachen Sonnendurchmesser aufgebläht. Seine Masse liegt beim Fünf- bis Sechsfachen der Sonne. Tarazed besitzt die Spektralklasse K3 und befindet sich 390 Lichtjahre von uns entfernt.

Alschain (β Aquilae) ist ein Unterriese vom Spektraltyp G9,5. Der Stern besitzt die 1,4-fache Masse und den dreifachen Durchmesser der Sonne sowie eine Oberflächentemperatur von 5.200 K. Er bildet mit einem roten Zwerg ein Doppelsternsystem. Die Entfernung zur Sonne beträgt 44,7 Lichtjahre. Der arabische Name „Alschain“ bedeutet „Wanderfalke“.

Im Jahr 1992 rückte ρ Aquilae aufgrund seiner Eigenbewegung vom Adler in das Nachbarsternbild Delphin.[2] Umgekehrt liegen 14 Sagittae und 62 Serpentis entgegen deren Flamsteed-Bezeichnungen, die auf die Sternbilder Pfeil bzw. Schlange verweisen, im Adler. Dies begründet sich aber durch Kompromisse bei der Einführung der modernen Sternbildgrenzen und nicht durch die Eigenbewegung der Sterne.

Exotische Objekte im Adler sind beispielsweise der gelbe Hyperriese IRC+10420, die Röntgendoppelsterne SS 433 und GRS 1915+105, der Doppelpulsar PSR 1913+16 und die Gammaquelle SGR 1900+14.

Doppelsterne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

System Größen Abstand
β 3,7m / 11,9m 13,4″
ζ 3,0m / 12,0m / 11,8m 7,2″ / 161,3″
π 6,3m / 6,8m 1,5″
χ 5,4m / 6,6m 0,4″
h 5,4m / 6,8m 39,7″
5 5,9m / 7,5m 12,7″
18 5,4m / 6,4m 0,3″
23 5,3m / 8,3m 3,2″
28 5,5m / 9,0m 60,2″
57 5,7m / 6,4m 35,9″
Gliese 752 10,6m / 17,3m 75,8″

Alschain (β Aquilae) wird von einem roten Zwergstern umkreist. Dieser befindet sich in 13,4″ Distanz zum Hauptstern. Er ist nur in größeren Amateurteleskopen zu beobachten, da er ansonsten vom vielfach helleren Hauptstern überstrahlt wird.

Die Einzelsterne von π Aquilae liegen 1,5″ auseinander. Aufgrund ihrer fast gleichen scheinbaren Helligkeiten eignet sich dieser Doppelstern gut als Testobjekt für ein kleines Amateurfernrohr oder –teleskop. Ein Refraktor mit 10 cm Öffnung trennt ihn bei ca. 180-facher Vergrößerung. Bei Verwendung eines Reflektors empfiehlt sich eine etwas größere Öffnung und höhere Vergrößerung.

18 Aquilae (Y Aquilae) ist ein Sternsystem in etwa 700 Lichtjahren Entfernung, das eine Umlaufperiode von 205 Jahren aufweist. Mit einem Abstand von 0,3″ sind die Komponenten für eine Trennung in einem Amateurteleskop zu eng beisammen. Eine der beiden Komponenten ist ein bedeckungsveränderlicher Stern mit einer Periode von 1,302 Tagen. Somit ist 18 Aquilae ein Dreifachsystem.

Gliese 752 ist mit 18,7 Lichtjahren Entfernung ein relativ sonnennahes Sternsystem. Es besteht aus zwei roten Zwergen, die einen physischen Doppelstern bilden. Dies sind Gliese 752 A mit 10,6m und Gliese 752 B – besser bekannt als Van Biesbroeck 10 (VB 10) – mit nur 17,3m. VB 10 gehört dem Spektraltyp M8 an und besitzt nur 0,08 Sonnenmassen. Er zählte lange Zeit zu den masseärmsten, kühlsten und leuchtschwächsten bekannten Sternen. Im Jahr 2009 wurde die Entdeckung eines Planeten um VB 10 bekannt gegeben, was aber im Jahr darauf widerlegt wurde. Gliese 752 A und VB 10 liegen 75,8″ auseinander. Um VB 10 visuell sehen zu können, benötigt man ein großes Teleskop mit 50 cm Öffnung.

Spektroskopische Doppelsterne im Adler sind (in Klammer die Umlaufperiode): δ Aquilae (3,42 Jahre), ε Aquilae (3,48 Jahre), θ Aquilae (17,122 Tage), σ Aquilae (1,95 Tage), φ Aquilae (3,32 Tage), f Aquilae (266,5 Tage), l Aquilae (205,2 Tage), 18 Aquilae (1,302 Tage) und 14 Sagittae (61,54 Tage). Bei δ Aquilae lässt sich der Begleiter auch durch periodische Störungen in der Eigenbewegung nachweisen. δ Aquilae ist somit nicht nur ein spektroskopischer, sondern zugleich auch ein astrometrischer Doppelstern. In zwei Einzelsterne kann er aber auch mit großen Teleskopen nicht getrennt werden, weshalb er nicht unter die visuellen Doppelsterne fällt.

Veränderliche Sterne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stern Größe Periode Typ
α Amplitude = 0,004m 0,063 Tage δ-Scuti-Stern
σ 5,2m bis 5,4m 1,95 Tage β-Lyrae-Stern
η 3,5m bis 4,3m 7,18 Tage klassische Cepheiden
c Amplitude = 0,04m 0,021 Tage δ-Scuti-Stern
7 Amplitude = 0,02m 0,049 Tage δ-Scuti-Stern
8 Amplitude = 0,03m 0,081 Tage δ-Scuti-Stern
10 5,8m bis 6,0m 6,05 Tage α2-Canum-Venaticorum-Stern
18 5,0m bis 5,1m 1,30 Tage bedeckungsveränderlicher Stern
21 5,1m bis 5,2m α2-Canum-Venaticorum-Stern
R 5,3m bis 12m 270 Tage Mira-Stern
FF 5,2m bis 5,8m 4,47 Tage klassische Cepheiden

Der Hauptstern Altair ist schwach veränderlich. Im Jahr 2005 wurde er als δ-Scuti-Stern identifiziert. Seine scheinbare Helligkeit variiert mit einer Hauptperiode von 1,54 Stunden sowie mehreren Nebenperioden mit einer Amplitude von 0,004m.

σ Aquilae ist ein 800 Lichtjahre entfernter bedeckungsveränderlicher Stern. Alle 1,95 Tage zieht ein lichtschwächerer Stern vor dem hellen Hauptstern vorbei, was zu einem leichten Abfall der Helligkeit führt.

η Aquilae ist ein pulsationsveränderlicher Stern vom Typ der Cepheiden. Seine Helligkeit verändert sich regelmäßig mit einer Periode von 7 Tagen, 4 Stunden und 15 Minuten zwischen 3,5m und 4,3m.

R Aquilae ist ein veränderlicher Stern vom Typ Mira in 700 Lichtjahren Entfernung. Der Stern ändert während eines Zeitraumes von etwa 270 Tagen seine Helligkeit. Die Pulsationsperiode hat sich in den letzten hundert Jahren erheblich verringert. Anfang des 20. Jahrhunderts betrug sie noch 350 Tage. Im Maximum ist der Stern 5,3m hell und kann gerade noch mit bloßem Auge wahrgenommen werden. Im Minimum erreicht er nur noch eine Helligkeit von 12m. Um ihn dann aufzufinden, benötigt man ein größeres Teleskop.

Im Adler leuchteten auch verschiedene Novae auf, unter anderem V606 Aquilae (im Jahr 1899), V604 Aquilae (1905), V603 Aquilae (1918), V500 Aquilae (1943) und V1494 Aquilae (1999).

Messier- und NGC-Objekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Messier (M) NGC sonstige Größe Typ Name
6709 6,7m offener Sternhaufen
6738 8,3m Asterismus
6741 11,5m planetarischer Nebel
6749 12,4m Kugelsternhaufen
6751 11,9m planetarischer Nebel Glowing-Eye-Nebel
6755 7,5m offener Sternhaufen
6756 10,6m offener Sternhaufen
6760 9,0m Kugelsternhaufen
6772 12,7m planetarischer Nebel
6778 (= 6785) 12,3m planetarischer Nebel
6781 11,4m planetarischer Nebel
6790 10,5m planetarischer Nebel
6803 11,4m planetarischer Nebel
6804 12,0m planetarischer Nebel
6807 12,0m planetarischer Nebel
6814 11,2m Balkenspiralgalaxie
6852 12,6m planetarischer Nebel
Barnard 142/143 Dunkelwolke E Nebula („Dunkle Höhle“)
IRAS 19024+0044 präplanetarischer Nebel
W49B Supernovaüberrest
HVC 040-15 Hochgeschwindigkeitswolke Smith-Wolke

NGC 6709 ist ein offener Sternhaufen in 3.500 Lichtjahren Entfernung. Mit einem kleineren Teleskop sind etwa 40 Sterne sichtbar.

NGC 6749 ist mit 12,4m einer der lichtschwächsten Kugelsternhaufen des NGC-Katalogs. Um ihn sehen zu können, ist ein Teleskop von mindestens 25 cm Öffnung erforderlich.

NGC 6751 ist ein planetarischer Nebel, der etwa 6.500 Lichtjahre entfernt liegt. Da seine Erscheinung auf hochauflösenden Fotografien an eine menschliche Iris erinnert, wird er auch als Glowing-Eye-Nebel bezeichnet. Auf langbelichteten Aufnahmen zeigt er sich einschließlich des Halos mit einem Gesamtdurchmesser von etwa 40″. Der Durchmesser des visuell sichtbaren Bereiches beträgt ca. 20″. Zur Beobachtung ist ein Achtzöller erforderlich. Der Zentralstern, ein weißer Zwerg, besitzt eine scheinbare Helligkeit von 14m.

Der Kugelsternhaufen NGC 6760 liegt etwa 25.000 Lichtjahre entfernt. Er kann mit Instrumenten ab 7 cm Öffnung als schwacher Nebelfleck gesehen werden. Erste Einzelsterne am Randbereich werden erst ab 30 cm Öffnung sichtbar.

Die planetarischen Nebel NGC 6803 und NGC 6807 sind mit Winkeldurchmesser von jeweils nur 5″ und 2″ sehr kleine Objekte und schwierig zu beobachten. Neben der genauen Kenntnis ihrer Position benötigt man eine hohe Vergrößerung, um sie von Fixsternen unterscheiden zu können.

1,5° nordwestlich von γ Aquilae liegt Barnard 142/143, umgangssprachlich auch als „Dunkle Höhle“ bekannt. Hierbei handelt es sich um eine ausgedehnte Staubwolke, die das Licht der dahinter liegenden Sterne verdunkelt. Sie kann bereits mit einem Fernglas beobachtet werden. Mit einem Durchmesser von etwa 30′ erscheint sie am Nachthimmel etwa so groß wie der Vollmond. Ihre Entfernung wird auf 2.000 Lichtjahre geschätzt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aquila – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. zur Wortbedeutung auch Langenscheidt-Universal-Wörterbuch Arabisch, Berlin 1994, ISBN 3-468-18060-8, S. 421.
  2. Wiener Zeitung: Grenzen am Himmel (Memento vom 19. April 2005 im Internet Archive), 18. März 2005.