Adolf Friedrich zu Mecklenburg

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Herzog Adolf Friedrich

Adolf Friedrich, Herzog zu Mecklenburg (* 10. Oktober 1873 in Schwerin; † 5. August 1969 in Eutin; vollständiger Name: Adolf Friedrich Albrecht Heinrich) war Afrikareisender, Gouverneur der deutschen Kolonie Togo, war vorgesehen als erstes Staatsoberhaupt des geplanten Vereinigten Baltischen Herzogtums und war von 1949 bis 1951 erster Präsident des Deutschen Olympischen Komitees.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familie und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adolf Friedrich (vor 1910)
Hochzeit mit Prinzessin Viktoria Feodora Reuß am 24. April 1917 auf Schloss Osterstein in Gera
Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg (1910)

Adolf Friedrich war das dritte Kind von Friedrich Franz II., Großherzog von Mecklenburg im Landesteil Mecklenburg-Schwerin, und seiner dritten Frau Prinzessin Marie Caroline von Schwarzburg-Rudolstadt. Er war ein Halbbruder des 1897 verstorbenen Großherzogs Friedrich Franz III. sowie von Herzog Johann Albrecht und Onkel des Großherzogs Friedrich Franz IV.

Der junge Herzog besuchte nach der Unterrichtung durch seine Hauslehrer das öffentliche Vitzthumsche Gymnasium in Dresden. Nach dem Abschluss seiner schulischen Ausbildung reiste er 1894 in den Orient. Anschließend leistete Adolf Friedrich im Rang eines Leutnants im preußischen Garde-Kürassier-Regiment seinen Militärdienst. Aufgrund eines schweren Reitunfalls im Sommer 1898 in Hamburg,[1] musste er den aktiven Dienst in der preußischen Kavallerie jedoch vorläufig ruhen lassen.[2] Seiner weiteren Militärkarriere tat dies allerdings keinen Abbruch, wie spätere Beförderungen zeigten. So befehligte der zum Rittmeister beförderte Herzog in den folgenden Jahren die 2. und später die 5. Eskadron des Regiments. Sein Militärdienst hinderte ihn jedoch nicht daran weiter seiner Reiseleidenschaft nachzugehen. 1902 unternahm Adolf Friedrich eine fünfmonatige Reise, die ihn von Genua ausgehend nach Afrika und Ceylon führte. 1904 verließ der zwischenzeitlich zum Major beförderte Adolf Friedrich das Berliner Garde-Kürassier-Regiment und beendete damit seine aktive Dienstzeit.[3] Im Zuge dessen wurde er dem 2. Garde-Dragoner-Regiment „Kaiserin Alexandra von Russland“ à la suite gestellt.[4] Nach dem Ende seiner aktiven Militärkarriere begann Adolf Friedrich mit den Vorbereitungen weiterer Reisen nach Afrika. 1905 begab er sich für vier Monate zum zweiten Mal nach Afrika, wo er die östlich des Victoriasees gelegenen Länder besuchte.

Adolf Friedrich war zweimal verheiratet: Am 24. April 1917 ehelichte er Prinzessin Viktoria Feodora Reuß in Gera,[5] die einen Tag nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Woizlawa-Feodora am 18. Dezember 1918 verstarb. Am 15. Oktober 1924 heiratete er die Witwe seines Halbbruders Johann Albrecht, Elisabeth zu Stolberg-Roßla, die ihn nur um wenige Wochen überlebte und ebenfalls 1969 verstarb. Seine Tochter heiratete am 15. September 1939 Heinrich I. Prinz Reuß-Köstritz.

Reisen und Expeditionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orientreise 1894[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem bestandenen Abitur erhielt Adolf Friedrich eine Reise als Geschenk.[6] Die Reise führte ihn 1894 in den Orient, wo er zu Pferde von Jerusalem nach Damaskus ritt. Nach der Überwindung des Tauruspasses durchquerte er die Türkei und besuchte dort unter anderem Ankara und Konstantinopel. Hiernach bereiste er Bulgarien und Ungarn. In Budapest endete die über 2500 km lange Reise zu Pferde.

Afrika-Expedition 1907/08[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im Jahr 1904 begann Adolf Friedrich mit den Planungen einer umfangreichen wissenschaftlichen Afrikaerkundung.[7] 1907 wurde er Leiter einer teils von ihm finanzierten wissenschaftlichen Forschungsreise in das Gebiet des Zentralafrikanischen Grabens. Die von Adolf Friedrich geleitete Expedition durchquerte Afrika von Ost nach West,[8] wofür er am 2. Dezember 1908 mit der goldenen Eduard-Vogel-Medaille des Vereins für Erdkunde zu Leipzig ausgezeichnet wurde.[9]

Im Mai 1907 nahm die Expedition in Mombasa ihren Anfang. Sie führte zum Victoriasee, dann zum Kivusee und in das Kongogebiet. Auch das Gebiet am Uelle war Ziel der Erkundungsreise, die im Juni 1908 erfolgreich beendet werden konnte. Die Expedition brachte insgesamt 1017 Schädel mit nach Deutschland.[10] Zumeist wurden die menschlichen Schädel ohne Zustimmung der Einheimischen oder der Angehörigen der Toten aus den Gräbern entnommen.[11] Die umfangreiche zoologische Ausbeute der Expedition wurde an das Zoologische Museum in Berlin übergeben.[12] Das Botanische Museum zu Berlin erhielt hingegen den Großteil der botanischen Exponate.

Afrika-Expedition 1910/11[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Jagd, Afrika Expedition 1910/11.

1910/11 leitete der Adolf Friedrich erneut eine Expedition, die zum Tschadseebecken und zu den nördlichen Kongozuflüssen bis zum Nil (in den heutigen Sudan) führte. Dabei bereisten Adolf Friedrich und seine Begleiter das noch wenig bekannte Urwaldgebiet an den rechten Kongo-Nebenflüssen und das Becken des Tschadsees. Einzelne Gruppen dehnten ihre Untersuchungen bis zum Bahr-el-Ghazal im Einzugsbereich des oberen Nils aus, andere bis nach Südkamerun und zu den Inseln im Golf von Guinea. Das daraufhin herausgegebene zweibändige Werk Vom Kongo zum Niger und Nil ist auch noch heute durch eine Vielzahl von Abbildungen interessant. In Anerkennung seiner Verdienste wurde der Herzog zum Ehrenmitglied der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte ernannt.

Adolf Friedrichs Expeditionen waren innerhalb der herzoglichen Familie nicht unumstritten. Während Herzog Johann Albrecht seinen Halbbruder stets unterstützte, sah sein Neffe Friedrich Franz IV. das Engagement wesentlich kritischer. So äußerte der abgedankte Großherzog im November 1923 in einem Schreiben an Cuno von Rantzau[13] seinen Unmut, dass er vor 1914 den „Juden und Judengenossen“, die die Afrikaexpeditionen finanzierten, Orden verleihen musste.[14][15]

Adolf-Friedrich-Kegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1907 begaben sich die Teilnehmer der von Herzog Adolf Friedrich geführten Expedition in das Gebiet der Virunga-Vulkane in Deutsch-Ostafrika.[8] Dort bestiegen die Expeditionsteilnehmer einige der vulkanischen Erhebungen. Darunter war auch ein wenige Kilometer vom Nyamuragira gelegener Vulkankegel, der 1904 aufgrund vulkanischer Aktivität entstanden war.[16] Der Geologe Egon Freiherr von Kirschstein und der Topograph Max Weiß waren die ersten Europäer die den Vulkankegel während der Expedition aufsuchten. Sie verliehen dem kleinen Vulkankegel den Namen Adolf-Friedrich-Kegel (Adolf-Friedrich-Vulkan).[17][18]

Niederländisch-Indien 1923[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1923 reiste Adolf Friedrich nach Niederländisch-Indien.[19] Dort besuchte er unter anderem die Inseln Bali und Sumatra. Auf der zehnmonatigen Reise beobachtete er mit Interesse die dortigen landwirtschaftlichen Verhältnisse und knüpfte wirtschaftliche Kontakte. Während der Sumatra-Durchquerung widmete er sich zudem seiner sehr ausgeprägten Jagdleidenschaft.

Gouverneur des Togo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adolf Friedrich zu Mecklenburg war vom 22. Juli 1912 bis August 1914 der letzte Gouverneur der deutschen Kolonie Togo.[20] Zudem war er von Februar 1913 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Konsul für die französische Kolonie Dahomey und die britische Kolonie an der Goldküste tätig.[21]

Am 18. September 1912 musste sich der Gouverneur während einer Gouvernementsratssitzung mit der im Reichstag eingebrachten Resolution auf Zulassung von Mischehen befassen.[22] Die Anwesenden und der Vorsitzende lehnten derartige Vorhaben übereinstimmend ab. Regierungsrat Hermans äußerte folgendes: „Die Mischehenfrage kann nicht aus ethischen und religiösen Gesichtspunkten, sondern vor allem aus rassenpolitischen Gesichtspunkten beantwortet werden“.[22] Mischehen sollten unter allen Umständen verhindert werden.

Gouverneur Adolf Friedrich zu Mecklenburg erließ zudem im Oktober 1913 das Verbot der traditionellen Namensübernahme des Vaters. Die Verordnung betraf die in außerehelichen Beziehungen zu einheimischen Frauen gezeugten Kinder.[23] Der Gouverneur handelte in dieser Angelegenheit auch in eigener Sache, da er zeitweise eine Beziehung zu einer Einheimischen unterhielt aus der ein Kind hervorging.[24][23]

Einer der Höhepunkte der Amtszeit von Adolf Friedrich war sicherlich der Besuch des Staatssekretärs und Leiter des Reichskolonialamtes Wilhelm Solf im Oktober 1913. Der Gouverneur ließ eine Askari-Parade abhalten und sorgte für die Inszenierung einer afrikanischen Tanzvorführung. Im Zuge des Besuches überreichten Stammensvertreter dem Staatssekretär eine Eingabe, in der sie sich über Brutalitäten und Repressalien in ihrem Alltag beschwerten.[25] So konnte bereits die ausgebliebene Begrüßung eines deutschen Kolonialbeamten eine Bestrafung nach sich ziehen. Bemerkenswerterweise wurde der Besuch im Auftrag des Reichskolonialamtes gefilmt.[26] Der Film gilt heute als außergewöhnliches Dokument der Kolonialzeit in Togo.[27]

Auch während der Amtszeit Adolf Friedrichs gehörten Zwangsarbeit und die Prügelstrafe zum Alltag der togolesischen Bevölkerung. So wurden im Zuständigkeitsbereich des Bezirksamtes Atakpamé im Mai 1913 an einem Tag 55 männliche Einheimische mit jeweils 25 Prügelhieben bestraft.[28] Ihr Vergehen bestand nur darin, dass sie ihrer auferlegten Pflicht zur Steuerarbeit nicht nachkamen und damit den Weisungen des Bezirksamtes nicht Folge leisteten. Der Gouverneur stellte die Strafe an sich nicht in Frage, er bemängelte lediglich die zu kurz geratene schriftliche Straferläuterung des Bezirksamtes.[28] Stammesangehörige der Konkomba und Kabiyé erinnerten sich noch Jahrzehnte später an die Misshandlungen und Prügelstrafen während der deutschen Kolonialherrschaft.[29]

Anfang Mai 1914 verließ Adolf Friedrich die Kolonie Togo, um in der Heimat einen längeren Urlaub anzutreten. Am 16. Mai traf er in Hamburg ein und begab sich von hier aus in die großherzogliche Sommerresidenz nach Raben Steinfeld.[30] Nach Beginn des Ersten Weltkrieges wurde die Kolonie Togo relativ schnell von den benachbarten Kolonialmächten erobert.[31] Die deutsche Polizeitruppe konnte der alliierten Übermacht nicht standhalten. Nach einigen Rückzugsgefechten wurde die Kolonie schließlich am 27. August 1914 an die Briten übergeben. An diesem Tag endete auch die Amtszeit von Gouverneur Adolf Friedrich zu Mecklenburg.

Adolf Friedrich verfolgte auch nach dem Ende seiner Amtszeit die Entwicklung im ehemaligen deutschen Kolonialgebiet. Nach dem Zweiten Weltkrieg beriet er togolesische Studenten in Deutschland in der Landessprache Ewe.[32]

Erster Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ersten Weltkrieg nahm Adolf Friedrich an den Kämpfen der Westfront und der Balkanfront teil. Bei Kriegsbeginn im August 1914 meldete sich der Herzog beim Generalkommando des Gardekorps.[33] In der Folgezeit wurde er an der Westfront eingesetzt, wo er im Rang eines Oberst in verschiedenen Führungsstäben Dienst tat.[33] Mitte des Jahres 1915 reiste er nach Konstantinopel und besuchte in Anwesenheit von General Liman von Sanders das Schlachtfeld auf der Gallipolihalbinsel. Im September 1915 begab sich Herzog Adolf Friedrich erneut an den südöstlichen Kriegsschauplatz, wo er und Herzog Johann Albrecht dem Armeeoberkommando Gallwitz zugeteilt wurden.[34] Hier beteiligte sich der Herzog an der Eroberung Serbiens, in dessen Verlauf ihm das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen wurde. Er war einer der ersten deutschen Soldaten die am 23. Oktober 1915 bei Orșova über die Donau setzten und das serbische Ufer betraten.[35] Am 26. Oktober 1915 war er zudem am strategisch wichtigen Zusammentreffen mit einer vorgeschobenen bulgarischen Patrouille bei Brza Palanka beteiligt.[35] Damit wurde die Verbindung mit der bulgarischen Armee und eine Landverbindung zum Osmanischen Reich hergestellt.

Im Frühjahr 1916 wurde Oberst Adolf Friedrich zu Mecklenburg zum Führer der deutsch-persischen Militärmission ernannt. Der Herzog und seine 144 Mann starke Truppe gingen Anfang April 1916 nach Mossul.[36][37] Die folgende Zusammenarbeit mit den Türken erwies sich jedoch als schwierig. Zudem misstraute der türkische General und Befehlshaber der sechsten Osmanischen Armee Halil Pascha dem ehemaligen Gouverneur von Togo.[38] So hegte Halil Pascha den Verdacht, Adolf Friedrich könnte versuchen mit Persien eine neue deutsche Kolonie zu erobern.[38] Aufgrund der politischen und militärischen Unwägbarkeiten bat Adolf Friedrich Anfang Juni 1916 um seine Abberufung.[39]

Thronanwärter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Finnland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Frühjahr 1918 trat Adolf Friedrich zu Mecklenburg als möglicher Thronanwärter im vom Bürgerkrieg erschütterten Finnland in Erscheinung.[40] Er galt als geeigneter Kandidat, wohl auch wegen seiner Erfahrungen als Gouverneur in Togo. Er wurde zudem von finnischen Aktivisten und Diplomaten unterstützt. Auch prominente Unterstützung wurde ihm zuteil. So unterstützten ihn und sein Vorhaben unter anderem Prinz Max von Baden, der schwedische König Gustav V. und Sven Hedin.[41] Der in Finnland aktive deutsche General Rüdiger von der Goltz sowie ein Großteil der in Deutschland ausgebildeten finnischen Jägeroffiziere lehnten die Ambitionen des mecklenburgischen Herzogs jedoch ab.[42] Auch die Oberste Heeresleitung und insbesondere Erich Ludendorff standen den Aktivitäten des Herzogs ablehnend gegenüber.[42] Ludendorff verfolgte eigene Interessen, seiner Ansicht nach sollte ein Hohenzoller König von Finnland werden.[43] Ende Mai 1918 wurde deutlich, das Prinz Oscar von Preußen als König von Finnland in Betracht gezogen wurde. Es folgte ein monatelanges Hin und Her. Eine Kandidatur des Herzogs wurde wegen der schwindenden Unterstützung zunehmend unwahrscheinlich. Die Rücktrittsandrohung des finnischen Reichsverwesers Svinhufvud[44] bei einer Kandidatur des mecklenburgischen Herzogs beendete schließlich alle Hoffnungen auf den finnländischen Thron. Adolf Friedrichs Reaktion auf das Scheitern der Pläne war recht ungewöhnlich, wie die von ihm lancierten Pressemeldungen zeigten. Er ließ am 28. August 1918 mitteilen, dass er zu Unrecht mit einer Kandidatur für den finnischen Thron in Verbindung gebracht wurde.[44] Zudem hätte er der finnischen Seite seine ablehnende Haltung zum Ausdruck gebracht. Warum er sich so deutlich von den eigenen Plänen einer Kandidatur distanzierte blieb jedoch unklar. Letztendlich wählte das finnische Parlament im Oktober 1918 Friedrich Karl von Hessen zum König von Finnland.

Vereinigtes Baltisches Herzogtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. September 1918 erkannte Wilhelm II. die Selbstständigkeit der unter deutschen Einfluss stehenden baltischen Länder an.[45] Die Ausrufung des Vereinigten Baltischen Herzogtums folgte am 5. November 1918 in Riga. Adolf Friedrich zu Mecklenburg sollte die Krone des neuen Herzogtums tragen. Bis zu seiner Ankunft und Herrschaftsübernahme sollte er von dem am 9. November 1918 gegründeten zehnköpfigen „Regentschaftsrat“ unter Führung des livländischen Landmarschalls, Baron Adolf Pilar von Pilchau, vertreten werden.[45] Der Ausbruch der Novemberrevolution in Deutschland verhinderte jedoch den Regierungsantritt Adolf Friedrichs. Der Beschluss des Regentschaftsrates vom 28. November 1918 über die Einstellung der Aktivitäten besiegelte schließlich das Ende des unrealistischen Vorhabens.[45]

Zwischenkriegszeit und NS-Herrschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Adolf Friedrich Vizepräsident der Deutschen Kolonialgesellschaft, bei der sein Bruder Johann Albrecht von 1895 bis 1920 den Präsidentenposten besetzte. 1921 übernahm er zudem den Vorsitz des 1909 zur Unterstützung ehemaliger Kolonialkrieger gegründeten Kolonialkriegerdanks.[46] Im Juli 1934 fungierte Adolf Friedrich als Schutzherr der Deutschen Kolonialausstellung in Köln.[47] An seiner Seite waren der Reichsleiter des Kolonialpolitischen Amtes der NSDAP Franz Ritter von Epp und der ehemalige Gouverneur Heinrich Schnee.

Adolf Friedrich bereiste noch in den 1930er Jahren Afrika mit dem Auto und ging der Jagd nach. Die Reisen 1934 bis 1939 nach Afrika und Südamerika geschahen im Auftrag des Werberates der deutschen Wirtschaft, um Handelskontakte zu verbessern und politische Gespräche zu führen. Dahinter stand das Reichspropagandaministerium und dessen Minister Joseph Goebbels, der in einem persönlichen Treffen am 19. Juni 1933 mit Friedrich Franz Herzog zu Mecklenburg die Frage der deutschen Auslandspropaganda in Afrika erläuterte.[48] Seinen Großneffen Friedrich Franz, der 1931 in NSDAP und SS[49] eintrat und seit 1934 aktives Mitglied der NSDAP-Auslandsorganisation war, begleitete der Herzog auf einer der folgenden Auslandsreisen in die ehemaligen Kolonialgebiete.[48] Diese Reise diente ebenso politischen Zwecken und wurde im Auftrag des Leiters der Auslandsorganisation der NSDAP Ernst Wilhelm Bohle angetreten.[48] Herzog Adolf Friedrich war zudem mit Adolf Hitler persönlich bekannt und zeigte sich den neuen politischen Verhältnissen gegenüber aufgeschlossen.[50]

Villa „Feodora“ in Bad-Doberan.

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Afrika-Woche 1962 in Bonn.
Grab von Adolf Friedrich und Elisabeth zu Stolberg-Roßla an der Südwand des Ratzeburger Doms.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bewohnte Adolf Friedrich das Schloss Eutin in Holstein. Die im Jahr 1924 erworbene repräsentative Villa Feodora in Bad Doberan musste er zum Kriegsende 1945 räumen. Ein Verbleib in der sowjetischen Besatzungszone kam für ihn und seine Familie nicht in Frage.

Seiner Heimat Mecklenburg blieb Adolf Friedrich zeitlebens verbunden. So gehörte er bereits von 1926 bis 1945 der rechtskonservativen Herrengesellschaft Mecklenburg[51] an und übernahm im Juni 1951 die Schirmherrschaft der neu gegründeten Landsmannschaft Mecklenburg.[52]

Nach Afrika reiste er ein letztes Mal im Jahr 1960, um dort der Unabhängigkeitsfeier von Togo beizuwohnen.[53]

Adolf Friedrich zu Mecklenburg verstarb am 5. August 1969 in Eutin. Der Verstorbene und später auch seine zweite Frau wurden auf dem Friedhof des Ratzeburger Doms beigesetzt.

Wirken in Sport und Gesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 13. Juni 1898 gewann Rittmeister Adolf Friedrich zu Mecklenburg mit seinem fünfjährigen braunen Wallach „Chantry-post“ das große Armee-Jagdrennen in Hoppegarten. Wenige Tage später, am 26. Juni, verunglückte der Herzog während einer Reitveranstaltung in Hamburg und erlitt einen durch Huftritte verursachten Schädelbruch.[1][54] Als Kaiser Wilhelm II. ihm die Jagdrennen wegen ihrer Gefährlichkeit verbot,[54] wechselte er zum Automobilsport.[55] Dem Automobilsport blieb er über Jahrzehnte hinweg treu. So war er von 1928 bis 1934 Präsident des Automobilclubs von Deutschland. In dieser Funktion bekräftigte er im März 1933 die zustimmende politische Haltung des Clubs zur Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland.[56] Er betrieb zudem nach der Vereinbarung vom 7. Oktober 1933 mit dem NSKK die Selbstauflösung der Reichsorganisation des Automobilclubs von Deutschland.[57]

Der passionierte Jäger stand der Jägerschaft Mecklenburgs vor und war von 1928 bis 1934 Präsident des Reichsjagdbundes. Als Präsident des 1928 gegründeten Reichjagdbundes pflegte er auch den persönlichen Kontakt zum späteren Reichsjägermeister Hermann Göring. Während eines Treffens am 9. Mai 1933 erörterten die passionierten Jäger die zeitnahe Vereinheitlichung des deutschen Jagdwesens.[58]

Adolf Friedrich war außerdem im Vorstand des Deutschen Schützenbundes aktiv. Des Weiteren war er von 1923 bis 1945 der Vorsitzende des Doberaner Rennvereins und seit 1925 Präsident des Golf Clubs in Heiligendamm sowie des Tennisclubs Blau-Weiß.

Adolf Friedrich zu Mecklenburg war seit Januar 1933 Beisitzer im Organisationskomitee der Olympischen Spiele von 1936 in Berlin.[59] Von 1926 bis 1956 war Adolf Friedrich Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees[60] und 1949 bis 1951 Präsident des Olympischen Komitees für Deutschland. Er stellte sicher, dass das junge Deutsche Olympische Komitee wieder international anerkannt wurde.[61] In Anerkennung seiner Verdienste um den deutschen Sport verlieh ihm Bundespräsident Theodor Heuss im Jahr 1953 das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland mit Stern und Schulterband des Verdienstordens.[62] Auch International wurden seine Verdienste um den Sport gewürdigt, so wurde er anlässlich der in Melbourne stattfindenden XVI. Olympischen Spiele zum IOK Mitglied auf Lebenszeit gewählt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orden und Ehrenzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Quelle: Mecklenburg-Schwerinscher Staatskalender 1916[63])

Ehrentitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

À la suite[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Kongo zum Niger und Nil. Einbandillustrationen von Ernst M. Heims (1886–1922).
  • Ins innerste Afrika: Bericht über den Verlauf der wissenschaftlichen Zentral-Afrika-Expedition 1907/08. P. E. Lindner, Leipzig 1909, (Digitalisat).
  • Im Hinterlande von Deutsch-Ostafrika. Herrmann & Ferdinand Schaffstein, Köln 1910.
  • Quer durch den Kongostaat. Verlag der Jugendblätter (C. Schnell), München 1910.
  • Vom Kongo zum Niger und Nil, Berichte der deutschen Zentralafrika-Expedition 1910/11. F. A. Brockhaus, Leipzig 1912, (Digitalisat Band 1 und Band 2).
  • Wissenschaftliche Ergebnisse der Deutschen Zentral-Afrika-Expedition unter Führung Adolf Friedrichs, Herzog zu Mecklenburg. Leipzig 1927, (Digitalisat).
  • Heiss war der Tag. Das Kolonialbuch für das junge Deutschland. Heinrich Pfeiffer (Hrsg.), Neufeld & Henius, Berlin 1933. (Mitwirkung und Geleitwort)
  • Kolonialer Aufbau mit dem ganzen Volk. In: Das Buch der Deutschen Kolonien. Wilhelm Goldmann Verlag, Leipzig 1937, S. 344 f.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reinhart Bindseil: Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg (1873–1969). Ein Manager der Afrika-Forschung und Ruanda-Reisender des Jahres 1907 (Kaiserlicher Gouverneur von Togo 1912–1914). Selbstverlag, Bonn 1992.
  • Otto Gebhard: Durch Steppe und Urwald. Abenteuer und Erlebnisse der Afrika – Expedition des Herzogs Adolf Friedrich zu Mecklenburg. Klinkhardt & Biermann, München 1911.
  • Rudolf Junack: Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg. Leben und Wirken. (Hrsg.): Landsmannschaft Mecklenburg, Krüger & Nienstedt, Hamburg 1963.
  • Herrmann Langer: Leben unterm Hakenkreuz. Alltag in Mecklenburg 1932–1945. Edition Temmen, Rostock 1996, ISBN 978-3-86108-291-0.
  • Manfred Menger: Das Scheitern der Ambitionen des Herzogs Adolf Friedrich zu Mecklenburg auf den finnischen Königsthron im Jahre 1918. In: Finnland Studien. Band 3. Harrassowitz, Wiesbaden 2003. S. 113–126.
  • Werner Pade: Zwischen Wissenschaft, Abenteurertum und Kolonialpolitik: Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg. In: Martin Guntau (Hrsg.): Mecklenburger im Ausland. Historische Skizzen zum Leben und Wirken von Mecklenburgern in ihrer Heimat und in der Ferne. Edition Temmen, Bremen 2001, ISBN 978-3-861087-72-4.
  • Andreas Röpcke: Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg (1873–1969), „der alte Afrikaner“. In: Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde (Hrsg.): Mecklenburgische Jahrbücher. Band 121, Schwerin 2006, S. 167–207.
  • Andreas Röpcke: Der alte Herzog im jungen Togo. Die letzte Afrikareise des Herzogs Adolf Friedrich zu Mecklenburg. In: Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde (Hrsg.): Mecklenburgische Jahrbücher. Band 122, Schwerin 2007, S. 313–317.
  • Karin Stöckel: Berlin im Olympischen Rausch. Die Organisation der Olympischen Spiele in Berlin. Diplomica Verlag, Hamburg 2009. ISBN 978-3-83-666938-2. S. 12.
  • Helmut Strizek: Geschenkte Kolonien. Ruanda und Burundi unter deutscher Herrschaft. Mit einem Essay über die Entwicklung bis zur Gegenwart. Ch. Links, Berlin 2006. ISBN 978-3-86153-390-0. S. 83–86.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Adolf Friedrich von Mecklenburg-Schwerin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Hofnachrichten. In: Illustrierte Nachrichten. Band 111, Nr. 2871. Berlin 7. Juli 1898, S. 13.
  2. Exkurs: Adolf Friedrich zu Mecklenburg (1873–1969). In: Helmut Strizek: Geschenkte Kolonien: Ruanda und Burundi unter deutscher Herrschaft. Mit einem Essay über die Entwicklung bis zur Gegenwart. Ch. Links Verlag, Berlin 2006, S. 83.
  3. Rangliste der Königlich Preussischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1905. Mittler, Berlin 1905, S. 326 (Abgänge).
  4. Rangliste der Königlich Preussischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1905. Mittler, Berlin 1905, S. 330 f.
  5. Andreas Röpcke: Die letzte Fürstenhochzeit im regierenden Haus Mecklenburg. In: www.kulturwerte-mv.de. 1. September 2007, abgerufen am 28. Dezember 2016.
  6. Rudolf Junack: Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg. Leben und Wirken. Krüger & Nienstedt, Hamburg 1963, S. 4.
  7. Exkurs: Adolf Friedrich zu Mecklenburg (1873–1969). In: Helmut Strizek: Geschenkte Kolonien: Ruanda und Burundi unter deutscher Herrschaft. Mit einem Essay über die Entwicklung bis zur Gegenwart. Ch. Links Verlag, Berlin 2006, S. 83–85.
  8. a b Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg: Ins Innere von Afrika. In: Schweriner Volkszeitung. 9. April 2016, abgerufen am 27. Dezember 2016.
  9. Verein für Erdkunde zu Leipzig (Hrsg.): Mitteilungen des Vereins für Erdkunde zu Leipzig. Duncker & Humblot, Leipzig 1908, S. 36.
  10. Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg: Ins innerste Afrika: Bericht über den Verlauf der wissenschaftlichen Zentral-Afrika-Expedition 1907/08. Lindner, Leipzig 1909, S. 475.
  11. Reinhart Kössler, Heiko Wegmann: Kolonialgeschichte: Schädel im Schrank. Das düstere koloniale Erbe der deutschen Rasseforschung muss endlich aufgeklärt werden. In: DIE ZEIT Nr. 42. 13. Oktober 2011, abgerufen am 28. Dezember 2016.
  12. Adolf Friedrich zu Mecklenburg: Ins innerste Afrika: Bericht über den Verlauf der wissenschaftlichen Zentral-Afrika-Expedition 1907/08. Lindner, Leipzig 1909, S. 474 f.
  13. Leiter der großherzoglichen Vermögensverwaltung.
  14. Bernd Kasten: Herren und Knechte: Gesellschaftlicher und politischer Wandel in Mecklenburg-Schwerin 1867-1945. Quellen und Studien aus den Landesarchiven Mecklenburg-Vorpommerns, Edition Temmen, Bremen 2011, ISBN 978-3-837840-14-8, S. 285.
  15. LHAS Bestand: (5.2-5) Nr. 32a, Großherzogliche Vermögensverwaltung, Großherzog Friedrich Franz IV. an Rantzau, 21.11.1923.
  16. Heinrich Schnee (Hrsg.): Deutsches Kolonial-Lexikon. 3. Band P–Z, Quelle & Meyer, Leipzig 1920, S. 627 ff.
  17. Heinrich Schnee (Hrsg.): Deutsches Kolonial-Lexikon. 1. Band: A–G, Quelle & Meyer, Leipzig 1920, S. 16.
  18. Adolf Friedrich zu Mecklenburg: Ins innerste Afrika: Bericht über den Verlauf der wissenschaftlichen Zentral-Afrika-Expedition 1907/08. Lindner, Leipzig 1909, S. 286 f (Digitalisat).
  19. Rudolf Junack: Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg. Leben und Wirken. Krüger & Nienstedt, Hamburg 1963, S. 25.
  20. Steffi Milius: Mecklenburger Herzog als Gouverneur in Togo. In: svz.de. 24. September 2016, abgerufen am 15. Dezember 2016.
  21. Personalien: Exequatur Adolf Friedrich zu Mecklenburg. In: Reichs-Kolonialamt (Hrsg.): Deutsches Kolonialblatt. Amtsblatt für die Schutzgebiete in Afrika und in der Südsee. Nr. 5. 1. März 1913, E. S. Mittler & Sohn, S. 220.
  22. a b Documentation sur le statut des métis de pères Allemands au Togo entre 1905 et 1914. Présentation de documents allemands avec traductions ou résumés en français. Niederschrift über die am 18. Sept. 1912 im Gouverneurshaus zu Lome abgehaltene Gouvernementsratssitzung. In: Memoire Online. Abgerufen am 29. Dezember 2016 (fr u. de).
  23. a b Wilfried Wagner: Rassendiskriminierung, Kolonialpolitik und ethnisch-nationale Identität: Referate des 2. Internationalen Kolonialgeschichtlichen Symposiums. Lit, Berlin 1992. ISBN 978-3-894-73117-5, S. 116.
  24. Peter Sebald: Togo 1884–1914: eine Geschichte der deutschen „Musterkolonie“ auf der Grundlage amtlicher Quellen. Akademie-Verlag, Berlin 1988, ISBN 978-3-050-00248-4, S. 268.
  25. Horst Gründer: ... da und dort ein junges Deutschland gründen: Rassismus, Kolonien und kolonialer Gedanke vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Deutscher Taschenbuchverlag, München 1999, 978-3-42330-713-0, S, 142 ff.
  26. Institut Jugend Film Fernsehen München (Hrsg.): Zentrale Filmografie Politische Bildung. Band II: 1982. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 1982, ISBN 978-3-322-97155-5, S. 48.
  27. Wolfgang Struck: Die Eroberung der Phantasie: Kolonialismus, Literatur und Film zwischen deutschem Kaiserreich und Weimarer Republik. Vandenhoeck & Ruprecht Unipress, Göttingen 2010, ISBN 978-3-899-71769-3, S. 51.
  28. a b Martin Schröder: Prügelstrafe und Züchtigungsrecht in den deutschen Schutzgebieten Schwarzafrikas. Lit, Münster 1997, ISBN 978-3-825828-80-6, S. 60 (siehe auch Fußnote Nr. 23).
  29. Martin Schröder: Prügelstrafe und Züchtigungsrecht in den deutschen Schutzgebieten Schwarzafrikas. Lit, Münster 1997, S. 61.
  30. Neue Annalen des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin 1914. In: Großherzogliches Statistisches Amt (Hrsg.): Grossherzoglich Mecklenburg-Schwerinscher Staatskalender 1915. Verlag der Bärensprungschen Hofbuchdruckerei, Schwerin 1915, S. 564.
  31. Peter Sebald: Togo 1884–1914: eine Geschichte der deutschen „Musterkolonie“ auf der Grundlage amtlicher Quellen. Akademie-Verlag, Berlin 1988, S. 585–606.
  32. Adolf Friedrich Herzog zu Mecklenburg. In: Der Spiegel 29 (1961), abgerufen am 28. Dezember 2016.
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  39. Werner Pade: Reise um den mecklenburgischen Globus. Ingo Koch Verlag, Rostock 2000, ISBN 978-3-929-54472-5, S. 310.
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