Adolf Hitler als Namensgeber von Straßen und Plätzen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Abnahme eines Straßenschilds in Trier nach der Zeit des Nationalsozialismus

Adolf Hitler war während der Zeit des Nationalsozialismus ein häufiger Namensgeber von Straßen und Plätzen im Gebiet des damaligen Deutschen Reichs sowie in besetzten Gebieten.

Es gab eine Verordnung des Reichsinnenministeriums über die „Grundsätze für die Straßenbenennungen“ vom Juli 1933, nach welcher in jeder Stadt die wichtigste Straße oder der zentrale Platz nach Adolf Hitler zu benennen war.[1] Eine Benennung erfolgte mitunter auch vor dem Hintergrund einer Ehrenbürgerschaft Hitlers in der betreffenden Stadt.

Die Umbenennungen von Straßen und Plätzen waren Teil des Personenkultes um Hitler und dienten der Propaganda und Machtdemonstration. Darüber hinaus wurden viele Straßen und Plätze in der Zeit des Nationalsozialismus systematisch im Sinne des Regimes umbenannt, indem Namen, die mit Regimekritik oder etwa der Weimarer Republik verbunden waren, systematisch getilgt wurden.[2]

Nach 1945 wurden alle Straßen und Plätze mit Adolf Hitler als Namensgeber im Rahmen der Entnazifizierung umbenannt.

Adolf-Hitler-Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Folgenden eine Auswahl von Straßen, die ehemals Adolf-Hitler-Straße oder Adolf-Hitler-Allee hießen, ggf. mit Angabe der heutigen Benennung:

Adolf-Hitler-Plätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Postkarte des Adolf-Hitler-Platzes in Kutno, Polen
Anbringung deutscher Straßenschilder, beispielsweise „Adolf Hitler Platz“, im damaligen Jarotschin (heute Jarocin), Polen

Im Folgenden eine Liste von Plätzen mit dieser Namensgebung.

Weitere ähnliche Benennungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. saar-nostalgie.de abgerufen am 31. Oktober 2012.
  2. Fragwürdige Ehrungen!? Straßennamen als Instrument von Geschichtspolitik und Erinnerungskultur. hu-berlin.de; abgerufen am 1. November 2012.
  3. Elke Grosse Vorholt: … wir waren nicht freiwillig hier! 2002, ISBN 3-8258-5940-1, S. 56.
  4. Michael Hartmann: Wie alles begann… 75 Jahre Rheinischer GUVV. In: Rheinischer Gemeindeunfallversicherungsverband (Hrsg.): Kommunaler Arbeitsschutz. 15. Jahrgang, Nr. 2, 1. Februar 2004, S. 8 (Online [PDF; 1,2 MB; abgerufen am 30. Juni 2020]): „Nach einem Bombenangriff auf die Stadt Düsseldorf in der Nacht vom 10. auf den 11. September 1942 waren die Geschäftsräume des Verbandes zerstört, so dass die Büros in das Landeshaus, Bergeufer 1, verlegt wurden. Im Mai 1944 erfolgte der Umzug des Verbandes nach Andernach, Adolf-Hitler-Straße 54, der heutigen Aktienstraße. Die Akten wurden per Schiff an den neuen Dienstort gebracht, wobei einzelne Akten, u. a. ein Kassenbuch, beim Verladen in den Rheinfluten untergingen“
  5. Frühere Straßennamen in Harlingerode
  6. Heinz Grosche: Geschichte der Stadt Bad Homburg vor der Höhe. Band 4: Drei schwere Jahrzehnte 1918-1948. Kramer, Frankfurt am Main, ISBN 3-7829-0436-2, S. 275ff.
  7. Bad Koesen Geschichte: Kaiserreich – Weimarer Republik – Drittes Reich (Memento vom 2. Januar 2016 im Internet Archive)
  8. Ansichtskarte / Postkarte Bad Köstritz in Thüringen, Adolf-Hitler-Straße
  9. Ansichtskarte / Postkarte: Bad Schmiedeberg, Adolf-Hitlerstraße
  10. bargteheide.de (Memento vom 15. August 2011 im Internet Archive; PDF)
  11. Reiner Maaß und Manfred Berg (Hrsg.): Bensheim – Spuren der Geschichte. EditionDiesbach, Weinheim 2006, ISBN 3-936468-31-1, ISBN 978-3-936468-31-1, Seite 352.
  12. berg-pfalz.de (Memento vom 21. April 2014 im Internet Archive; PDF)
  13. Stadtmuseum Bonn: Ehemaliges Straßenschild „Adolf-Hitler-Straße“: Emailleschild aus dem Jahre 1933. (Memento vom 10. Oktober 2012 im Internet Archive)
  14. Petržalka – turistický sprievodca, 2012 (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive), ISBN 978-80-971187-5-4
  15. VON ANDREA ROLFES: Bündes Straßen aus der Nazizeit. In: Bünde. (nw.de [abgerufen am 19. Dezember 2017]).
  16. morgenweb.de
  17. nw-news.de
  18. LWL Karte für Dortmund Adolf-Hitler-Allee/Hainallee
  19. Dülmen, Adolf-Hitler-Straße / Marktstraße. Abgerufen am 8. Oktober 2019.
  20. ebersbach.de
  21. Osthessennews: In Straßennamen Geschichte eines Dorfes lesen, 9. Januar 2015
  22. Klaus-Dieter Gansleweit, Erich Opitz, Manfred Schieche: Das alte Fürstenberg (Oder). 1. Auflage. Erfurt 1998, ISBN 978-3-89702-022-1, S. 28.
  23. gelnhausen.de (Memento vom 1. Februar 2014 im Internet Archive; PDF)
  24. Die Umbenennungs-Welle nach der Eingemeindung In. Augsburger Allgemeine, erschienen am 26. Juli 2012, abgerufen am 12. Juni 2022.
  25. ZeitRaum 3 Nationalsozialismus | Virtuelles Museum der Stadt Halle Westf. In: Haller Zeiträume. Abgerufen am 9. Februar 2022 (deutsch).
  26. Hanau 1933 - 1945. Abgerufen am 6. Juli 2020.
  27. hemsbach.de (Memento vom 21. April 2014 im Internet Archive)
  28. SHELL Stadtkarte Nr.67 Hildesheim (1935/36). Abgerufen am 11. August 2020.
  29. Hennefer Volkszeitung, 11. April 1933. auf da.stadt-hennef.de.
  30. sepp-herberger-gs.de (Memento vom 21. April 2014 im Internet Archive)
  31. Straßennamen als Propagandamittel - Kaarst - Geschichte in Straßen. Abgerufen am 22. April 2021.
  32. Stadtwiki Karlsruhe
  33. DNB 574286454
  34. Kitzingen – Angeregte Diskussion über Rother. mainpost.de, abgerufen am 9. September 2015.
  35. Straßen und Plätze in Klotzsche, abgerufen am 31. Oktober 2012.
  36. Ansichtskarte / Postkarte: Köthen in Anhalt, Adolf-Hitler-Straße
  37. Stefan Wicklein: Kronach: 1920 bis 1950. Sutton-Verlag, Erfurt 2005, ISBN 3-89702-898-0.
  38. mut-gegen-rechte-gewalt.de (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  39. leverkusen.com
  40. Adressbuch Lochau. Abgerufen am 30. Oktober 2018.
  41. Wilhelm Reinecke (Hrsg.): Die Straßennamen Lüneburgs. 3. Auflage. August Lax Verlagsbuchhandlung, Hildesheim 1966.
  42. Guy May: Die Straßenbezeichnungen der Stadt Luxemburg unter deutscher Besatzung (1940–1944) (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  43. wiki-de.genealogy.net
  44. Mönchengladbach: Wie die Stadt braun wurde. In: Website der Rheinischen Post, 15. November 2009. Abgerufen am 25. März 2017.
  45. Diefenbachstraße. In: sollner-hefte.de. Abgerufen am 13. Juni 2013.
  46. naumburg-geschichte.de: Neuanfang
  47. kircheneckarhausen.de (Memento vom 3. Februar 2014 im Internet Archive; PDF)
  48. Klaus Müller: Zur Geschichte der Benennung von Straßen und Plätzen in Neuss. In: Jens Metzdorf (Hrsg.): Die Straßen von Neuss. Stadtarchiv Neuss, ISBN 978-3-922980-25-4, S. 58, 622.
  49. Radeberger Blätter zur Stadtgeschichte (Band 10). Hrsg.: Große Kreisstadt Radeberg, Juli 2012
  50. Ansichtskarte / Postkarte: Raguhn (Anhalt), Adolf-Hitler-Straße
  51. Erinnern und Gedenken - Verfolgung und Widerstand in Sangerhausen 1933-1945, abgerufen am 23. August 2017.
  52. bergedorfer-zeitung.de
  53. op-online.de
  54. siwiarchiv.de
  55. Ansichtskarte / Postkarte Siegenburg im Kreis Kelheim | akpool.de. Abgerufen am 15. Dezember 2020.
  56. Ansichtskarte / Postkarte: Sinsheim, Adolf Hitler Straße am Karlsberg
  57. novinar.bg abgerufen am 14. Oktober 2014.
  58. Liste der Ehrenbürger der Stadt Traunstein (Memento vom 9. November 2013 im Internet Archive) (PDF) abgerufen am 8. November 2013.
  59. Projektseminar: Geschichte zum Kriegsende. veitshoechheim-blog.de, abgerufen am 9. September 2015.
  60. ak-ansichtskarten.de
  61. a b c Die Straßenbenennungspraxis in Westfalen und Lippe während des Nationalsozialismus – Datenbank der Straßenbenennungen 1933–1945. In: Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Abgerufen am 10. April 2020.
  62. Herne, Stöckstraße
  63. Rund um die Peterskirche Weinheim. (Memento vom 2. Februar 2014 im Internet Archive; PDF)
  64. Weißenfels. jüdische-gemeinden.de
  65. Landschaftsverband Westfalen-Lippe
  66. @1@2Vorlage:Toter Link/www.swp.de(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: swp.de)
  67. Adolf-Hitler-Platz. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins
  68. a b Chronik der Stadt Braunschweig für den 6. November 1937
  69. gruene-bruchsal.de (Memento vom 21. September 2011 im Internet Archive)
  70. ksta.de
  71. am 17. März 1939 war für nur einen Tag der Brünner Freiheitsplatz - náměstí Svobody nach A. H. unbenannt worden, am nächsten Tag hat man für den Führer einen anderen Platz in der Nähe gefunden und die „Freiheit“ war wieder am Platz zurückgekehrt, aber nur dort. náměstí Adolfa Hitlera v Brně
  72. Hindenburgstraße und Hitler-Platz. (Memento vom 27. Februar 2012 im Internet Archive) abgerufen am 31. Oktober 2012.
  73. Marco Virgillito: 2,7 Tonnen Emmericher Geschichte. 30. November 2012, abgerufen am 10. Januar 2019.
  74. Mario Emonds: Erkelenz im Dritten Reich. 8. Oktober 2008, abgerufen am 2. Februar 2021.
  75. Stadtplan Erkelenz. Abgerufen am 2. Februar 2021.
  76. Osthessennews: "Entwicklung Fuldas im Spiegel seiner Stadtpläne", 29. Juni 2005
  77. Stadt Herne
  78. hohenstein-ernstthal.de (Memento vom 27. April 2013 im Internet Archive)
  79. Stadtwiki Karlsruhe
  80. Ketsch KW36 2011 (Memento vom 7. März 2016 im Internet Archive) (PDF; 3,0 MB)
  81. leverkusen.com
  82. rp-online.de
  83. nordhausen-im-ns.de (Memento vom 26. Juni 2015 im Internet Archive)
  84. Ansichtskarte 1, und Ansichtskarte 2
  85. Info Hauptmarkt Nürnberg (Memento vom 15. August 2016 im Internet Archive)
  86. plankstadt.de (Memento vom 12. Februar 2013 im Webarchiv archive.today)
  87. Das Blech von Rudolstadt. In: Der Spiegel. Nr. 1, 1999 (online).
  88. Adolf Hitler und Nordhausen
  89. Ehrenbürger Adolf Hitler. In: Panorama 3. NDR, 7. Dezember 2016, abgerufen am 28. Februar 2017.
  90. Paul Engels: Erinnerung an die Pogromnacht 1938. In: Stadt Siegburg (Hrsg.): 65er Nachrichten. Band 44, 2014, S. 4 (siegburg.de [PDF; abgerufen am 3. Februar 2018] Heft 169, Ausgabe 1/2014).
  91. Manfred Wieninger: St. Pöltner Straßennamen erzählen. Loewenzahn, Innsbruck 2002, ISBN 3-7066-2208-4, S. 310: Eintrag zu Rathausplatz.
  92. Náměstí Svobody Teplice
  93. Warum die Olgastraße mit Nr. 62 beginnt. (Memento vom 6. Januar 2014 im Internet Archive) In: Südwestpresse, 9. September 2008
  94. Walter Baumgartner, Robert Streibel: Juden in Niederösterreich. R. Oldenbourg, Wien 2004, S. 106
  95. heimatsammlung.de
  96. Herne, Eickler Markt
  97. Von einer mutigen Bäuerin. rp-online.de, abgerufen am 31. Oktober 2012.
  98. Hopfenstadt Saaz
  99. s197410804.online.de
  100. AK Zwiesel, -Platz mit Maibaum Nr. 7979483 - oldthing: Ansichtskarten Bayern. Abgerufen am 27. Juni 2019.
  101. Andreas Oeding, Broder Schwensen, Michael Sturm: Flexikon. 725 Aha-Erlebnisse aus Flensburg! Flensburg 2009, Artikel: Carlisle-Park und Adolf-Hitler-Anlagen
  102. Dieter Pust: Flensburger Straßennamen (= Schriftenreihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte. Band 61). Flensburg 2005, ISBN 3-925856-50-1, Am Bundesbahnhof, S. 10.
  103. imaguncula.de (Memento vom 12. April 2013 im Webarchiv archive.today)
  104. Strassenumbenennungen nach dem Krieg in Frankfurt (Memento vom 31. Dezember 2013 im Internet Archive)
  105. Gießen, SD-Außenstelle Gießen. Topografie des Nationalsozialismus in Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  106. Historische Panoramas vom Hansering. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 29. August 2016; abgerufen am 29. August 2016.
  107. igbau.de (PDF; 3,6 MB) abgerufen am 2. November 2012
  108. rhein-neckar.verdi.de (Memento vom 12. Februar 2013 im Webarchiv archive.today)
  109. format.at