Adolf Leweke

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Adolf Leweke (* 18. Dezember 1892 in Elberfeld; † 23. Februar 1970 in Remagen) war ein hessischer Politiker (Zentrum, CDU) und ehemaliger Abgeordneter der Verfassungberatenden Landesversammlung Groß-Hessen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adolf Leweke besuchte die Volksschule und Mittelschule und danach die Akademie der Arbeit und Ingenieurschule. Beruflich arbeitete er als Lokomotivführer und seit 1921 als Vorstandsmitglied der Gewerkschaft der Eisenbahner in Berlin. 1925 wurde er Geschäftsführer der Frankfurter Theatergemeinde und des Landesverbandes Hessen des Bühnenvolksbundes e.V. und Direktor der Wanderbühnen des Bühnenvolksbundes in Südwestdeutschland. Ab Kriegsbeginn arbeitete er bei VDM (Vereinigte Deutsche Metallwerke) in Frankfurt-Heddernheim. Weiterhin arbeitete er als Schriftleiter, Verlagsangestellter, Normen-Ingenieur und Ministerialrat. 1952 wurde er Hauptabteilungsleiter beim DGB-Vorstand in Düsseldorf.

Adolf Leweke war bis 1933 Mitglied des Zentrums und des Windthorstbundes.

Zum 23. Mai 1933 trat er in die NSDAP ein.[1]

1945 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der CDU. 1945/46 war er Vorsitzender des Frankfurter Bürgerrates und nach den ersten freien Kommunalwahlen von 1946 bis 1952 Stadtverordneter in Frankfurt am Main sowie stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher von 1946 bis 1948.

Vom 26. Februar 1946 bis zum 14. Juli 1946 war er Mitglied des Beratenden Landesausschusses Groß-Hessen und vom 15. Juli 1946 bis zum 30. September 1946 Mitglied der Verfassungberatenden Landesversammlung Groß-Hessen.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adolf Leweke war mit Margarethe, geborene Gerst (1896 bis 1965) verheiratet. Trauzeuge bei der Hochzeit 1922 in Berlin 1922 war Jakob Kaiser. Adolf Leweke ist Vater des Frankfurter Journalisten Wendelin Leweke (1927 bis 1996), sein zweiter Sohn Adolf (1923 bis 1993) war Architekt in Kaarst.

Einer der Gründer der Frankfurter Rundschau, Wilhelm Karl Gerst, war sein Schwager.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Adolf-Leweke-Straße in Frankfurt-Eckenheim ist nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jochen Lengemann: Das Hessen-Parlament 1946–1986. Biographisches Handbuch des Beratenden Landesausschusses, der Verfassungsberatenden Landesversammlung und des Hessischen Landtags (1.–11. Wahlperiode). Hrsg.: Präsident des Hessischen Landtags. Insel-Verlag, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-458-14330-0, S. 321–322 (hessen.de [PDF; 12,4 MB]).
  • Albrecht Kirschner: Abschlussbericht der Arbeitsgruppe zur Vorstudie „NS-Vergangenheit ehemaliger hessischer Landtagsabgeordneter“ der Kommission des Hessischen Landtags für das Forschungsvorhaben „Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen“. Hrsg.: Hessischer Landtag. Wiesbaden 2013 (Download [PDF; 479 kB]).
  • „...der Demokratie entgegen“ – Die Sitzungsprotokolle des Beratenden Landesausschusses von Groß-Hessen im Jahr 1946 – Eine Dokumentation, bearbeitet von Bernhard Parisius und Jutta Scholl-Seibert, Wiesbaden 1999, ISBN 3-930221-05-5, Seite 41.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Albrecht Kirschner: Abschlussbericht der Arbeitsgruppe zur Vorstudie „NS-Vergangenheit ehemaliger hessischer Landtagsabgeordneter“ der Kommission des Hessischen Landtags für das Forschungsvorhaben „Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen“. Hrsg.: Hessischer Landtag. Wiesbaden 2013, S. 24 (Download [PDF; 479 kB]).