Adolfo Nicolás

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Adolfo Nicolás (2008)

Adolfo Nicolás Pachón SJ (* 29. April 1936 in Villamuriel de Cerrato, Provinz Palencia, Spanien) ist ein römisch-katholischer Theologe und seit 2008 der 30. Ordensgeneral der Jesuiten.

Leben[Bearbeiten]

Adolfo Nicolás Pachón trat 1953 in das Noviziat der jesuitischen Ordensprovinz Toledo ein und studierte Philosophie und Theologie. Seit 1964 lebte er in Japan und empfing am 17. März 1967 in Tokio die Priesterweihe. Anschließend absolvierte er ein Aufbaustudium an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. 1971 wurde er zum Professor für Systematische Theologie an die im Yotsuya Campus gelegene Tokioter Sophia-Universität berufen. Von 1978 bis 1984 Direktor des Pastoralinstituts von Manila, betätigte er sich anschließend in Südkorea. Von 1993 bis 1999 war er Provinzial der Japanischen Ordensprovinz, seit 2004 Leiter der Jesuit Asia Pacific Conference (Jesuitenkonferenz Ostasiens und Ozeaniens).

Bei der 35. Generalkongregation in Rom wurde er von 217 Delegierten nach zwölftägiger nicht öffentlicher Beratung am 19. Januar 2008 zum Ordensgeneral der Gesellschaft Jesu, des mit 19.200 Mitgliedern weltgrößten katholischen Männerordens gewählt. Er trat damit die von Papst Benedikt XVI. bestätigte Nachfolge des seit 1983 amtierenden Niederländers Peter-Hans Kolvenbach an.[1]

Über die Wahl des zur Societas Jesu gehörenden Papstes Franziskus zeigte sich Nicolás sehr erfreut und wertete die Wahl als Zeichen der Hoffnung.[2]

Im Mai 2014 kündigte er in einem Brief an alle Jesuiten den bereits mit Papst Franziskus besprochenen Rücktritt für Ende 2016 an.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Jesuiten-Orden hat neuen Generaloberen Wochenendzusammenfassung“, pr-inside über AP, 20. Januar 2008
  2. Ordensvertreter beglückwünschen Franziskus

Weblinks[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Peter Hans Kolvenbach Generaloberer der Gesellschaft Jesu
seit 2008
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