Adolph Winkelmann (Politiker)

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Adolph Winkelmann (* 13. November 1813 in Münster; † 30. September 1883 ebenda) war ein westfälischer Richter sowie Mitglied des Konstituierenden Reichstags des Norddeutschen Bundes.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ablegen des Abiturs am Gymnasium in Münster studierte Adolph Winkelmann Rechtswissenschaft in Heidelberg, Bonn und Berlin. Während seines Studiums wurde er 1830 Mitglied der Burschenschaft Germania- und Populonia Bonn. 1835 wurde er wegen eines Vergehens gegen das Pressegesetz zu einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Nach Abschluss seines Studiums war er Assessor am Oberlandesgericht in Münster, anschließend in Dorsten, wo er ab 1849 Kreisrichter und ab 1862 bis zu seiner Pensionierung 1872 Kreisgerichtsrat war.[1]

Von 1862 bis 1870 war Winkelmann Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses.[2] 1867 war er Mitglied des Konstituierenden Reichstags des Norddeutschen Bundes für den Wahlkreis Münster 3 (Borken, Recklinghausen). Er gehörte im Reichstag der Fraktion der Freien Vereinigung an.[3] Winkelmann stand in Opposition zur Politik Otto von Bismarcks, der für eine kleindeutsche Lösung unter preußischer Führung eintrat und stimmte bei der Abstimmung über die Verfassung des Norddeutschen Bundes mit Nein.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 6: T–Z. Winter, Heidelberg 2005, ISBN 3-8253-5063-0, S. 325–326.
  • Bernd Haunfelder, Klaus Erich Pollmann: Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867–1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch (= Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 2). Droste, Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-5151-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bernd Haunfelder, Klaus Erich Pollmann: Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867–1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch (= Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 2). Droste, Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-5151-3, Foto S. 360, Kurzbiographie S. 489.
  2. Bernhard Mann (Bearb.) unter Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh, Thomas Kühne: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 419.
  3. Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 134.
  4. Reichstagsprotokoll vom 16. April 1867. Münchener Digitalisierungszentrum, abgerufen im 20. Oktober 2010 (pdf).