Adolph von Danckelmann (Legationsrat)
Adolph Albrecht Friedrich Wilhelm Freiherr von Danckelmann, auch Dankelmann, (* 5. November 1779 in Chinsura, Westbengalen; † 29. November 1820) war ein Geologe, sächsischer Legationsrat und Oberbergrat.
Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Er stammte aus der Adelsfamilie von Danckelmann. Sein Vater Wilhelm von Danckelmann war niederländischer Kronfiskal in Ostindien. Nach dessen frühen Tod heiratete die Mutter Cornelia Helena Baumgardt den Bruder Ludwig Philipp Gottlob von Danckelmann und zog mit den Kindern auf dessen Güter in Lodersleben in Thüringen. Adolf von Danckelmann studierte an der Bergakademie in Freiberg. Danach war er einige Zeit am Hof in Weimar, den er nach einem Duell jedoch verlassen musste.
Danckelmann segelte 1802 mit einer Expedition der Niederländischen Ostindien-Kompanie unter General Jansen nach Batavia (Djakarta) in Ostindien und machte dort einige mineralogische Studien.[1] Auf der Rückreise blieb er 1803 in Südafrika (Cap-Colonie) und führte im Auftrag der dortigen Administration umfangreiche geologische und mineralogische Untersuchungen durch.[2] 1805 kehrte er nach Weimar zurück.
Sein Bruder William Freiherr von Danckelmann überließ ihm und seinem jüngsten Bruder Cornelius zwei Drittel der vom Vater 1802 abgetretenen Hälfte der beiden Rittergüter in Lodersleben (genannt das Schuttsacksche und das Marschallsche Gut).
1806 wurde Adolph von Danckelmann Bergamtsassessor in Coburg. Seit 1809 war er Legationsrat und Resident des Königreichs Sachsen in Danzig und blieb dies bis 1810. 1817 wurde Danckelmann zum Oberbergrat im Herzogtun Sachsen-Coburg ernannt. Er starb kurz nach seinem 41. Geburtstag an Wassersucht.
Adolph von Danckelmann veröffentlichte einige Schriften über seine mineralogischen Studien.
Er war mit Marianna Jagemann (1783–1858), einer Schwester der Schauspielerin Karoline Jagemann, seit 1806 verheiratet. Die Ehe wurde 1815 wieder geschieden.[3] Aus ihr ging u. a. die 1807 in Coburg geborene Tochter Marianne (Mariana) hervor.
Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Berlinische Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen, Nr. 50, 25. April 1812, S. 4
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. Gotha 1899, S. 157, mit Familienangaben
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ Allgemeine geologische Ephemeriden. Band 19. 1806. S. 522
- ↑ Adolph von Danckelmann Biographical Database of South African Sciences, mit Literaturangaben (englisch)
- ↑ Ruth B. Emde: Selbstinszenierungen im klassischen Weimar: Caroline Jagemann, Band 1: Autobiographie, Kritiken, Huldigungen. Göttingen 2004 S. 622, zur Situation der Familie kurz vor der Scheidung
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Danckelmann, Adolph von |
| ALTERNATIVNAMEN | Danckelmann, Adolph Albrecht Friedrich Wilhelm Freiherr von (vollständiger Name); Dankelmann, Adolph von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Geologe, Legationsrat und Oberbergrat |
| GEBURTSDATUM | 5. November 1779 |
| GEBURTSORT | Chinsura, Westbengalen |
| STERBEDATUM | 29. November 1820 |