Adone Zoli

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Adone Zoli

Adone Zoli (* 16. Dezember 1887 in Cesena; † 20. Februar 1960 in Rom) war Ministerpräsident Italiens vom 19. Mai 1957 bis zum 19. Juni 1958.

Zoli studierte Jura an der Universität Bologna und war danach Rechtsanwalt. Im Jahre 1919 trat er in die katholische PPI von Luigi Sturzo ein. Er vertrat dort antifaschistische Ansichten. Im Jahre 1926 wurde die PPI verboten. Nach dem Sturz Mussolinis am 25. Juli 1943 war Zoli Mitglied des Befreiungsrats (Comitato di Liberazione Nazionale) in Florenz.[1] Er war Gründungsmitglied der am 15. Dezember 1943 gegründeten Democrazia Cristiana.

Bei den Parlamentswahlen am 18. April 1948 wurde Zoli in den Senat gewählt.[2] Von März 1950 bis Juli 1951[3] war Zoli einer der fünf Vizepräsidenten des Senats, zwischen dem 26. Juli 1951 und dem 7. Juli 1953 Justizminister und vom 18. Januar 1954 bis zum 10. Februar 1954 war er Finanzminister Italiens. Nach dem Tod Alcide de Gasperis wurde Zoli Vorsitzender der Abgeordnetenkammer. Vom 19. Februar 1956 bis zum 1. Juli 1958 war er Haushaltsminister (Ministro del bilancio). Am 19. Mai 1957 wurde er auch Ministerpräsident (→ Kabinett Zoli, sein Vorgänger war Antonio Segni).

Bei den Parlamentswahlen am 25. Mai 1958 erhielt die DC 42,36 Prozent der Stimmen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.firenzeindiretta.it
  2. siehe auch Liste der 237 Senatoren
  3. www.senato.it: I legislatura

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Antonio Segni Ministerpräsident von Italien
1957–1958
Amintore Fanfani