Adorf (Diemelsee)

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Adorf
Gemeinde Diemelsee
Koordinaten: 51° 21′ 40″ N, 8° 48′ 21″ O
Höhe: 349 (346–405) m ü. NHN
Fläche: 16,07 km²[1]
Einwohner: 1554 (5. Apr. 2019)[2]
Bevölkerungsdichte: 97 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34519
Vorwahl: 05633
Karte
Lage von Adorf in Nordhessen
Die Hauptstraße
Die Hauptstraße

Adorf (Audio-Datei / Hörbeispiel Aussprache?/i) ist ein Ortsteil der Gemeinde Diemelsee im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg. Im Jahr 2020 hat der Ort eine 900-jährige Ortsgeschichte. Adorf ist größter Ortsteil der Gemeinde Diemelsee und Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adorf liegt in der Waldecker Tafel und im Naturpark Diemelsee an der Rhene. Im Ort sind die Landesstraßen 3076, 3078 und 3082 miteinander verbunden. In der naturräumlichen Gliederung des Ostsauerländer Gebirgsrandes sind die Adorfer Bucht (Naturraum 332.6, auch Vorupländer Bucht genannt) und der Adorfer Grund (Naturraum 332.62) bekannt.[3] Die dem Ort zugerechnete Gemarkungsgröße beträgt 1.607 Hektar. Bekannte (auch aufgegebene) Siedlungsplätze in der Gemarkung von Adorf sind bzw. waren:[1][4]

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brilon

Rhenegge
Padberg
Windrose klein.svg Bad Arolsen

Wirmighausen
Sudeck
Flechtdorf
Korbach

Adorf ist Ortsteil und Sitz der Gemeinde Diemelsee. Die Lage und Richtung zu den Nachbarorten ist nebenstehend dargestellt.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gebiet von Adorf herrscht gemäßigtes Mittelgebirgsklima. Aktualisierte Informationen befinden sich im Abschnitt Weblinks.


Klimatische Durchschnittswerte für Adorf (Diemelsee)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) −0,7 0,9 3,3 7,5 11,4 14,8 16 15,7 13,1 8,8 3,7 0,9 Ø 8
Niederschlag (mm) 84 63 72 61 76 86 87 74 79 75 72 91 Σ 920
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61
76
86
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74
79
75
72
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: [5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die früheste Anwesenheit von Menschen in der Adorfer Region ist durch jungsteinzeitliche Streufunde belegt. Im Bestand des Wolfgang-Bonhage-Museum Korbach sind entsprechende Fundstücke aus dieser Zeit und nachfolgenden Perioden. Streufunde Funde zur keltischen Besiedlung in der Region werden ab dem 5. Jahrhundert datiert. Der Latènezeit folgte Besiedlung durch Germanen. Die Bereiche von germanischen Stämmen haben sich in der Region mehrfach verschoben. Anfänglich gibt es in der Region Cherusker und Chatten. Später finden sich Sugambrer und Marser in der Region. Römische Besiedlung um Adorf ist nicht bekannt; die nächsten Nachweise zu Römern finden sich im heutigen Gebiet von Ostwestfalen-Lippe. Für die Zeit von etwa 100 bis etwa 500 ist kaum etwas zur regionalen Geschichte bekannt.[6]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schandpfahl in Adorf

Adorf befand sich in Grenzbereichen der sächsischen und fränkischen Gebiete. Ab etwa 690 war Adorf im Einflussbereich der Angrivarier (auch als Angrevarier, Angarier, Engern, lateinisch: Angrivarii, Angarii bekannt). Der Missionierung der Chatten folgend, setzte auch im Bereich von Adorf die Christianisierung ein. Adorf war zunächst im Einflussbereich der Eresburg (im heutigen Marsberg) und wurde von dort missioniert. Später lag Adorf im frühmittelalterlichen Gau Nithersi der später auch als Itergowe, Pago Itherga und Grafschaft Itter bekannt war.[6]

1120 wurde der Ort „Adorp“ erstmals erwähnt, als „Thietmar“ (auch als Ditmar, Diethmar bekannt), der Bruder des Erpo von Padberg, und dessen Witwe Beatrix den Besitz dem Erzbischof Friedrich von Köln überließen.[7] Die nächste urkundliche Erwähnung als „Adorp“ erfolgte 1194 in einer Urkunde zum Kloster Flechtdorf.[1] 1228 wird mit „Brunonis militis de Athorpe“ ein örtliches Adels- oder Ministerialengeschlecht genannt.[8] „Athorp“ wurde 1231 bei der Aufteilung der Archdiakonate in Paderborn erwähnt und dem Bereich „Horhusen“ (Marsberg) zugewiesen.[9] Die Padberger Fehde in den 1410er Jahren wurde unweit von Adorf ausgetragen. Lippold von Canstein überfiel im Jahr 1510 den Ort; er brannte, raubte, mordete und nahm Einwohner gefangen, die später gemartert und getötet wurden. Daraus entwickelte sich eine Fehde mit den Grafen von Waldeck, die 1512 endete.[10]

Der Ort wird in historischen Dokumenten mit folgenden wechselnden Schreibweisen erwähnt: Adorp (1120), Athorpe (1228), Athorp (1231), Adorp (1340), Adorff (1733).[1]

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Firma REKTOL wurde 1892 ursprünglich als Fettwarenversandtgeschäft C. Pohlmann von der Familie Pohlmann in Adorf gegründet. Die Firma war bis 1902 in Adorf ansässig. Mit 125-jähriger Geschichte ist die Firma noch in Korbach aktiv und liefert im 21. Jahrhundert Spezialöle und Schmierstoffe.

Die Adorfer Tradition der Pferdezucht ist bis in Zeiten vor dem Dreißigjährigen Krieg bekannt. Die „Gestütsstation“ in Adorf war eine Filiale des Hessischen Landesgestüt Dillenburg. Sie wurde 1987 nach 100-jährigem Bestehen geschlossen, weil in Landwirtschaft kaum noch Pferde gebraucht wurden. Die heutige Pferdezucht in und um Adorf wird maßgebend vom Pferdezuchtverein Nordhessen betreut.[11]

Bergbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergarbeiterdenkmal

Die älteste Urkunde über den Eisenerzabbau in Adorf stammt vom 5. Januar 1273. Sie bestätigt das Schürfrecht im Raum Esbeck, einer Wüstung im Raum Adorf, südlich der ehemaligen Schachtanlage Webbel, in „Uppspringe“, dem heutigen Giershagen, und am „Ameslyth“, dem heutigen Arnstein bei Padberg.[12][13] Gleichzeitig werden in dieser die Eigentumsverhältnisse zwischen dem Kloster Bredelar und den in der Gegend begüterten Adelsgeschlechtern geregelt.

Die Gruben am Martenberg – Webbel, Christiane,[14] Eckefeld, Hubertus und Reinhard – spielten für den Adorfer Bergbau eine große Rolle. Immer wieder wurden sie zu Streitobjekten zwischen dem Kloster Bredelar und örtlichen Adelsgeschlechtern. Bereits 1495 und 1613 ließen sich die Waldecker Grafen vom Kaiser mit dem Bergregal (Nutzung der Bodenschätze) belehnen.

Nach über 800-jähriger Tradition des Adorfer Erzbergbaues wurde am 16. April 1963 im Revier Martenberg die letzte Förderschicht, im Rahmen der Stilllegung des gesamten inländischen Eisenerzbergbaus von Mannesmann, gefahren. In der Zeit von 1938 bis 1963 waren allein in der Grube Christiane 1.720.996 Tonnen Erz gefördert worden.

Heute betreibt der Knappenverein Adorf in der ehemaligen Grube Christiane ein Besucherbergwerk. Die Eröffnung fand am 17. Mai 1986 statt. Ein Bergbaumuseum wurde am 20. April 1989 eröffnet.[15]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 1971 bildeten Adorf und zwölf weitere zuvor selbständige Gemeinden die neue Gemeinde Diemelsee.[16]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adorf: Einwohnerzahlen von 1770 bis 1967
Jahr  Einwohner
1770
  
673
1834
  
854
1840
  
876
1846
  
886
1852
  
905
1858
  
876
1864
  
942
1871
  
904
1875
  
903
1885
  
1.094
1895
  
1.148
1905
  
1.142
1910
  
1.112
1925
  
1.110
1939
  
1.137
1946
  
1.615
1950
  
1.642
1956
  
1.499
1961
  
1.582
1967
  
1.546
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]

Historische Zahlen zur Bevölkerungsentwickung:[1]

Jahr Häuser
1541 44
1620 64
1650 43
1738 102
1770 107
Jahr Einwohner
1449 350[17]
1517 474[17]
1770 673
1834 854
1840 876
1846 886
1852 905
1858 876
1864 942
1871 904
1875 903
Jahr Einwohner
1885 1094
1895 1148
1905 1142
1910 1112
1925 1110
1939 1137
1946 1615
1950 1642
1956 1499
1961 1582
1967 1546

Einwohner mit Hauptwohnsitz in Adorf seit 2001:

Jahr Einwohner
2001 1645[18]
2002 1695[19]
2010 1625[20]
2011 1608[21]
2012 1608[22]
2013 1548[23]
Jahr Einwohner
2014 1549[24]
2015 1573[25]
2016 1591[4]
2017 1592[26]
2018 1595[27]
2019 1554[2]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie der größte Teil der ehemaligen Grafschaft Waldeck-Pyrmont liegt Adorf historisch in einem vorwiegend protestantischen Gebiet.

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

  • 1895: 1082 evangelische (= 94,25 %), 22 katholische (= 1,92 %), 11 andere Christen (= 0,96 %), 33 Juden (= 2,87 %)
  • 1961: 1405 evangelische (= 88,81 %), 159 katholische (= 10,05 %) Einwohner

Jüdische Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstein Anm

In der Zeit vom 18. Jahrhundert bis 1939 zur Zeit des Nationalsozialismus bestand eine jüdische Gemeinde im Ort. 1832 erhielt sie von Fürst Georg II. zu Waldeck und Pyrmont die Genehmigung zur Einrichtung einer Synagoge. Vom damaligen Bürgermeister Adolph Schwarzenberg, der vom jüdischen Glauben zum Christentum konvertiert war, kaufte man ein Fachwerkhaus. 1855 wird das Synagogengebäude in einem Register als der „Juden-Tempel“ benannt. An weiteren Einrichtungen bestanden ein rituelles Bad (Mikwe) und eine Religionsschule (um 1872 wird eine für den Unterricht gemietete Schulstube in der Bergstraße erwähnt).

Anfang des 19. Jahrhunderts legte die jüdische Gemeinde einen Friedhof an. Von 1809 bis 1936 wurde hier bestattet. Der Friedhof befindet sich in unmittelbarer Nähe der Dansenberghalle. Die Friedhofsfläche beträgt 8,85 ar. (Über die Zufahrt zur Dansenberghalle kommt man zum Friedhof.)[28]

Anm Gedenkstein für die jüdische Gemeinde und jüdischen Opfer des Nationalsozialismus

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister
Nicht alle Bürgermeister oder Ortsvorsteher des Ortes sind noch bekannt. In früheren Zeiten waren Ortsrichter (Schultheiß) gleichzeitig die Ortsleiter. Nach der 1971er Eingemeindung und der Verwaltungsreform hat der Ort neben dem Bürgermeister zusätzlich einen Ortsvorsteher für Adorf. Einige der dazu bekannten Personen sind:

Übersicht der Ortsleiter, Bürgermeister, Ortsvorsteher sowie der örtlichen Schultheiße und Richter

Bürgermeister und
Ortsvorsteher ab Großgemeinde[29][30]
Bürgermeister im 20. Jahrhundert[30] Bürgermeister, Ortsleiter
und Richter im 19. Jahrhundert und früher[30]
1971–1972 –– Institution der Großgemeinde ––
1972–1977 Bürgermeister Karl Klemm
* 1972–1974 Ortsvorsteher August Müller
1977–1981 Bürgermeister Willi Scheuermann
* 1974–1981 Ortsvorsteher Friedrich Wilhelm Bähr
1981–1985 Bürgermeister Jürgen Fischer
* 1981–1988 Ortsvorsteher Otto Witsch
* 1974–1981 Ortsvorsteher Friedrich Wilhelm Bähr
1985–1989 Bürgermeister Jürgen Fischer
* 1981–1988 Ortsvorsteher Otto Witsch
1989–1994 Bürgermeister Jürgen Fischer
* 1988–1989 Ortsvorsteher Rolf Behle
* 1989–2011 Ortsvorsteher Hans Hiemer
1994–1999 Bürgermeister Jürgen Fischer
* 1989–2011 Ortsvorsteher Hans Hiemer
1999–2005 Bürgermeister Jürgen Fischer
* 1989–2011 Ortsvorsteher Hans Hiemer
1999–2005 Bürgermeister Jürgen Fischer
* 1989–2011 Ortsvorsteher Hans Hiemer
2005–2011 Bürgermeister Volker Becker
* 1989–2011 Ortsvorsteher Hans Hiemer
2011–2017 Bürgermeister Volker Becker
* 2011–2013 Ortsvorsteher Klaus Pohlmann
2017– Bürgermeister Volker Becker
* 2013– Ortsvorsteher Bernd Becker
bis 1909 Carl Brühne
bis 1912 Carl Brühne
ab 1912 Wilhelm Pohlmann
ab 1915 Fritz Meier
(Bürgermeisterstellvertreter)
1915 Wilhelm Brüne
(gewählt, Amt nicht angenommen)
1916–1933 Karl Wilke
1933–1939 Wilhelm Lahme
1939–1940 Christian Klöser
1940 Alwin Emde (vermisst)
1940–1944 Christian Klöser
1944 Karl Emde
1945 Heinrich Pohlmann
1945–1956 Karl Müller
1956–1961 Christian Steinhard
1961–1971 Karl Klemm
ab 1475 Curde Ludecken
ab 1556 Herman Hellingbrods
ab 1578 Otto Prünen
ab 1584 Peter Gerhardts
ab 1611 Behle
ab 1621 Wulf
ab 1648 Johann Breunen
ab 1676 Joachim Stockhusen
ab 1686 Franz Zacharias Breunen
ab 1694 Johann Otto Schröter
ab 1727 Joh. Ulrich Lahme
ab 1741 Johann Henrich Christian Brühne
ab 1767 Johann Friedrich Bangert
ab 1776 Johann Ernst Brüne
ab 1791 Johann Ernst Friedrich Brüne
ab 1808 Christian Friedrich Bangert
ab 1825 Johann Christoph Bertold
ab 1835 Anton Friedrich Brüne
ab 1838 Christian Friedrich Brüne
ab 1840 Bernhard Ludwig Bunte
ab 1850 Wilhelm Schwarzenberg
ab 1854 Philipp Becker vulgo Knust
ab 1856 Heinrich Wilhelm Schwarzenberg
ab 1867 Christian Friedrich Brühne, vulgo Hunold
ab 1891 Wilhelm Pohlmann, genannt Bangert
ab 1899 Carl Brühne, vulgo Hunold

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adorf hat einen historischen Ortskern mit verkehrsberuhigten Bereichen und Ruhezonen. In diesem Bereich finden sich Denkmale und Gewässer und historische Bauten und eine öffentliche Tauschbibliothek. Im näheren Umfeld finden sich Naturdenkmale wie die Martenberg-Klippe. Weitere Sehenswürdigkeiten finden sich in der örtlichen Liste der Naturdenkmale.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wasserburg Adorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Burg Adorf, heutiges Herrenhaus

Im Mittelalter war Adorf ein Marktort, in dessen Mitte sich die kleine Burg Adorf befand. Vermutlich im 13. Jahrhundert, das genaue Datum ist nicht bekannt, erbauten die Herren von Athorpe eine mit Wassergräben gesicherte Kemenate. Die Gräben wurden von der Wirme gespeist. 1368 werden als Besitzer des Burggutes die Herren von Dalwigk genannt. 1463 war ein Johann von Huck im Besitz der Burg; er verkaufte sie 1468 an die Waldecker Grafen. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Befestigungen und das Burghaus abgebrochen und durch das heutige Herrenhaus ersetzt. Nach 1860 war dieses im Besitz der Freiherren von Elverfeldt, die ihren Sitz auf Schloss Canstein hatten. Die Burg befand sich in der Ortsmitte. Von ihr sind nur noch wenige Reste der Ringmauer vorhanden.[32]

Steffenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlich der Wasserburg befand sich die Steffenburg. Es handelte sich vermutlich um eine kleine Turmburg oder Kemenate, die Anfang des 16. Jahrhunderts durch Curd von Ense errichtet wurde. Im Jahre 1507 trug er sie dem Grafen Philipp II. von Waldeck-Eisenberg zu Lehen auf. Die Anlage wechselte mehrfach ihre Besitzer. Im 18. Jahrhundert wurde sie wegen eines Straßenbaus abgebrochen.[33]

Burg Esbeck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg Esbeck ist eine abgegangene Wasserburg zwischen Adorf und Borntosten. Noch erkennbar sind heute der teilweise gefüllte, ringförmige Wassergraben sowie Mauerreste von zwei Gebäuden.

Evangelische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische St. Johannis Kirche

Die romanische Basilika St. Johannis, Johannes dem Täufer gewidmet, war früher eine Wehrkirche. Selbst der Kirchhof war durch eine hohe Bruchsteinmauer geschützt. Die Gründung ist wahrscheinlich auf das Kloster Corvey zurückzuführen. Über die genaue Erbauungszeit gibt es widersprüchliche Angaben, so dass von einer Erbauung zwischen 1180 und 1190 ausgegangen werden kann. Das Kirchengebäude selbst ist eine querschifflose Gewölbebasilika. Die evangelische Gemeinde nutzt die Kirche heute. Sie gehört zu den ältesten Pfarreien im nördlichen Waldeck. Bis 1215 war Adorf Archidiakonat. Zum Amtsbereich gehörten neben Adorf zeitweise die Pfarreien Eimelrod, Heringhausen, Flechtdorf, Schweinsbühl, Usseln und Wirmighausen. Nach der Auflösung 1215 wurde die Pfarrei dem Archidiakonat Horhusen (heute Niedermarsberg) eingegliedert.

Katholische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

katholische Kirche St. Marien

Bis in die Mitte der 1940er Jahre gab es in Adorf nur wenige Katholiken. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden zahlreiche Heimatvertriebene und Flüchtlinge, darunter auch viele Katholiken, in Adorf und den umliegenden Gemeinden eine neue Heimat. Nach der deutschen Wiedervereinigung wuchs die katholische Gemeinde durch den Zuzug von Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion, Polen und Osteuropa.

Im Jahr 1950 wurde mit dem Bau der St. Marienkirche begonnen. Im April 1951 wurde sie der Schmerzensreichen Gottesmutter geweiht. Seit 1984 ist sie eine Filialkirche der Korbacher Kirchengemeinde „St. Marien“. Im Glockenstuhl befindet sich eine Glocke aus dem Jahr 1797 mit der Inschrift: „Mein Ruf bedeutet Gottes Ehr, wie auch zur Schul und Kinderlehr“. Sie stammt vermutlich aus Bontkirchen.

Naturschutzgebiet Am Mühlenberg bei Adorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich von Adorf befindet sich das Naturschutzgebiet Am Mühlenberg bei Adorf. Es hat eine Größe von 33 ha und wurde 1992 wegen seines besonderen Artenreichtums an Pflanzen ausgewiesen. Das Gebiet ist auch als FFH-Gebiet ausgewiesen.[34]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Adorf bekannt sind der „Adorfer Ostermarkt“, der „Adorfer Kram- und Viehmarkt“ (auch „Diemelseer Viehmarkt in Adorf“) und das „Adorfer Schützenfest“. In 2016 fand der 500. „Kram- und Viehmarkt“ in Adorf statt.[35] Das Freischießen gibt es in Adorf seit 1514.[36] Seit 1978 wird von den örtlichen Jugendvereinen ein Disco-Abend veranstaltet, der im November stattfindet.[36]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Vereinsleben von Adorf widmet sich öffentlichen Aufgaben, der Natur sowie sozialen und kulturhistorischen Interessen. Mit der hessischen Verfassungsreform 2018 wurde die Förderung des ehrenamtlichen Engagements als Staatsziel aufgenommen. Das ehrenamtliche Engagement in nordhessischen Orten wie Adorf wurde in Untersuchungen als bemerkenswerter Bestandteil der Zukunftssicherung erkannt.[37] Nennenswerte Vereine des Ortes sind:

  • Burschenclub Adorf, BCA (1970)[38][36]
  • Chor Sing and Praise (1998)[39][36]
  • Dreschclub Adorf (1987)[40][36]
  • DRK-Ortsverein Adorf (1886)[41][36]
  • Evangelischer Kirchenchor Adorf[39]
  • Freiwillige Feuerwehr Diemelsee-Adorf[42][36]
  • Jagdgenossenschaft Adorf[40]
  • Jagdhornbläsercorps Adorf[39]
  • Kaninchenzuchtverein Adorf (K 71)[40][36]
  • Knappenchor (2001)[36]
  • Knappenverein Adorf (1875)[43][36]
  • Ländlicher Reit- und Fahrverein Diemelsee[40]
  • Landjugendgruppe Adorf (1953)[43][36]
  • Landfrauenverein Adorf[43][36]
  • MGV Liedertafel Adorf[39][36]
  • Motorsport Verein Diemelsee (1977)[44][36]
  • Reservisten Kameradschaft Rhene/Diemel[43]
  • Schulorchester der Mittelpunktschule Adorf[39]
  • Schützengesellschaft Adorf 1514[43][36]
  • Spielmanns- und Musikzug der FFW Adorf[39][36]
  • VfL Adorf–Verein für Leibesübungen 02[45][36]
  • VdK Ortsgruppe Adorf[41]
  • Verkehrsverein Adorf[43]

Auszeichnungen und Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Ort erhielt mehrmals Preise im Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft.
  • 2019 erhielt der „Dorfgasthof Zur Linde“ in Adorf den sechsten Platz in der „Auszeichnung der 50 besten Dorfgasthäuser Hessens“.[46]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus und die Dansenberghalle mit bis zu 800 Sitzplätzen. Adorf ist Einkaufszentrum für Bewohner der näheren Orte. Es gibt zwei Discountmärkte und mehrere Geschäfte für diverse Waren, eine Apotheke, zwei Banken, eine Postfiliale und die Gemeindeverwaltung. Mehrere Dienstleistungsunternehmen im Baugewerbe, im Automobilgewerbe, ein zahntechnischer Betrieb, zwei Friseursalons, ein Landmaschinenreparaturbetrieb und ein Raiffeisen-Standort mit Tankstelle sind im Ort. Zusätzlich sind im öffentlichen Bereich die Gemeindefeuerwehr und ein Rettungsdienst der Johanniter zu nennen. Die Mittelpunktschule von Adorf gilt als älteste Einrichtung dieser Art in Waldeck. Das Freibad der Gemeinde ist in Vasbeck, das Hallenbad befindet sich in Heringhausen. Die Rhene-Diemeltalbahn nach Bredelar wurde 1963 stillgelegt. Die nächsten Bahnanschlüsse finden sich in Bredelar, in Korbach und in Bad Arolsen. Der öffentliche Busnahverkehr wird durch ein System mit “Anrufsammeltaxis” ergänzt, das von der Gemeinde gestützt wird.[47][31]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Schluckebier (1949– ), deutscher Jurist, zeitweise Richter am Bundesgerichtshof und Richter des Bundesverfassungsgerichts

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Emde: Adorf. Arolsen: Waldeckischer Geschichtsverein 1997 (= Waldeckische Ortssippenbücher 57); bearbeiteter Zeitraum 1648–1980, 3402 Familien
  • Alfred Emde: Adorf Die Geschichte eines waldeckischen Dorfes, 1. Auflage, Eigenverlag in Kooperation mit der Gemeinde Diemelsee, 1992.
  • Alfred Emde, Karl Welteke: Adorf Die Geschichte eines waldeckischen Dorfes, 2. Auflage, Herausgeber: Ortsbeirat Adorf, Überarbeitung: Mike Fieseler, SBS-Druck, Adorf, 2015.
  • Gottfried Ganßauge, Walter Kramm, Wolfgang Medding: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Regierungsbezirk Kassel, Neue Folge, Band 3, Kreis des Eisenberges, Bärenreiter-Verlag, Kassel, 1939, S. 21–27. (Digitalisat online)
  • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Auflage. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-228-6, S. 109.
  • Horst König, Helmut Schiefner: Land an Eder und Diemel. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg., Bing Verlag, Korbach, ISBN 978-3-87077-041-9
  • Literatur über Adorf in der Hessischen Bibliographie
  • Suche nach Adorf (Diemelsee) im Archivportal-D der Deutschen Digitalen Bibliothek

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Adorf (Diemelsee) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Adorf, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. a b Stand: 5. April 2019 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 5. April 2019 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2017.
  3. Land Hessen: Die Naturräume Hessens und ihre Haupteinheiten (Memento vom 27. März 2019 im Internet Archive)
  4. a b Stand: 30.06.2016 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 12. August 2016 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2017.
  5. Klima Adorf Klima Adorf (Durchschnittswerte Niederschläge und Temperaturen) (Memento vom 20. Mai 2019 im Internet Archive) bei climate-data.org
  6. a b Alfred Emde: Adorf Die Geschichte eines waldeckischen Dorfes, 1. Ausgabe 1992, Seiten 15 ff. (eingesehen am 24. Mai 2019).
  7. Richard Knipping: Die Regesten der Erzbischöfe von Köln im Mittelalter 1100 - 1205, 2 Band, Seite 26, Nr. 173 (Digitalisat online)
  8. Th. Ilgen: Urkunden des kölnischen Westfalens 1200-1300. Abschrift 14. Jahrhundert Westfälisches Urkundenbuch Band 7, Regenbergsche Buchhandlung, Münster 1901, S. 131, Nr. 313 (Textarchiv – Internet Archive).
  9. Roger Wilmans: Westfälisches Urkundenbuch, Band 4, 1. Abteilung, Urkunden 1201–1240, Regenbergsche Buchhandlung, Münster 1874, S. 131, Nr. 313 (Textarchiv – Internet Archive).
  10. Gustav Adelbert Seyler: Vierteljahrsschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie, 1. Jahrgang, Verlag Mitscher und Röstell, Berlin, 1873, Seite 132 (Digitalisat online)
  11. Alfred Emde: Adorf Die Geschichte eines waldeckischen Dorfes, 2. Ausgabe 2015, Seiten 426 ff. (eingesehen am 24. Mai 2019).
  12. Die Zisterzienserabtei Bredelar. Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Paderborn 1.;; (Germania Sacra, Dritte Folge, Band 6.) Walter de Gruyter, Berlin/Boston, 2013, ISBN 978-3-11-027726-5, S. 293
  13. 1000 Jahre Bergbaudorf Giershagen
  14. Grube Christiane. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 1. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  15. Grube Christiane, Adorf
  16. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 408 und 409.
  17. a b Alfred Emde: Adorf Die Geschichte eines waldeckischen Dorfes, 1. Ausgabe 1992, Seiten 194–197 (eingesehen am 20. Mai 2019).
  18. Stand: 15.03.2001 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 23. Mai 2001 im Internet Archive).
  19. Stand: 15.05.2002 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 21. Juni 2002 im Internet Archive).
  20. Stand: 17.05.2010 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 28. Juni 2010 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2017.
  21. Stand: 15.11.2010 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 29. April 2011 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2017.
  22. Stand: 15.08.2012 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 15. April 2012 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2017.
  23. Stand: 01.12.2013 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 16. März 2014 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2017.
  24. Stand: 30.06.2014 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 31. August 2014 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2017.
  25. Stand: 31.08.2015 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 25. Oktober 2015 im Internet Archive), abgerufen am 6. März 2017.
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  27. Stand: 30.06.2016 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 12. August 2016 im Internet Archive).
  28. Jüdischer Friedhof in Adorf
  29. Übersicht der Bürgermeisterwahlen bei statistik.hessen.de (Memento vom 21. Mai 2019 im Internet Archive).
  30. a b c Alfred Emde: Adorf Die Geschichte eines waldeckischen Dorfes, 1. Ausgabe 1992, Seiten 147–149 (eingesehen am 20. Mai 2019).
  31. a b Gemeinde Diemelsee: Profile der Ortsteile mit Stärken-Schwächen-Analyse (Memento vom 23. Mai 2019 im Internet Archive) (Auszug aus dem IKEK Dorfentwicklungsprogramm).
  32. Burg Adorf. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 1. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  33. Steffenburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 1. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  34. Wolfgang Lübcke, Achim Frede: Naturschutzgebiete in Hessen. Band 4: Landkreis Waldeck-Frankenberg mit Nationalpark Kellerwald-Edersee. Cognitio, Niedenstein, 2007, ISBN 978-3-932583-23-0, S. 118–119
  35. Waldeckische Landeszeitung, Presseartikel vom 15. Juni 2016, Adorfer feiern vom 29. bis 31. Juli ihren 500. Kram- und Viehmarkt auf dem Dansenberg (Memento vom 22. Mai 2019 im Internet Archive).
  36. a b c d e f g h i j k l m n o p q Alfred Emde: Adorf Die Geschichte eines waldeckischen Dorfes, 2. Ausgabe 2015, Seiten 383 ff. (eingesehen am 22. Mai 2019).
  37. Bernd Wecker, Stefanie Koch: Rückblick und Zukunftsfähigkeit nordhessischer Dörfer in Dieter Gawora: Traditionell zukunftsfähig, kassel university press GmbH, 2018, Seiten 241 ff., ISBN 978-3-7376-0610-3
  38. 45 Jahre Burschenclub Adorf (Memento vom 22. Mai 2019 im Internet Archive)
  39. a b c d e f Musikvereine der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 17. Mai 2019 im Internet Archive)
  40. a b c d Naturvereine der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 20. April 2019 im Internet Archive)
  41. a b Hilfsorganisationen der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 20. April 2019 im Internet Archive)
  42. Feuerwehrorganisation in der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 17. Mai 2019 im Internet Archive)
  43. a b c d e f Bürgervereine der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 17. Mai 2019 im Internet Archive)
  44. MSV Adorf (Memento vom 23. Mai 2019 im Internet Archive)
  45. VfL-Adorf e.V. offizielle Website (Memento vom 22. Mai 2019 im Internet Archive)
  46. Staatskanzlei Hessen / Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation: Die 50 besten Dorfgasthäuser in Hessen (Memento vom 18. Juni 2019 im Internet Archive)
  47. Gemeinde Diemelsee: Ortssteckbrief Adorf (Memento vom 22. Mai 2019 im Internet Archive) (Auszug aus dem IKEK Dorfentwicklungsprogramm).