Adrian Amstutz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Adrian Amstutz (2007)

Adrian Amstutz (* 2. Dezember 1953 in Sigriswil; heimatberechtigt ebenda) ist ein Schweizer Unternehmer und Politiker (SVP). Er ist Nationalrat und Fraktionspräsident der SVP-Fraktion der Bundesversammlung.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amstutz ist Miteigentümer und Geschäftsführer des Architektur- und Bauleitungsbüros Amstutz Abplanalp Birri AG. Seit dem 23. Mai 2008 ist er Zentralpräsident des schweizerischen Nutzfahrzeugverbandes Astag und gehört dem Exekutivrat von Swiss Olympic an.

Er ist verheiratet und hat drei Kinder. In der Schweizer Armee war er Fallschirmgrenadier[1] und bekleidete den Rang eines Gefreiten.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amstutz war von Januar 1993 bis Mai 1998 Gemeinderatspräsident von Sigriswil, danach Grossrat des Kantons Bern. Bei den Wahlen 2003 wurde er in den Nationalrat gewählt und bei den Wahlen 2007 mit dem besten Resultat aller Kandidierenden des Kantons Bern bestätigt. Er war von März 2008 bis Mai 2012[2] einer von fünf Vizepräsidenten der SVP Schweiz. Von der SVP des Kantons Bern wurde er im November 2008 neben Andreas Aebi zum Kandidaten für die Nachfolge von Bundesrat Samuel Schmid vorgeschlagen. Nachdem im September 2010 die Berner Ständerätin Simonetta Sommaruga (SP) in den Bundesrat gewählt worden war, kandidierte Amstutz in einer Ersatzwahl um ihren Sitz und wurde im zweiten Wahlgang vom 6. März 2011 mit knappem Vorsprung auf die SP-Kandidatin Ursula Wyss gewählt.[3] Bei der im Herbst 2011 fälligen ordentlichen Erneuerungswahl der Ständeräte erzielte er im ersten Wahlgang vom 23. Oktober 2011 zwar das beste Ergebnis aller Kandidierenden, erreichte jedoch das absolute Mehr nicht.[4] Beim zweiten Wahlgang vom 20. November 2011 landete er hinter dem Bisherigen Werner Luginbühl (BDP) und Hans Stöckli (SP) auf dem dritten Platz und wurde somit nicht wiedergewählt.[5] Da er am 23. Oktober 2011 gleichzeitig für den Nationalrat kandidiert und bei dieser Wahl das beste Ergebnis sämtlicher Kandidaten im Kanton Bern erzielt hatte, gehört er seit dem 5. Dezember 2011 wieder dem Nationalrat an. Seit dem 21. Januar 2012 steht er der SVP-Fraktion in der Bundesversammlung vor.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website von Adrian Amstutz.
  2. Toni Brunner als SVP-Parteipräsident bestätigt. NZZ Online, 5. Mai 2012.
  3. Amstutz gewinnt um Haaresbreite. In: Tages-Anzeiger Online / Newsnet. 6. März 2011, abgerufen am 6. März 2011.
  4. Ständeratswahl 2011, 1. Wahlgang vom 23.10.2011. Staatskanzlei Kanton Bern, 20. November 2011, abgerufen am 20. November 2011.
  5. Ergebnis Ständeratswahlen. Staatskanzlei Kanton Bern, 20. November 2011, abgerufen am 20. November 2011.
  6. Adrian Amstutz ist neuer Präsident der SVP-Fraktion. In: Tages-Anzeiger Online / Newsnet. 21. Januar 2012, abgerufen am 3. Februar 2012.