Adrian Amstutz

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Adrian Amstutz (2007)

Adrian Amstutz (* 2. Dezember 1953 in Sigriswil; heimatberechtigt ebenda) ist ein Schweizer Unternehmer und Politiker (SVP). Er war 2003 bis 2019 Nationalrat und 2012 bis 2017 Fraktionspräsident der SVP-Fraktion der Bundesversammlung.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amstutz ist Miteigentümer und Geschäftsführer des Architektur- und Bauleitungsbüros Amstutz Abplanalp Birri AG. Seit dem 23. Mai 2008 ist er Zentralpräsident des schweizerischen Nutzfahrzeugverbandes Astag und gehört dem Exekutivrat von Swiss Olympic an.

Er ist verheiratet und hat drei Kinder. In der Schweizer Armee war er Fallschirmgrenadier[1] und bekleidete den Rang eines Gefreiten.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amstutz war von Januar 1993 bis Mai 1998 Gemeinderatspräsident von Sigriswil, 1998 bis 2003 Grossrat des Kantons Bern.

Bei den Wahlen 2003 wurde er in den Nationalrat gewählt und bei den Wahlen 2007 mit dem besten Resultat aller Kandidierenden des Kantons Bern bestätigt. Er war von März 2008 bis Mai 2012[2] einer von fünf Vizepräsidenten der SVP Schweiz. Von der SVP des Kantons Bern wurde er im November 2008 neben Andreas Aebi zum Kandidaten für die Nachfolge von Bundesrat Samuel Schmid vorgeschlagen.

Nachdem im September 2010 die Berner Ständerätin Simonetta Sommaruga (SP) in den Bundesrat gewählt worden war, kandidierte Amstutz in einer Ersatzwahl um ihren Sitz und wurde im zweiten Wahlgang vom 6. März 2011 mit knappem Vorsprung auf die SP-Kandidatin Ursula Wyss gewählt.[3] Bei der im Herbst 2011 fälligen ordentlichen Erneuerungswahl der Ständeräte erzielte er im ersten Wahlgang vom 23. Oktober 2011 zwar das beste Ergebnis aller Kandidierenden, erreichte jedoch das absolute Mehr nicht.[4] Beim zweiten Wahlgang vom 20. November 2011 landete er hinter dem Bisherigen Werner Luginbühl (BDP) und Hans Stöckli (SP) auf dem dritten Platz und wurde somit nicht wiedergewählt.[5] Da er am 23. Oktober 2011 gleichzeitig für den Nationalrat kandidiert und bei dieser Wahl das beste Ergebnis sämtlicher Kandidaten im Kanton Bern erzielt hatte, gehört er seit dem 5. Dezember 2011 wieder dem Nationalrat an.

Vom 21. Januar 2012 bis am 17. November 2017 stand er der SVP-Fraktion in der Bundesversammlung vor.[6][7] 2019 war er Wahlkampfleiter der SVP Schweiz. Da er selber jedoch am 20. Oktober 2019 nicht mehr zu den eidgenössischen Wahlen antrat, schied er Ende 2019 aus dem Nationalrat aus.[8]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Adrian Amstutz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website von Adrian Amstutz.
  2. Toni Brunner als SVP-Parteipräsident bestätigt. NZZ Online, 5. Mai 2012.
  3. Amstutz gewinnt um Haaresbreite. In: Tages-Anzeiger Online / Newsnet. 6. März 2011, abgerufen am 6. März 2011.
  4. Ständeratswahl 2011, 1. Wahlgang vom 23.10.2011. Staatskanzlei Kanton Bern, 20. November 2011, abgerufen am 20. November 2011.
  5. Ergebnis Ständeratswahlen. Staatskanzlei Kanton Bern, 20. November 2011, archiviert vom Original am 23. November 2011; abgerufen am 29. Juli 2019.
  6. Adrian Amstutz ist neuer Präsident der SVP-Fraktion. In: Tages-Anzeiger Online / Newsnet. 21. Januar 2012, abgerufen am 3. Februar 2012.
  7. Thomas Aeschi ersetzt Adrian Amstutz als SVP-Fraktionschef. In: Tele Basel Online / Newsnet. 17. November 2017, abgerufen am 19. November 2019.
  8. SVP-Nationalrat Adrian Amstutz tritt nicht mehr an. In: Neue Zürcher Zeitung Online / Newsnet. 17. Januar 2019, abgerufen am 27. November 2019.