Adrian Geiges

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Adrian Geiges (2012)

Adrian Geiges (* 3. September 1960 in Basel, Schweiz) ist ein deutscher Schriftsteller und Journalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adrian Geiges ist der Sohn des Fotografen Leif Geiges. Er wuchs in Staufen im Breisgau auf. Als Jugendlicher schloss er sich der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) an und trat 1976 der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) bei. 1979 lebte er „undercover“ für ein Jahr in der DDR, wo er auch in einer Kaderschmiede bei Berlin lernte und nach eigenen Angaben „Berufsrevolutionär“ werden wollte. Nach dem Abitur begann er, Publizistik, Politik und Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster zu studieren, brach das Studium allerdings nach ein paar Semestern ab und absolvierte eine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann. Als DKP-Funktionär und Reporter der kommunistischen Jugendzeitschrift Elan konnte er die Sowjetunion, die Volksrepublik China, Vietnam, Kuba und Nicaragua bereisen. Ende der 1980er Jahre nahm er Abstand vom Kommunismus. Er lernte mehrere Monate lang an der Ruhr-Universität Bochum Russisch und arbeitete dann als Journalist ab 1990 für RTL Explosiv und Spiegel TV in Moskau und für einen anderen Auftraggeber später auch in New York City.

Nach einem 1-jährigen Chinesisch-Kurs in China baute er als Geschäftsführer das Zeitschriftengeschäft von Bertelsmann in China mit auf. Von 2004 bis 2008 war Geiges Asien-Korrespondent des Sterns in Peking. Ab 2009 gehörte er zum Team von Stefan Aust in Hamburg, das eine neue Zeitschrift entwickelte und Dokumentarfilme produzierte.

Von 2013 bis 2016 lebte Adrian Geiges in Rio de Janeiro, wo er als Korrespondent und Dokumentarfilmer u. a. für RTL und den WDR arbeitete. Ab September 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion des Unternehmens-Magazins „Evonik“ für die Hamburger Medienagentur Bissinger plus.[1] Seit 2018 hält er Vorträge auf Kreuzfahrten von AIDA Cruises über die Städte und Länder, welche die Schiffe anfahren.[2]

Geiges ist Autor zahlreicher Bücher. Gemeinsam mit Stefan Aust schrieb er die Biografie des chinesischen Staats- und Parteichefs Xi Jinping (2021).[3] Laut Gabor Steingart gilt dieses Buch „als erste umfassende Biografie Xi Jinpings, dem Mann an der Spitze der wirkmächstigsten kommunistischen Diktatur der Weltgeschichte (...) Adrian Geiges kennt China nicht aus der Zeitung, sondern aus dem eigenen Erleben.“[4]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Xi Jinping – der mächtigste Mann der Welt (gemeinsam mit Stefan Aust). Piper
  • Brasilien brennt. Quadriga 2014
  • Mit Konfuzius zur Weltmacht (gemeinsam mit Stefan Aust). Quadriga 2012
  • Gebrauchsanweisung für Peking und Shanghai. Piper 2009
  • China. Die Geschichte der neuen Weltmacht. Dtv Premium 2009
  • Wie die Weltrevolution einmal aus Versehen im Schwarzwald begann, chinesische Ausgabe. New Star Press 2009
  • Wie die Weltrevolution einmal aus Versehen im Schwarzwald begann. Eichborn 2007
  • Russland Explosiv (gemeinsam mit Andre Zalbertus). vgs 1994
  • Liebe steht nicht auf dem Plan (gemeinsam mit Tatjana Suworowa), japanische Ausgabe. JICC 1992
  • Liebe steht nicht auf dem Plan (gemeinsam mit Tatjana Suworowa), russische Ausgabe. Sobesednik 1990
  • Revolution ohne Schüsse, türkische Ausgabe, Iletisim Yayinlari, 1990
  • Liebe steht nicht auf dem Plan (gemeinsam mit Tatjana Suworowa). Wolfgang Krüger/S.Fischer 1989
  • Revolution ohne Schüsse. Pahl-Rugenstein 1988
  • China im Aufbruch. Pahl-Rugenstein 1987

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Adrian Geiges wird Chefredakteur bei Bissinger plus. In: cpmonitor.de. Abgerufen am 2. Oktober 2021.
  2. AIDA Cruises: Lektoren - Land & Leute intensiv. In: AIDA Cruises. Abgerufen am 2. Oktober 2021.
  3. Xi Jinping – der mächtigste Mann der Welt. In: Piper-Verlag. Abgerufen am 2. Oktober 2021.
  4. Steingarts Morning Briefing: Xi Jinping ist eindeutig ein Diktator. In: ThePioneer, Berlin. Abgerufen am 2. Oktober 2021.