Aenderly Lebius

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Aenderly Lebius (* 6. Dezember 1867 in Tilsit; † 5. März 1921 in Berlin) war ein deutscher Charakterschauspieler mit drei Jahrzehnten Bühnenpräsenz.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kaufmannssohn hatte an den Universitäten von Berlin und Leipzig sechs Semester Jura studiert, bevor er im Jahre 1890 zur Schauspielerei wechselte. Lebius nahm Schauspielunterricht bei dem berühmten Kollegen Emanuel Reicher und trat sein erstes Engagement in Potsdam an.

Über Düsseldorf kam er 1895 nach Königsberg, 1897 nach Stettin. Weitere zwei Jahre darauf wechselte Lebius ans Berliner ‘Neue Theater’ und 1901 schließlich ans Hannoveraner ‘Residenztheater’. Danach kehrte er für seine verbleibenden Lebensjahre nach Berlin zurück und ging von dort mit zahlreichen Tourneebühnen auf Gastspielreisen.

Lebius konnte zunächst vor allem Erfolge als Bonvivant und Charakterdarsteller verzeichnen. Erst zu Beginn des Ersten Weltkriegs begann der Ostpreuße auch zu filmen. Meist war er in kleinen Rollen als kauzige oder humorige Type zu sehen.

Anfang März 1921 verübte der Schauspieler Suizid.

Filme (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1918: Der Wüstendiamant
  • 1918: Der Fluch der alten Mühle
  • 1919: Mazeppa, der Volksheld der Ukraine
  • 1919: Jettatore
  • 1919: Der gelbe Tod, 2. Teil
  • 1919: Der Tänzer, zwei Teile
  • 1919: Der Kampf der Geschlechter
  • 1920: Madame X und die ‘schwarze Hand’
  • 1920: Vergiftetes Blut
  • 1920: Dämon Blut, zwei Teile
  • 1921: Das goldene Netz
  • 1921: Der Liebling der Frauen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 4: H – L. Botho Höfer – Richard Lester. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 633 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]