Aero L-29A

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Aero L-29A Delfin Akrobat
Eine der beiden gebauten Aero L-29A im Letecké muzeum Kunovice
L-29A im Luftfahrtmuseum Kunovice
Typ: Kunstflugtrainer
Entwurfsland:

TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei

Hersteller: AERO Vodochody
Erstflug: 21. November 1967[1]
Indienststellung: 1969?
Stückzahl: 2

Die Aero L-29A Delfin Akrobat ist ein strahlgetriebenes Kunstflugzeug des tschechoslowakischen Herstellers Aero. Sie wurde nicht in Serie produziert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die L-29A ist eine einsitzige Weiterentwicklung des Strahltrainers L-29, die speziell für den höheren Kunstflung und die Kunstflugschulung entworfen wurde. Die Konstruktion erfolgte auf Initiative von Mitarbeitern von Aero unter der Leitung von Jan Vlček. Dazu wurde einer der ersten Prototypen mit der Werknummer 00031 umgebaut. Es handelte sich um die Maschine, die das Vergleichsfliegen gegen die Jak-30 und die TS-11 in Monino gewonnen hatte. Der Prototyp erhielt das Luftfahrzeugkennzeichen 0157. Der Erstflug erfolgte im Oktober 1967 mit Testpilot Juri Souk. Später erhielt die Maschine das zivile Kennzeichen OK-SZA. Es wurde noch ein zweiter Prototyp gebaut. Beide Maschinen wurden auf den Internationalen Maschinenbaumessen in Brno 1967 und 1968 ausgestellt[2].Auf der Deutschen Luftfahrtschau in Hannover stellte der tschechische Kunstflieger Jiři Blaha 1968 die L-29A der Öffentlichkeit im Flug vor.[3] 1969 wurde die OK-SZA auf dem Pariser Aerosalon in Le Bourget vorgestellt.[4] Eine Serienproduktion kam nicht zustande.

Aufgrund des gegenüber der L-29 geringeren Startgewichts verfügte die L-29A über bessere Flugleistungen, insbesondere eine größere Steigfähigkeit und eine etwas größere Gipfelhöhe.

Konstruktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die L-29A ist ein Trapezflügelmitteldecker mit T-Leitwerk mit einziehbarem Fahrwerk. Gegenüber der L-29 wurde das Kraft- und Schmierstoffsystem modifiziert, um längere Rückenflugzeiten zu erzielen.[5]

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die L-29A war für den Einsatz im Flugsport und die Schulung von Jagdfliegern vorgesehen. Zu einer breiteren Nutzung ist es jedoch nicht gekommen. Mindestens die Maschine mit dem Kennzeichen OK-SZA wurde in einem Luftsportklub eingesetzt.[6] Diese Maschine ist heute im slowakischen Luftfahrtmuseum in Kunovice ausgestellt.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten
Besatzung 1
Länge 10,81 m
Spannweite 10,29 m
Höhe 3,13 m
Flügelfläche 19,80 m²
Flügelstreckung 5,36
Profil NACA 64 A
Flächenbelastung 131 kg/m²
max. Startmasse 2.600 kg
Triebwerk 1 Strahlturbine Motorlet M-701C mit 890 kp Maximalschub
Tankvolumen 1.030 l
Höchstgeschwindigkeit 635 km/h in Bodennähe
Mindestgeschwindigkeit 145 km/h (ohne Klappen)
125 km/h (mit Klappen)
Steigleistung 17,3 m/s
Steigzeit 7 min auf 7.000 m Höhe
Dienstgipfelhöhe praktisch 11.735 m
maximal 13.400 m
Start- /Landerollstrecke 330 m / 335 m
Start- /Landestrecke über 25 m 735 m / 635 m

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl-Heinz Eyermann: Strahltrainer. Deutscher Militärverlag, Berlin 1971, S. 56 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aero L-29A – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinz A. F. Schmidt: Flugzeuge aus aller Welt III. Transpress, Berlin, S. 16.
  2. http://airwar.ru/enc/attack/l29.html, etwa zu Beginn des 2. Drittels des Textes
  3. Heinz A. F. Schmidt: Luftfahrtschau Hannover 1968. In: Flieger-Jahrbuch 1969. Transpress, Berlin 1968, S. 85.
  4. http://www.multiweb.cz/csletci/l29_delfin.htm
  5. Karl-Heinz Eyermann: Strahltrainer, Deutscher Militärverlag, Berlin 1971, S. 56
  6. http://www.multiweb.cz/csletci/l29_delfin.htm