Affalterbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Affalterbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Affalterbach
Affalterbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Affalterbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 55′ N, 9° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ludwigsburg
Höhe: 317 m ü. NHN
Fläche: 10,15 km²
Einwohner: 4456 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 439 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 71563,
71364 (Birkachhof, Steinächle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07144
Kfz-Kennzeichen: LB, VAI
Gemeindeschlüssel: 08 1 18 001
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marbacher Straße 17
71563 Affalterbach
Webpräsenz: www.affalterbach.de
Bürgermeister: Steffen Döttinger
Lage der Gemeinde Affalterbach im Landkreis Ludwigsburg
Erdmannhausen Erdmannhausen Remseck am Neckar Schwieberdingen Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Oberstenfeld Oberstenfeld Mundelsheim Mundelsheim Affalterbach Asperg Benningen am Neckar Besigheim Besigheim Bönnigheim Erligheim Freudental Gemmrigheim Großbottwar Großbottwar Hessigheim Löchgau Murr (Gemeinde) Murr (Gemeinde) Pleidelsheim Pleidelsheim Steinheim an der Murr Tamm Walheim Ingersheim Freiberg am Neckar Bietigheim-Bissingen Bietigheim-Bissingen Ditzingen Eberdingen Kornwestheim Möglingen Oberriexingen Sersheim Vaihingen an der Enz Sachsenheim Korntal-Münchingen Ludwigsburg Markgröningen Hemmingen Gerlingen Kirchheim am NeckarKarte
Über dieses Bild

Affalterbach ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Affalterbach liegt im Ostteil des Neckarbeckens etwa 5 Kilometer südöstlich von Marbach am Neckar auf dem unteren Osthang des Lembergs, auf dem der höchste Punkt des Gemeindegebietes auf fast 365 m ü. NN Höhe ragt. An der Nordostecke erstreckt es sich bis auf den Talgrund der Murr hinunter, dort befindet sich der tiefste Punkt auf wenig unter 212 m ü. NN am Fluss. Im untersten Tal des linken Murrnebenflusses Buchenbach verläuft größtenteils die Ostgrenze der Gemarkung.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören außer dem namengebenden Dorf Affalterbach der kleine Weiler Steinächle, in dessen Südosten und östlich davon der Weiler Wolfsölden, beide links über dem Buchenbachtal. Das Gehöft Birkachhof liegt gegenüber von Steinächle in einer Spitze des Gemeindegebietes hinüber auf die Höhe rechts des Buchenbachs. Die neuere Gartensiedlung Birkhau liegt isoliert zwischen dem Hauptort und Wolfsölden und hat dessen Flächenausdehnung. Neben diesem Siedlungsplatz ohne Ortsteilstatus gibt es noch wenige landwirtschaftliche Siedlungsgruppen, darunter die Bollenhöfe südlich von Affalterbach, die auch keine Ortsteile sind.[2][3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Affalterbach grenzt an die Gemeinden Kirchberg an der Murr im Norden, Burgstetten im Osten, Leutenbach im Südosten und Süden und ebenfalls noch im Süden an die Stadt Waiblingen im Süden, die alle zum benachbarten Rems-Murr-Kreis gehören. Im Südwesten grenzt die Gebietsexklave um den Weiler Siegelhausen der Stadt Marbach am Neckar an, im Westen die Stadt Ludwigsburg, im Westen und Nordwesten schließlich die Gemeinde Erdmannhausen, welche alle zum Landkreis Ludwigsburg gehören.[3]

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 972. Funde zeigen jedoch, dass diese Gegend schon vor 6000 Jahren besiedelt wurde. Wenige Kilometer entfernt wurde in Steinheim an der Murr der Schädel des Homo steinheimensis entdeckt. Aus kulturhistorischer Sicht liegt Affalterbach an der Grenze zwischen den Herrschaftsgebieten der Franken und der Alemannen. Bis 1938 gehörte der Ort zum Oberamt Marbach und wurde dann dem Landkreis Backnang zugeteilt. Mit der baden-württembergischen Kreisreform 1973 wurde dieser allerdings aufgelöst und Affalterbach in den Landkreis Ludwigsburg eingegliedert.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Kirche

In Affalterbach gibt es eine evangelische und römisch-katholische Kirchengemeinde und eine Versammlungsstätte der Zeugen Jehovas.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1525: 0270
  • 1703: 0344
  • 1802: 1033
  • 1864: 1532
  • 1939: 1034
  • 2005: 4625
  • 2010: 4453
  • 2014: 4456

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Affalterbach hat 14 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis.[5] Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
40
30
20
10
0
37,24 %
29,11 %
22,28 %
11,37 %
ULA
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-1,36 %p
-5,19 %p
-4,92 %p
+11,37 %p
ULA
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 37,24 5 38,6 5
FWV Freie Wählervereinigung Affalterbach 29,11 4 34,3 5
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 22,82 3 27,2 4
ULA Unabhängige Liste Affalterbach 11,37 2
gesamt 100,0 14 100,0 14
Wahlbeteiligung 54,94 % 57,1 %

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens von Affalterbach lautet: In Silber über blauem Wellenschildfuß ein bewurzelter grüner Apfelbaum mit roten Äpfeln.

Die Gemeindeflagge ist grün-weiß. Wappen und Flagge wurden am 24. Mai 1965 verliehen.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Affalterbach pflegt Partnerschaften mit Neuhausen/Erzgeb. in Sachsen und Téglás in Ungarn.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winterlicher Blick vom Lemberg

Am Rand von Affalterbach befindet sich der 365 Meter hohe Lemberg. Bei schönem Wetter ist der Lemberg oberhalb der Weinberge ein beliebter regionaler Ausflugspunkt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Affalterbach ist ausschließlich über Buslinien an die S-Bahn in Marbach am Neckar und somit weiter nach Stuttgart angeschlossen. Des Weiteren verkehren zu Stoßzeiten, am frühen Morgen und am Nachmittag, Busse nach Winnenden. Der nächste Bahnhof ist Kirchberg (Murr) an der Bahnstrecke Backnang–Ludwigsburg.

Luftverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Affalterbach ist Standort des Drehfunkfeuers Luburg (LBU), das auf 109,2 MHz sendet.[6]

Funkfeuer Luburg

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mercedes-AMG GmbH, eine Tochterfirma der Daimler AG
  • H.W.A. AG ausgegliederte Bereiche Automobilrennsport, das heutige DTM-Team „AMG-Mercedes“ und Teile des Sonderfahrzeugbaus
  • Schwaderer GmbH Maschinenfüße

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt ein Alten- und Pflegeheim der kreiseigenen Kleeblatt Pflegeheime.

Seit September 2003 gibt es ein Heimatmuseum im ehemaligen Wohnhaus des Affalterbacher Bürgermeister Friedrich Kurz.[7] Im Erdgeschoss dieses Gebäudes befindet sich das Gemeindearchiv.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Apfelbachschule verfügt Affalterbach über eine eigene Grundschule. Weiterführende Schulen können in Marbach am Neckar besucht werden. Im Ort gibt es drei Kindergärten.

Ver- und Entsorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Strom- und Gasnetz in der Gemeinde wird von der Syna GmbH betrieben, einem Tochterunternehmen der Süwag Energie AG. Das Trinkwasser wird von der Landeswasserversorgung bezogen. Die Abfallentsorgung wird von der Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg mbH (AVL) übernommen, einer 100%igen Tochtergesellschaft des Landkreises Ludwigsburg. Die AVL ist beauftragt, die Aufgaben zur Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen im Auftrag des Landkreises Ludwigsburg zu erfüllen.

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ludwig Hercules Daser (1705–1784), lutherischer Theologe
  • Maria Margaretha Aichholz, 1816 von Wolfsölden nach Georgien ausgewandert, Großmutter von Stalins zweiter Ehefrau Nadeschda Allilujewa
  • Paul Sauer (1931–2010), geboren im Ortsteil Wolfsölden, Historiker und Archivar

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Affalterbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 431–433
  3. a b Detailkarte der Gemeinde Affalterbach auf: Kartendienste der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)
  4. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Affalterbach.
  5. Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart
  6. http://www.ourairports.com/navaids/LBU/Luburg_VOR-DME_DE/#lat=48.9129981994629,lon=9.340229988098145,zoom=10,type=Satellite
  7. http://www.fair-hotels.de/Museen-Kultur/Museum-Suche/Heimatmuseum-Affalterbach.690.html