Afghanistanstämmige in Deutschland

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Als Afghanischstämmige in Deutschland werden Menschen bezeichnet, die in Deutschland leben und ursprünglich aus Afghanistan kommen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Afghanistanstämmigen sind vor den seit 1979 andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen in ihrem Heimatland geflohen.

Die Zahl der in Deutschland lebenden afghanischen Staatsangehörigen betrug Ende Dezember 2015 131.454.[1] Von den im Laufe des Jahres 2015 zugezogenen Afghanen stellten rund 31.000 erstmals einen Antrag auf Asyl.[2] Von den afghanischen Antragstellern, über deren Asylantrag im Laufe des Jahres 2015 entschieden wurde, erhielten 47 % einen Schutzstatus, überwiegend aufgrund ihrer Flüchtlingseigenschaft. Die Anerkennungsquote als Asylberechtigte lag bei unter 1 Prozent.

Nach Angaben von dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung von 2004 lebten in Hamburg rund 22.000 Menschen aus Afghanistan und bildeten damit die größte Gemeinschaft von Exilafghanen in ganz Europa.[3]

Die meisten Afghanen in Deutschland sind Muslime. Daneben gibt es auch Christen, Hinduisten, Juden, Sikhs und Konfessionslose.

Bekannte Afghanen in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ausländische Bevölkerung – Ergebnisse des Ausländerzentralregisters (Stand: 31. Dezember 2015), S. 155.
  2. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Asylgeschäftsstatistik für den Monat Dezember 2015 und das Berichtsjahr 2015. In: Asylgeschäftsstatistik für den Monat Dezember 2015, Seite 2. (pds-Datei, 640 kB)
  3. GTZ - Migration und Entwicklung - Afghanen in Deutschland (Memento vom 14. November 2004 im Internet Archive)