Africa Festival

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Africa Festival im Mai 2005
Africa Festival 2002
Africa Festival im Mai 2005

Das Africa Festival in Würzburg ist eine Veranstaltung zur Kultur und Musik des afrikanischen Kontinents. Es wurde 1989 ins Leben gerufen vom Würzburger Afro Projekt, einer Arbeitsgemeinschaft zur Förderung afrikanischer Kultur in Deutschland. Das Africa Festival gilt derzeit als das größte Festival dieser Thematik in Europa und die Besucherzahlen steigen. So konnten in den letzten Jahren jeweils über 120.000 Besucher gezählt werden, allein am Sonntag des Jahres 2004 waren es über 40.000.

Die Veranstaltung fand bis 2012 auf den Talavera-Mainwiesen Würzburgs statt, und zwar beginnt sie immer in der letzten Maiwoche. Im Jahr 2013 musste das Festival wegen Hochwasser abgesagt werden. Die Veranstalter kündigten daraufhin Konsequenzen an, das Festival zukünftig an anderer Stelle stattfinden zu lassen.[1]

Der Schwerpunkt des Festivals liegt auf Musik. Tagsüber finden bereits auf verschiedenen Bühnen Musikvorstellungen traditioneller und zeitgenössischer Art statt. Auch "weiße" Bands mit afrikanisch inspirierter Musik tragen dazu bei, so dass insgesamt meist über 200 Musikgruppen anwesend sind. Der Glanzpunkt der musikalischen Auftritte ist jedoch jeweils ein Konzert am Abend in einem Zirkuszelt. Hier begegnen die Besucher weltweit bekannten Interpreten. So traten im Jahr 2003 beispielsweise jeweils abendfüllend der malische Sänger Salif Keita, der Reggaesänger Alpha Blondy und der Raïsänger Cheb Mami auf. Im nächsten Jahr lag einer der inhaltlichen Schwerpunkte auf Südafrika mit Miriam Makeba, dem „South Africa’s King of Reggae“ Lucky Dube und Mzekezeke zusammen mit der Kwaito-Band Brown Dash, einer der jungen Hip-Hop-Bands aus den Townships.

Umrahmt werden diese Veranstaltungen von einem weitläufigen afrikanisch gefärbten Basar, in dem in Zelten afrikanische Musikinstrumente, CDs, antiker Schmuck, farbenprächtige Gewänder und europäisierte afrikanische Speisen angeboten werden.

Hatten die Organisatoren in den ersten Jahren Abstand von politischen Aussagen genommen, wird mittlerweile jedes Jahr das Festival unter ein Motto gestellt. So wurde 2007 die Krankheit Aids durch Ausstellungen und Informationsveranstaltungen thematisiert. Der „schwarze Atlantik“ war 2008 der musikalische Schwerpunkt. Das 21. Festival fand vom 29. Mai bis 1. Juni 2009 statt. Am 21. Mai 2010 fand das 22. Afrikafestival statt; Schwerpunkt war Südafrika, das Austragungsland der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Im Jahre 2013 jährte sich das Africa Festival zum 25. Mal. Für das Jubiläum wählte man den Schwerpunkt Mali.[2]

2015 fand zwischen dem 4. und 7. Juni die 27. Auflage des Africa Festivals statt. Die Schwerpunktthemen waren Sansibar und Nordafrika.[3]

Das Africa Festival 2019 fand vom 30. Mai bis 2. Juni statt. Das 32. Africa Festival ist vom 29. Mai bis 1. Juni 2020 geplant.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Africa Festival – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Africa Festival kapituliert vor dem unsicheren Wetter. Online auf Mainpost.de vom 2. Juni 2013.
  2. Africa-Festival Würzburg setzt Mali als Schwerpunkt (Memento vom 6. April 2016 im Internet Archive) Online auf wuerzburgerleben.de vom 1. Februar 2013
  3. Africa Festival 2015, Online auf wuerzburgerleben.de am 11. Februar 2015
  4. AFRICA FESTIVAL WÜRZBURG - The Original! Abgerufen am 7. Juni 2019 (deutsch).