After Earth

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Filmdaten
Deutscher Titel After Earth
Originaltitel After Earth
After-Earth-Logo.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
Regie M. Night Shyamalan
Drehbuch Gary Whitta,
M. Night Shyamalan,
Will Smith (Story)
Produktion James Lassiter,
Jada Pinkett Smith,
Caleeb Pinkett
Musik James Newton Howard
Kamera Peter Suschitzky
Schnitt Steven Rosenblum
Besetzung

After Earth ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film des Regisseurs M. Night Shyamalan aus dem Jahr 2013. Die Hauptrollen spielen Will Smith und dessen Sohn Jaden Smith. Die Premiere fand am 29. Mai 2013 in New York City statt.[3] Ab dem 31. Mai 2013 wurde der Film in den amerikanischen Kinos gezeigt; am 6. Juni 2013 war Kinostart in Deutschland. Der Film wurde in IMAX gedreht.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Menschheit hat vor eintausend Jahren aufgrund schwerer Katastrophen die Erde verlassen und sich auf dem Planeten Nova Prime eine neue Heimat aufgebaut. Die Militärorganisation der „Ranger“ befindet sich seit einiger Zeit im Konflikt mit einer außerirdischen Spezies, die genetisch konstruierte Kampfbestien, genannt Ursas, gegen die Menschen zum Einsatz bringt. Da die blinden Ursas Menschen nur durch die bei Furcht abgesonderten Pheromone aufspüren können, hat Ranger-General Cypher Raige mit dem sogenannten Ghosting eine Technik entwickelt, mit der alle Furcht aus dem eigenen Bewusstsein verdrängt werden kann.

General Raige kehrt nach langer dienstlicher Abwesenheit zu seiner Familie zurück, um sich insbesondere um seinen 13-jährigen Sohn Kitai zu bemühen, der in der Ranger-Ausbildung ist, aber den Status des Rangers noch nicht erhalten hat. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn ist gestört, da sie kaum Zeit miteinander verbracht haben und Kitai sich die Schuld am Tod seiner älteren Schwester gibt. Kitai bildet sich auch ein, dass sein Vater ihm vorwirft, er sei am Tod seiner älteren Schwester schuld; bei einem Angriff der Ursas hat sie den damals noch sehr jungen Kitai beschützt und ist dabei gestorben. Seit diesem Zeitpunkt versucht Kitai seinen Vater durch herausragende Leistungen in seiner Ausbildung zu beeindrucken.

Bei einem Trainingsausflug gerät das Raumschiff mit Cypher und Kitai an Bord in einen Asteroidenschauer. Dabei wird das Raumschiff so stark beschädigt, dass es bei der Notlandung auf einem eigentlich gesperrten Planeten zerbricht. Beim Absturz kommen sämtliche Crewmitglieder mit Ausnahme der beiden Protagonisten um, Cypher wird dabei schwer verletzt. Der Sender im Bug des Raumschiffs, der benötigt wird, um ein Notsignal ins Weltall abzusetzen, ist beim Absturz zerstört worden. Ein weiterer Sender befindet sich im Heck, das etwa 100 Kilometer von ihnen entfernt abgestürzt ist. Unklar ist zudem, ob der im Heck des Raumschiffs zu Trainingszwecken gefangengehaltene Ursa überlebt hat.

Wie sich bald herausstellt, handelt es sich bei dem fremden Planeten um die Erde, die mittlerweile nur noch von Tieren bevölkert wird. Kitai muss sich allein auf den Weg machen und den Sender finden, um sich und seinen Vater zu retten, wobei Letzterer ihn per Funk leitet. Dabei begegnet er einer Reihe mutierter Tierarten und muss gegen diese in Kämpfen bestehen oder vor ihnen flüchten. Ein riesenhafter Adler kommt Kitai dagegen zu Hilfe, nachdem dieser zuvor das Nest gegen angreifende Raubkatzen verteidigt hatte.

Schließlich gelingt es Kitai, das abgetrennte Heck des Raumschiffs zu erreichen und per Notsender Hilfe zu rufen. Nachdem er den ihn verfolgenden Ursa durch Überwindung seiner Ängste besiegen kann, werden Kitai und sein Vater gerettet.

Mutmaßliche Scientology-Parallelen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Medien werfen dem Film Parallelen zu Theorien und Methoden von Scientology vor.[4][5][6] So sei die Botschaft, die Angst zu besiegen (Slogan des Plakats: Danger is real – Fear is a choice), auch ein zentrales Thema der scientologischen Erziehung. Die im Film präsenten Motive der Gefühlskontrolle und des Auditings, also der Auflösung traumatischer Erfahrungen, seien in der Scientology von großer Bedeutung. Hinzu komme, dass das am häufigsten zu sehende PR-Foto Kitai Raige vor der Kulisse eines aktiven Vulkans zeige; ebenso sei auf dem Einband des Buchs Dianetics (geschrieben von L. Ron Hubbard im Jahr 1950, in dem er ein System von Psychotechniken beschreibt, welches er später zu Scientology ausbaute) ein aktiver Vulkan zu sehen.[6] David S. Touretzky, Professor an der Carnegie Mellon University und bekannter Scientology-Kritiker, sah in After Earth jedoch keine Scientology-Elemente: „Die Themen des Films sind Standard-Abenteuerelemente: körperlicher Mut, Coming of age, Vater-Sohn-Beziehung, sich im Kampf selbst beweisen und den Respekt des Vaters bekommen. Das sind keine spezifischen Scientology-Themen.“[7]

Will Smith hat wiederholt beteuert, dass er nicht der Scientology-Kirche angehöre. Er hat allerdings des Öfteren für Scientology gespendet.[8]

Qualität und 4K-Aufnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ryan Nakashima von der Associated Press zeigte sich von der Qualität der 4K-Auflösung des Films angetan.[9]

Durch die Verwendung der IMAX-Technologie konnte der Film weltweit in 97 IMAX-Kinos in 52 Ländern vorgeführt werden.

Roman[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autor Peter David veröffentlichte im Del Rey Verlag 2013 die offizielle Roman-Adaption des Films.[10] Das englischsprachige Hörbuch wird von David H. Lawrence XVII gelesen.[11]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Man kann After Earth kaum absprechen, ein handwerklich solider Science-Fiction-Film zu sein. Es macht ihn sogar ein wenig sympathisch, dass er seine Einfachheit nicht zu verschleiern versucht. Dass sich etwa alles und in jeder Szene um den zentralen Generationenkonflikt dreht, wird schon deshalb unübersehbar, weil es keine Nebenfiguren oder -erzählstränge gibt, die davon ablenken könnten. Ärgerlich ist dagegen, wie sich der Film zu der Heldenreise und Wandlung seines jungen Protagonisten positioniert. Besonders konservativ an After Earth ist, dass er der Jugend jegliches revolutionäre Potenzial abspricht.“

– critic.de – die Filmseite[12]

„Darin liegt das große Verdienst eines schwachen Films: Wenn sich einer vom Krankenbett aufrichten lässt, um seinem Sohn einen militärischen Gruß zu entbieten und ihn dann erst zu umarmen, dann haben sich Militär und Familie, Liebe und Hierarchie bis zur Selbstparodie ineinander verwoben. After Earth zeigt uns unfreiwillig, wie nahe viele der Filme und Geschichten, die wir lieben, an diesem reaktionären Abgrund entlang wandeln.“

After Earth ist eine schöne Überraschung. Der Film […] ist eine moralische Erzählung im Kleid eines Science-Fiction-Blockbusters. Es ist kein Klassiker, aber es ist ein besonderer Film: spektakulär und weise.“

Matt Zoller Seitz: RogerEbert.com[14]

After Earth sieht aus wie der übliche Science-Fiction-Ramsch – und wie Werbung für Scientology.“

„Schon in den USA, wo er in der letzten Woche in den Kinos mit mäßigem Erfolg anlief, wurde After Earth vorgeworfen, er überfordere seinen jugendlichen Hauptdarsteller, sei erzählerisch peinlich und geriete durch seine propagierte Ideologie der Angst-Unterdrückung zu einem überdimensionalen PR-Film für die Scientology. All diese Vorwürfe treffen After Earth mit Recht. Reaktionär und dumm ist er überdies auch noch.“

„Nun wäre gegen eine Neuauflage der Heldenreise im Kino nichts zu sagen. After Earth legt auf dieses Strukturskelett nur reichlich lustlos Fleisch. Ahnungen des Wunderbaren - das rochenartige Raumschiff zieht ins All, Millionen von Büffeln beim Panoramablick über die alte Erde, die Gnade des guten Tiers, das sich dem Helden auf seiner Bewährungsreise zur Seite stellt, der Abstieg in die Höhle samt Überwindung des letzten Monsters - wirken wie sinnlos in einem weiten Raum zurückgebliebenes Mobiliar und verpuffen bei der langen Reise durch Wald und Flur. […] Ähnlich wie Oblivion steht After Earth für eine Anbindung an eher naive Formen der Science Fiction. War die völlig durchgestaltete Welt des ersteren als retronostalgische Angelegenheit zumindest noch von ästhetischem Wert, wirkt After Earth nur noch wie die Verfilmung eines mit Fug und Recht nicht in Klassikerstatus aufgestiegenen Paperbacks aus den 1950ern oder 1960ern.“

Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Startwochenende spielte die 130 Millionen US-Dollar teure Produktion (weitere 100 Millionen US-Dollar für das Marketing[18]) in den US-amerikanischen Kinos 27,5 Mio. US-Dollar ein und blieb somit hinter den Erwartungen zurück. Bis zum 16. August 2013 spielte der Film weltweit 243,8 Mio. US-Dollar ein, davon lediglich 60,5 Mio. US-Dollar in den USA.[19] Begleitet von überwiegend negativen Rezensionen und einer schlechten Zuschauerresonanz, waren die Einnahmen des Films bereits in der zweiten und dritten Woche weltweit stark zurückgegangen. Die Einspielergebnisse von After Earth sind deutlich geringer als die meisten Filme von Will Smith, die teilweise mehr als 600 Millionen US-Dollar einspielten.

Bis Ende November 2013 betrugen die DVD- und Blu-ray-Einnahmen in Nordamerika 15,5 Mio. US-Dollar.[20]

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmmusik erschien am 31. Mai 2013 unter dem Namen After Earth – Original Motion Picture Soundtrack. Herausgeber ist das Label Sony Classical (Sony Music).

Nr. Titel Länge
1. The History of Man 02:23
2. I’m Not Advancing You 01:28
3. Pack Your Bags 01:40
4. Leaving Nova Prime 00:48
5. Can You Ghost? 02:09
6. Ship Tears Apart 02:17
7. Kitai Finds Cypher 01:19
8. Get Me Into The Cockpit 01:36
9. The Mission 01:31
10. Baboons 02:51
11. Kitai On Earth 02:56
12. Four Vials Remain, Sir 01:11
13. Run To The Falls 02:42
14. Abort Mission 02:02
Nr. Titel Länge
15. Bird Attack 01:02
16. Nest Battle 02:03
17. Safety In The Hog Hole 03:42
18. Saved By The Bird 00:52
19. The Tail 01:40
20. Dad, Are You There? 02:46
21. Leech 02:59
22. See The Peak 02:21
23. Run To The Volcano 00:37
24. Somewhere To Hide 01:22
25. Chase Through The Cave 03:07
26. Ghosting 04:45
27. I Wanna Work With Mom 01:17
28. After Earth 01:54

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Preis Kategorie Träger Ergebnis
2013 MTV Movie Award Summer’s Biggest Teen Bad Ass Star Jaden Smith Nominiert
World Soundtrack Award Film Composer of the Year James Newton Howard Nominiert
2014 Goldene Himbeere Schlechtester Film Nominiert
Goldene Himbeere Schlechtester Schauspieler Jaden Smith Gewonnen
Goldene Himbeere Schlechtester Nebendarsteller Will Smith Gewonnen
Goldene Himbeere Schlechtestes Leinwandpaar Jaden Smith und Will Smith Gewonnen
Goldene Himbeere Schlechteste Regie M. Night Shyamalan Nominiert
Goldene Himbeere Schlechtestes Drehbuch M. Night Shyamalan, Gary Whitta und Will Smith Nominiert

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für After Earth. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Mai 2013 (PDF; Prüf­nummer: 138 983 K).
  2. Alterskennzeichnung für After Earth. Jugendmedien­kommission.
  3. Starauflauf bei "After Earth"-Premiere in New York City. 31. Mai 2013, abgerufen am 3. Juni 2013: „Am Mittwochabend feierte der Science-Fiction-Film "After Earth" im Ziegfeld Theatre in New York City Premiere.“
  4. Andreas Borcholte: Kino-Spektakel mit Will Smith: Wie viel Scientology steckt in 'After Earth'? Der Spiegel, 3. Juni 2013, abgerufen am 4. Juni 2013.
  5. Marc Headley: A Former Scientologist Reviews 'After Earth'. In: Guest Column. The Hollywood Reporter, 31. Mai 2013, abgerufen am 4. Juni 2013 (englisch).
  6. a b Matt Patches: After Earth Is Will Smith’s Love Letter to Scientology. In: Vulture. New York, 31. Mai 2013, abgerufen am 4. Juni 2013 (englisch).
  7. After Earth Is Just a Shitty Movie, Not Scientology Propaganda. Gawker.com, abgerufen am 9. Juni 2013.
  8. Will Smith Gives $122,500 To Scientology. The Huffington Post, abgerufen am 26. Oktober 2013.
  9. After Earth Screening in Native 4K. Avsforum.com. Abgerufen am 3. Juni 2013.
  10. ISBN 978-0-345-54320-2
  11. Liste der von Lawrence gesprochenen Hörbücher in Audible
  12. Michael Kienzl: After Earth. critic.de - die Filmseite, 5. Juni 2013, abgerufen am 5. Juni 2013.
  13. Tim Slagman: Verblüffend lustlos. Spiegel Online, 5. Juni 2013, abgerufen am 6. Juni 2013.
  14. Marcel Zoller Seitz: After Earth. RogerEbert.com, 31. Mai 2013, abgerufen am 10. Juni 2013.
  15. Morten Freidel: Auf der Suche nach der richtigen Botschaft. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Juni 2013, S. 27
  16. Ralf Krämer: Achtung, dieser Film macht Werbung für Scientology. In: Welt Online. 5. Juni 2013, abgerufen am 5. Juni 2013.
  17. Thomas Groh: Wie ein Ladendieb. Perlentaucher, 6. Juni 2013, abgerufen am 6. Juni 2013.
  18. Brooks Barnes: Will Smith and „After Earth“ Have Dismal Opening. In: The New York Times, 2. Juni 2013 (englisch).
  19. After Earth (2013). Box Office Mojo, abgerufen am 16. August 2013.
  20. After Earth (2013) – Video Sales. In: The Numbers. Abgerufen am 27. September 2015. (englisch)