Agnihotra

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Agnihotra (Sanskrit अग्निहोत्र) ist ein täglich oder gelegentlich verrichtetes, vedisches Feuer-Ritual aus dem Atharvaveda zu Sonnenaufgang wie -untergang. Es ist die grundlegende Anwendung von weiteren dreien, die unter der Bezeichnung Yajnya Homa zusammengefasst werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Agnihotra wurde etwa 1959 von Herrn Potdar (Potdarsaheb) im Zuge der Übersetzung des Sapta Sloki (sieben Verse zu Ehren des Lord Parashuram), die von Gajanan Rajimwale (Param Sadguru Shree Gajanan Maharaj) notiert wurden, veröffentlicht.[1]

Die Anwendungen wurden von Gajanan Rajimwale etwa 1944, angesichts der Bedrohung der Erde und der Verrohung dieser, aus dem Atharvaveda extrahiert und in vier einfach anzuwendende Rituale zusammengefasst.

Ablauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die exakten Zeiten für Sonnenauf- und -untergang zur jeweiligen Position ermittelt worden sind,[2] wird in einem ebenso exakt vorgegebenen Kupferpyramidenstumpf ein Feuer aus Kuhdung und Butterschmalz (Ghee) entzündet. Wenn der ermittelte Zeitpunkt erreicht ist, das Feuer sollte gut lodern, werden schließlich zwei Portionen ungekochter Reis mit zwei laut oder still rezierten Mantren (Verse in Sanskrit)[3] in das Feuer gegeben.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fivefold Path Mission, Inc.: Param Sadguru Shree Gajanan Maharaj. Fivefold Path Mission, Inc., USA, abgerufen am 12. September 2016 (englisch).
  2. Matthias Fehringer (Formel, Berechnung): Zeitenprogramm. Ulrich Berk, abgerufen am 12. September 2016.
  3. Gregor Handrich: Homa Guide | Agnihotra Mantren. Gregor Handrich, abgerufen am 12. September 2016.
  4. Horst und Birgitt Heigl: Agnihotra Ursprung, Praxis und Anwendungen. Hrsg.: Verlag Horst Heigl. 3., erw. Aufl. Verlag Horst Heigl (Horst Edition), Heiligenberg 2015, ISBN 978-3-89316-021-1, S. 259.