Agostino Barelli

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Theatinerkirche in München

Agostino Barelli (* 26. Oktober 1626 in Bologna; † 29. Januar 1697 ebenda) war ein italienischer Architekt und Baumeister. Sein Stil folgte dem italienischen Hochbarock.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barelli wurde vom Kurfürsten Ferdinand Maria von Bayern und dessen Ehefrau Henriette Adelheid als Hofbaumeister nach München berufen. Barelli entwarf die Theatinerkirche, wurde allerdings wegen Kunstfehlern (so verwechselte er römischen mit bolognesischem Fuß) dem Bauleiter Spinelli unterstellt. Vorbild der Kirche war die Mutterkirche des Ordens Sant’Andrea della Valle in Rom, der zwei monumentale Türme beigegeben wurden. In den Jahren 1663 bis 1674 entstand damit eines der frühesten barocken Gebäude nördlich der Alpen.

Barelli entwarf 1664 auch die Pläne für das Schloss Nymphenburg und für einen Neubau an der Münchner Residenz.[1] Er wurde 1674 von Enrico Zuccalli als Hofbaumeister abgelöst und kehrte nach Bologna zurück.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Juliane von Åkerman: Agostino Barelli. In: Jürgen Wurst, Alexander Langheiter (Hrsg.): Monachia. Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 2005. ISBN 3-88645-156-9, S. 105.
  • Lorenz Maier: Barelli, Agostino. In: Karl Bosl (Hrsg.): Bosls bayerische Biographie. Pustet, Regensburg 1983, ISBN 3-7917-0792-2, S. 41 f. (Digitalisat).
  • Margarete Braun-Ronsdorf: Barelli, Agostino. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 1, Duncker & Humblot, Berlin 1953, ISBN 3-428-00182-6, S. 587 f. (Digitalisat).
  • Luisa Hager: Nymphenburg. Schloss, Park und Burgen. Hirmer, München 1955, DNB 451770196 (mit Aufnahmen von Max Hirmer).
  • Adriano Peroni: L'architetto della Theatinerkirche di Monaco Agostino Barelli (1627–1687?) e la tradizione architettonica bolognese. In: Palladio 8.1958

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Agostino Barelli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christian Häutle und Georg F. Seidel, Georg: Die Königliche Residenz in München: mit Unterstützung Seiner Majestät des Königs Ludwig II.: Geschichte der Residenz in München: von ihren frühesten Zeiten bis herab zum Jahre 1777. Leipzig 1883, S. 79.