Agostino Richelmy

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Dieser Artikel behandelt den Kardinal. Zum gleichnamigen Dichter und Übersetzer siehe Agostino Richelmy (Dichter).
Agostino Richelmy

Agostino Kardinal Richelmy (* 29. November 1850 in Turin; † 10. August 1923 ebenda) war ein Kardinal der Römischen Kirche.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war der Sohn des Ingenieurs Prospero Richelmy und dessen Ehefrau Lydia Realis. Als Jugendlicher trat er im sogenannten Dritten Unabhängigkeitskrieg der Bewegung Garibaldis bei, er trug später noch als Priester das charakteristische rote Hemd unter der Soutane.

Richelmy empfing am 25. April 1873 die Priesterweihe. Er war Professor für dogmatische Theologie und Moraltheologie. Am 7. Juni 1886 wurde er zum Bischof von Ivrea ernannt. Die Bischofsweihe spendete ihm am 28. Oktober 1886 in der Kirche San Carlo der Erzbischof von Turin, Kardinal Gaetano Alimonda; Mitkonsekratoren waren Davide Riccardi, Bischof von Novara, und Giovanni Battista Bertagna, Weihbischof in Turin.

Am 18. September 1897 wurde er von Papst Leo XIII. zum Erzbischof von Turin ernannt. In seine Amtszeit fällt die Ausstellung des Turiner Grabtuchs im Jahr 1898, bei der es erstmals fotografiert wurde. Dieses Amt hatte er bis 1903 inne. Er gründete im gleichen Jahr die Zeitschrift Il momento.

Im Konsistorium vom 18. Juni 1899 wurde er von Papst Leo XIII. zum Kardinal kreiert. Er erhielt am 22. Juni 1899 die Titelkirche Sant’Eusebio; 1911 wechselte er zur Titelkirche Santa Maria in Via.

Agostino Richelmy starb nach einer Nierenoperation in Turin. Er wurde zunächst auf einem Friedhof in Turin beigesetzt; im Jahre 1927 wurden seine Gebeine in das Santuario della Consolata in Turin überführt.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • La democrazia cristiana inculcata ai chierici dell’arcidiocesi di Torino.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Davide Riccardi Bischof von Ivrea
1886–1897
Matteo Angelo Filipello
Davide Riccardi Erzbischof von Turin
1897–1923
Giuseppe Kardinal Gamba