Agrarflugzeug

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Agrarflugzeug PZL-106 Kruk beim Sprüheinsatz
Ein typisches Agrarflugzeug, die PZL-106 Kruk. Gut zu sehen sind die festen Vorflügel zur Verbesserung der Langsamflugeigenschaften
Insektenbekämpfung in Weingärten bei Bratislava, 1951
Agrarhubschrauber Ka-26 mit Sprühmittelbehälter hinter dem Cockpit

Ein Agrarflugzeug ist ein Flugzeug, das speziell zur Verwendung in der Landwirtschaft ausgerüstet und zugelassen ist. Der Einsatzzweck eines solchen Flugzeuges ist insbesondere das Ausbringen von flüssigen oder festen Stoffen zur Schädlingsbekämpfung oder Düngung auf großen, gelegentlich unzugänglichen Flächen. Dazu verfügt es über einen großen Chemikalienbehälter und Applikationsanlagen zur Ausbringung der jeweiligen Stoffe. Zumindest die kleineren Agrarflugzeuge sind einsitzig. Der zweite Sitz wird meistens zu Gunsten einer größeren Ladekapazität durch einen Tank ersetzt.

Der Luftwiderstand ist wegen der geringen Geschwindigkeit nebensächlich, dafür wird großer Wert auf sicheres Flugverhalten bei niedriger Geschwindigkeit und einfache Bedienung gelegt. Spezielle Agrarflugzeuge sind meistens robuste, häufig einmotorige Flugzeuge mit starrem Fahrwerk und ohne Druckkabine, ausgerüstet mit einem besonders starken Motor. Viele Agrarflieger sind STOL-fähig.

Es besteht auch die Möglichkeit, Mehrzweckflugzeuge wie z. B. die Antonow An-2 temporär mit einer entsprechenden Ausrüstung zu versehen und diese dann als Agrarflugzeuge zu verwenden. Hubschrauber werden ebenfalls im Agrarflug eingesetzt.

Typen (Auswahl)[Bearbeiten]

Flugzeuge[Bearbeiten]

Zur Vertreibung von Staren im Seewinkel (A) (durch Erscheinen, Lärm und Pistolenknall) werden abgespeckte und damit besonders wendige Flugzeuge älterer Typen im Tiefflug geflogen:[1]

Hubschrauber[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.aerokurier.de/general-aviation/tiefflug-extrem-piper-cub-im-agrareinsatz/477026 Tiefflug extrem: Piper Cub im Agrareinsatz, aerokurier.de, 16. Juni 2011. Abgerufen 12. August 2015.