Agrys

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Stadt
Agrys
Агрыз
Föderationskreis Wolga
Republik Tatarstan
Rajon Agrys
Bürgermeister (anscheinend vakant)
Erste Erwähnung 1646
Stadt seit 1938
Fläche 8,6 km²
Bevölkerung 19.300 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 2244 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 105 m
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7)85551
Postleitzahl 422231, 422233
Kfz-Kennzeichen 16, 116
OKATO 92 201 501
Website agryz.tatarstan.ru
Geographische Lage
Koordinaten 56° 31′ N, 53° 0′ O56.51666666666753105Koordinaten: 56° 31′ 0″ N, 53° 0′ 0″ O
Agrys (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Agrys (Tatarstan)
Red pog.svg
Lage in Tatarstan
Liste der Städte in Russland

Agrys (russisch Агры́з) ist eine russische Stadt in der Republik Tatarstan im Föderationskreis Wolga mit 19.300 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt etwa 950 km östlich von Moskau, im äußersten Norden von Tatarstan, an der Grenze zur Republik Udmurtien, etwa 40 km südlich von Ischewsk und etwa 300 km nordöstlich von Kasan.

Geschichte[Bearbeiten]

Agrys wurde erstmals 1646 als Siedlung erwähnt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts diente die Siedlung als Nachschubdepot und Bahnstation der 1915 eröffneten Eisenbahnstrecke Kasan - Jekaterinburg. Von 1924 bis 1926 hatte Agrys den Status einer Kleinstadt, erhielt den Stadtstatus am 28. August 1938 und wurde am 4. März 1964 zum Rajonzentrum.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1859 2.340
1890 2.758
1920 4.543
1926 7.339
1939 12.376
1959 20.270
1970 19.267
1979 20.137
1989 19.732
2002 18.620
2010 19.300

Anmerkung: 1926–2010 Volkszählungsdaten

Gemäß der Volkszählung von 1989 setzte sich die Bevölkerung zusammen aus 50,1 % Tataren, 38,6 % Russen und 7,2 % Udmurten.

Verkehr[Bearbeiten]

Agrys hat Anbindung an die russische Fernstraße M7 von Moskau nach Kasan und über die Eisenbahn Verbindung zu den Großstädten Kasan, Jekaterinburg und Ischewsk.

Sonstiges[Bearbeiten]

Im Ort gibt es eine Waggonfabrik und Eisenbahnwerkstatt, ein Milchkombinat, eine Druckerei, vier Mittelschulen und zwei weiterführende Bildungseinrichtungen, ein Heimatmuseum, das Bezirkskrankenhaus und mehrere Moscheen. Wirtschaftliche Schwerpunkte sind die Forst- und Landwirtschaft, Vieh- und Schafzucht sowie die Förderung von Erdöl.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten]