Ahlerstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ahlerstedt
Ahlerstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ahlerstedt hervorgehoben
Koordinaten: 53° 24′ N, 9° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Stade
Samtgemeinde: Harsefeld
Höhe: 37 m ü. NHN
Fläche: 62,46 km2
Einwohner: 5355 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km2
Postleitzahl: 21702
Vorwahl: 04166
Kfz-Kennzeichen: STD
Gemeindeschlüssel: 03 3 59 002
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kakerbecker Straße 1
21702 Ahlerstedt
Webpräsenz: www.ahlerstedt.de
Bürgermeister: Uwe Arndt (FWG)
Lage der Gemeinde Ahlerstedt im Landkreis Stade
BaljeKrummendeichFreiburg/ElbeOederquartWischhafenDrochtersenGroßenwördenEngelschoffHammahDüdenbüttelHimmelpfortenBurwegKranenburgEstorfOldendorfHeinbockelStadeDeinsteFredenbeckKutenholzJorkBuxtehudeApensenBeckdorfSauensiekAhlerstedtBrestBargstedtHarsefeldNottensdorfBliedersdorfHorneburgDollernAgathenburgLandkreis StadeNiedersachsenLandkreis CuxhavenLandkreis Rotenburg (Wümme)Landkreis HarburgHamburgSchleswig-HolsteinSchleswig-HolsteinGrünendeichMittelnkirchenNeuenkirchenGuderhandviertelSteinkirchenHollern-TwielenflethKarte
Über dieses Bild
Ahlerstedt aus der Vogelperspektive.

Ahlerstedt (plattdeutsch Ohlers) ist eine Gemeinde im Landkreis Stade in Niedersachsen (Deutschland).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahlerstedt liegt in einer waldarmen und leicht hügeligen Landschaft auf der Stader Geest, südwestlich von Hamburg und östlich von Bremen gelegen an der Kreisgrenze zum Landkreis Rotenburg (Wümme). Nördlich von Ahlerstedt erstreckt sich das Naturschutzgebiet Braken, Harselah, Kahles und Wildes Moor. Die Aue entspringt in der Gemeinde, am Rande eines Hochmoores zwischen Ahrensmoor und Klethen. Die nächstgelegenen Städte sind Buxtehude, Stade und Zeven. Bremervörde und Rotenburg (Wümme) liegen etwas weiter entfernt.

Ahlerstedt hat eine günstige Lage zwischen den Großstädten Hamburg (70 km entfernt, 40 km Luftlinie) und Bremen (77 km entfernt, 56 km Luftlinie).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brest Bargstedt Harsefeld
Anderlingen Nachbargemeinden Sauensiek
Heeslingen Vierden Wohnste

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Ahlerstedt zählen acht Ortsteile:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Ortsnamen von Ahlerstedt waren in den Jahren 1102 Alerstede, um 1230 Alerstede und 1420 Alerstede. Als Grundwort dieses Ortsnamens ist zweifellos –stedt anzunehmen. Das Bestimmungswort könnte entweder auf das mittelniederdeutsche alre, elre für Erle zurückgehen, was zu einer Grundform Alre-stet(d)ti führen könnte. Deutsch Erle, niederdeutsch auch Eller, mittelhochdeutsch erle, althochdeutsch erila, elira, mittelniederdeutsch elre, aber auch mittelniederdeutsch alre für aller. Möglicherweise liegt auch ein alter Vorname zugrunde, vielleicht Alaher.[2]

Ortsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahlerstedt wurde 1095 das erste Mal urkundlich erwähnt.

Ortsansicht aus Richtung Holzhäuserstraße

1825 wurde der Ausbau Klein Ahlerstedt als Moorkolonie gegründet. 1955 wurde die Siedlung mit Depenrehmen als Ahrensmoor-Nord nach Ahrensmoor eingemeindet.

Ein mittelalterlicher Kirchenbau wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und 1656 unter Verwendung des vorhandenen Baumaterials durch einen Neubau ersetzt. Ein weiterer Neubau wurde 1863 bis 1865 errichtet und am 12. November 1865 in Gegenwart König Georgs V. eingeweiht. Wichtigster Erwerbszweig war und ist die Landwirtschaft. Daneben gibt es handwerkliche Betriebe.

Im 1. Weltkrieg sind 33 und im 2. Weltkrieg 60 Leute aus Ahlerstedt gefallen. [3] Ihnen wird heute an einem Denkmal in einem kleinen Park, nahe dem Schützenhof an der Stader Straße gedacht.

Verwaltungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Franzosenzeit gehörte Ahlerstedt bis 1811 zur Mairie Ahlerstedt im Kanton Harsefeld im Königreich Westfalen. Von 1811 bis 1814 gehörte Ahlerstedt zur Mairie Ahlerstedt im Kanton Horneburg. Ab 1815, nach dem Wiener Kongress, war Ahlerstedt wieder Teil des Königreichs Hannover.

Vor 1885 gehörte Ahlerstedt zur Börde Ahlerstedt im Amt Harsefeld, nach 1885 Kreis Stade und seit 1932 zum heutigen Landkreis Stade.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1964 bis 1972 war Ahlerstedt Hauptort der Samtgemeinde Ahlerstedt.

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Ahrensmoor, Ahrenswohlde, Bokel, Kakerbeck, Oersdorf, Ottendorf und Wangersen eingegliedert[4] Ahlerstedt ist Teil der Samtgemeinde Harsefeld.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahlerstedt ist evangelisch-lutherisch geprägt und gehört zum Kirchspiel der Kirche Ahlerstedt. In den Ortsteilen Wangersen und Kakerbeck-Doosthof befindet sich zudem zwei neuapostolische Gemeinden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2016
Wahlbeteiligung: 65,59 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
66,55
15,92
12,30
2,00
0,89
2,34
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+11,13
-7,69
-4,13
+2,00
-0,46
-0,84

Der Gemeinderat (inkl. Bürgermeister) hat 17 Mitglieder:

  • FWG: 11 Sitze
  • CDU: 3 Sitze
  • SPD: 2 Sitze
  • NPD: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2016)[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Uwe Arndt von der Freien Wählergemeinschaft. Er stammt aus dem Ortsteil Ottendorf und lebt zurzeit in dem Ortsteil Oersdorf.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Das Wappen der Gemeinde Ahlerstedt zeigt einen durch einen silbernen Wellenbalken schräg von links unten nach rechts oben geteilten Schild. Im blauen Feld links oben befindet sich ein silbernes vorgeschichtliches Erdhaus und im roten Feld rechts unten ein silberner Erdbackofen, der in seiner Öffnung acht silberne Flammen zeigt. Bedeutung: Das auf dem Wappen gezeigte frühgeschichtliche Erdhaus wurde in der Gemarkung Kakerbeck und der für die Region typische Erdbackofen in der Gemarkung Ahlerstedt ergraben. Die silbernen Flammen in der Backofenöffnung sollen die acht Ortsteile der Gemeinde symbolisieren.

Kultur und Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke

  • Die heutige, neugotische, einschiffige, vierjochige Kirche mit Chor und Westturm aus Backstein wurde 1863 bis 1856 nach Plänen des jüdischen Architekten Edwin Oppler errichtet. Sie ist Opplers einziger nichtjüdischer Sakralbau.
  • Backhaus des Dorferneuerungsvereins

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Handwerkermarkt des Fördervereins der Kirchengemeinde Ahlerstedt[6]
  • Mofarennen[7]
  • Schützenfest[8]
  • Weihnachtsmarkt
  • Gewerbeaustellung

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schützenverein Ahlerstedt e. V. (gegr. 1925)
  • Freiwillige Feuerwehr (gegr. 1935), entstanden aus einer Pflichtfeuerwehr von 1902, die erste Feuerwehr in Ahlerstedt wurde 1888 gegründet
  • Dorferneuerungsverein
  • Theatergruppe "Die Auetaler"
  • DRK OV Ahlerstedt

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahlerstedt liegt an der Landesstraße 124, über die man Stade, Harsefeld und Zeven sowie die Bundesstraßen 71 und 73 erreicht.

In der Gemeinde Ahlerstedt verkehren vier Omnibuslinien, die alle von der KVG Stade betrieben werden und dem Hamburger Verkehrsverbund angeschlossen sind:

  • 2029 | Stade – Hagen – Helmste – Harsefeld – Ahlerstedt – Wangersen – Zeven und zurück
  • 2035 | Buxtehude – Apensen – Nindorf – Beckdorf – Sauensiek – Ahlerstedt und zurück
  • 2703 | Zeven – Ahlerstedt – Harsefeld – Hedendorf – Finkenwerder und zurück
  • 2066 | Wangersen – Ahlerstedt und zurück

Der nächste Bahnhöfe befinden sich in Harsefeld, Bargstedt, Aspe und Kutenholz (Bahnlinie Bremerhaven-Buxtehude). Anschluss nach Hamburg besteht in Buxtehude.

Der nächste Autobahnanschluss befindet sich im nahen Sittensen an die Bundesautobahn 1 (Hamburg-Bremen).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulzentrum
  • Grundschule Ahlerstedt[9]
  • Schule am Auetal (Oberschule)[10]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kreissparkasse Stade und die Volksbank Ahlerstedt haben in Ahlerstedt eine Filiale.

Es gibt zwei Gewerbegebiete: Kleine Kamp und Klethener Weg.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ahlerstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  3. Ahlerstedt, Landkreis Rotenburg-Wümme, Niedersachsen - Onlineprojekt Gefallenendenkmäler. Abgerufen am 5. Mai 2018.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 246.
  5. http://samtgemeinde-harsefeld.de/?page_id=6769
  6. Archivlink (Memento des Originals vom 23. August 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kirche-ahlerstedt.de
  7. Mofarennen
  8. Schützenverein (Memento des Originals vom 10. Oktober 2008 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schuetzenverein-ahlerstedt.de
  9. Grundschule Ahlerstedt
  10. Schule am Auetal