Ahornach

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Ahornach
Acereto
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Südtirol (BZ)
Gemeinde: Sand in Taufers
Koordinaten: 46° 56′ N, 11° 59′ OKoordinaten: 46° 55′ 35″ N, 11° 58′ 44″ O
Patron: Hl. Anna
Kirchtag: 26. Juli
Telefonvorwahl: 0474 CAP: 39032
Website: Offizielle Website
Ahornach (Ortsmitte)

Ahornach (italienisch Acereto; im lokalen Tiroler Dialekt erstsilbenbetontes Fåchina[1]) ist eine Fraktion der Marktgemeinde Sand in Taufers im Tauferer Ahrntal in Südtirol (Italien).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahornach liegt auf 1334 m nordöstlich des Hauptortes Sand in Taufers an den Nordhängen des Tauferer Ahrntals. Hausberg des Ortes ist der 3059 m hohe Große Moosstock. Aufgrund der guten Windbedingungen wird Ahornach oft von Drachenfliegern und Paragleitern als Startort für einen Flug hinunter ins Tauferer Ahrntal verwendet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahornach ist im späten 12. Jahrhundert (ca. 1197) als „Ahernach“ in einer Traditionsnotiz des Augustinerchorherrenstifts Neustift bei Brixen ersturkundlich genannt.[2] Der Name ist gebildet aus ahd. ahorn und dem Kollektivsuffix -ach und bedeutet ‚Gelände mit Ahornbewuchs‘.[3] In der Zeit des italienischen Faschismus wurde die Kleingemeinde Ahornach 1926 zusammen mit Sand in Taufers, Drittelsand, Rein in Taufers, Kematen, Mühlen in Taufers, Mühlwald und Lappach zur Gemeinde Campo Tures zusammengeschlossen. Mühlwald und Lappach wurden später als Gemeinde Mühlwald ausgegliedert. Heute bildet Ahornach eine Fraktion der Gemeinde Sand in Taufers.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche in Ahornach wurde 1512 im spätgotischen Stil vom Pfalzener Steinmetz Valentin Winkler errichtet und im Jahr 1519 geweiht.[4] Der spitze rote Kirchturm wurde 1558 vollendet. Geweiht ist die Ahornacher Pfarrkirche der heiligen Anna, der Mutter Marias.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fraktion Ahornach auf dem Urlaubsportal der Marktgemeinde Sand in Taufers
  2. Max Schrott: Liber testamentorum Conventus Neocellensis (Geschichtsquellen des Etschlandes 1). Bozen 1967, Nr. 151.
  3. Egon Kühebacher: Die Ortsnamen Südtirols und ihre Geschichte. Band 1. Bozen: Athesia 1991. ISBN 88-7014-634-0, S. 23.
  4. Pfarre Ahornach